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Gestern Kollege - heute Vorgesetzter So schaffen Sie den Rollentausch von Kohlmann-Scheerer, Dagmar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.06.2014
  • Verlag: GABAL
eBook (PDF)
16,99 €
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Gestern Kollege - heute Vorgesetzter

Der Rollentausch - gestern noch Kollege, heute Vorgesetzter - löst bei den Exkollegen eine Flut von teilweise negativen Gefühlen aus, die nicht greifbar, aber dennoch spürbar sind. Und auch vor den eigenen Vorgesetzten muss der frisch gebackene Chef seine Führungsqualitäten erst noch beweisen.

Mit welchen Fallstricken besonders junge Führungskräfte rechnen müssen, wie sie sich in ihrer neuen Rolle behaupten und schwierige Situationen meistern können, erläutert Dagmar Kohlmann-Scheerer in diesem praxisnahen Ratgeber.

Im Zentrum stehen dabei: Führungsstile, Kommunikationsverhalten, Delegieren von Verantwortung, Konfliktlösung und der faire Umgang miteinander.

Dagmar Kohlmann-Scheerer ist gelernte Buchhändlerin und seit 1990 selbstständige Trainerin und Autorin. Als Geschäftsführerin der DKS-Akademie GmbH veranstaltet sie seit Jahren erfolgreiche Seminare, Gruppen- und Einzelcoachings, u. a. zu den Themen 'Der Start in die Führung', 'Geistreich kontern', 'Mit Persönlichkeit überzeugen', 'Rhetorisches Talent entdecken'. Sie schreibt Sketche gegen 'festgefahrene' Konflikte in Unternehmen und führt diese mit Schauspielkollegen dort auf.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 04.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956231483
    Verlag: GABAL
    Größe: 3448 kBytes
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Gestern Kollege - heute Vorgesetzter

2 Führung - ein schwieriges Kapitel

Ziel des Kapitels:

Sie überdenken verschiedene Führungsstile und lernen die Vorteile des "neuzeitlichen Stils" kennen.
Alte und neue Führungsstile

Bitte halten Sie hier einmal kurz inne und machen Sie eine kleine Übung.

Übung:

Rufen Sie sich Folgendes in Erinnerung:Welche Führungsqualitäten haben Sie zu schätzen gelernt, welche lehnen Sie bis heute ab? Notieren Sie auf einem separaten Blatt Papier jeweils spaltenweise die positiven Führungsqualitäten und die negativen Führungsqualitäten . Danach betrachten Sie die Ergebnisse unter dem Aspekt: Welche "Qualitäten" stehen für Fachkompetenz und welche für Beziehungskompetenz ?

Ich wette mit Ihnen, dass 95 Prozent Ihrer Liste - ob negativ oder positiv - zugunsten von Beziehungskompetenz ausfallen.

Traditionell überwiegt das rationale Denken

Jahrhundertelang hat die westliche Welt das rationale, analytische Bewusstsein entwickelt. Gepflegt wurden Systeme und Ordnungen (zum Beispiel Hierarchien), die es einem Aufsteiger leichter machten, sich in der Welt der Führung zurechtzufinden. So war es nicht erforderlich, die Reife der Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen. Durch digitale und lineare (linkshirnische) Denkstrukturen (Kostenpläne, Zahlenvorgaben, Statistiken, Analysen usw.) entstand ein Kontrollsystem, das die Managementtätigkeiten immer einfacher und transparenter machte. Man glaubte, durch reines Faktendenken, durch Organigramme und durch klare Zielvorgaben (nebst Kontrollen) das optimale Mittel für Führung gefunden zu haben. Klar, Motivation gehörte auch dazu - hier wurden in den 60er-Jahren Anreize (Incentives) geschaffen, die es vermeintlich leichter machen sollten, die hohen Zielvorgaben zu erreichen.

Auch Führungsstile konnten bis in die 90er-Jahre noch klar benannt werden, wie:

der autoritäre Stil (alte Tradition)

der kooperative Stil (aus den 80er-Jahren)

der demokratische Stil (der neuzeitliche Stil bzw. der Stil der Zukunft?)

Somit gab es klare Bezeichnungen und Vorstellungen, die das Führen leichter machen sollten.

Autoritäre Führung

Autoritär: Führung ohne Sinngebung

Dieser Führungsstil stammt aus der militärischen Gehorsamkeitstradition und hat folgendes Menschenbild:

Die Mitarbeiter handeln in erster Linie nach Anweisung und nicht aus eigenem Antrieb.

Die Mitarbeiter sind Schachfiguren und werden je nach Notwendigkeit hin- und hergeschoben.

Die Mitarbeiter funktionieren eher als "Manipulationsmasse" ohne eigenes Denk- und Urteilsvermögen.

Die Mitarbeiter haben keine Kompetenzen und sind frei von Verantwortung.

Zusammenfassend bedeutet das: Straffe Führung mit starker Begrenzung des Handlungsspielraums - das ist das autoritäre Führungsgeheimnis. Der Mensch hat sich ein- und unterzuordnen in klar definierten Hierarchien.

Aus dieser (heute nicht mehr ganz zeitgemäßen) Strategie können Sie auch heute noch in vielen Fällen Nutzen ziehen.

Krisenbeispiel: Segeltörn

Betrachten Sie als Beispiel einen Segeltörn:
Sie sind Skipper auf einer Segelyacht und segeln mit Ihrer Crew fröhlich dahin. Plötzlich (die Segler unter Ihnen wissen, wie schnell das gehen kann) zieht ein Unwetter auf. Jetzt ist blitzschnelles Handeln nötig und Sie geben laute klare Kommandos wie "Reffen, abfallen, in den Wind, Genua bergen, Fock heißen" usw. Damit die Befehle von jedem verstanden werden, heben Sie Ihre Stimme, besser gesagt, Sie schreien. Teilweise treiben Sie die Mannschaft brüllend zur Eile an. In wenigen Minuten ist die Yacht sturmgerüstet und Sie können Ihren Kurs mit hoher Konzentration, aber einigermaßen sicher, fortsetzen, bis der Sturm sich wieder gelegt hat. Bei so

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