text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Innovationsmanagement Von der Idee zum erfolgreichen Produkt

  • Erscheinungsdatum: 11.03.2007
  • Verlag: Physica-Verlag
eBook (PDF)
40,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Innovationsmanagement

Innovationen gehören zu den wichtigsten unternehmerischen, volkswirtschaftlichen Erfolgsfaktoren. Bei vordergründig gleichen Ausgangsbedingungen verfügen einige Unternehmen über eine außergewöhnlich hohe Innovationskraft und damit über ein höheres Erfolgspotenzial als viele ihrer Wettbewerber. Hier fahren Sie warum: Beiträge von Praktikern aus verschiedenen Branchen und Unternehmen fassen ihre Erfahrungen zum Innovationsmanagement zusammen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 217
    Erscheinungsdatum: 11.03.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783790818215
    Verlag: Physica-Verlag
    Größe: 2191 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Innovationsmanagement

2. Zur Komplexität der Innovationsorganisation (S. 15)

Ein Plädoyer für eine ganzheitliche und kritische Perspektive
Michael Nippa

Aufgrund der Bedeutung für den Wettbewerbserfolg ist die Organisation der Innovation ein seit langem und vielfältig untersuchtes Forschungs- und Beratungsfeld. Dabei besteht jedoch immer wieder die Gefahr, dass die Komplexität der zu organisierenden Einflussfaktoren sowie ihrer Interdependenzen zugunsten einleuchtender, aber verkürzter Empfehlungen massiv reduziert wird.

Von besonderer Relevanz ist speziell im Umfeld des Innovationsmanagements die Tatsache, dass keine klare Trennung zwischen organisationsinternen Veränderungen und Neuproduktentwicklungen getroffen wird. Organisatoren, die die resultierenden Empfehlungen einfach auf das eigene Unternehmen übertragen, erleben häufig bittere Enttäuschungen. Um diese zu vermeiden, ist es notwendig, dass die Komplexität des Gestaltungsobjektes aktiv und situationsbezogen erfasst wird und auf dieser ganzheitlichen Basis eine kritische Anpassung von anderweitig erfolgreichen Konzepten erfolgt. Hier wird diese Notwendigkeit an ausgewählten Beispielen deutlich gemacht.

2.1 Einführung

Unter anderem verursacht durch die fortschreitende Globalisierung, die Öffnung neuer Absatz- und vor allem Einsatzfaktormärkte in Osteuropa sowie die "Weiter-so-wie-bisher"-Mentalität vieler Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft macht die deutsche Wirtschaft seit einigen Jahren eine gravierende Strukturkrise durch. Nicht zuletzt aufgrund dessen wird auf volkswirtschaftlicher und unternehmerischer Ebene der Ruf nach mehr Innovation und Unternehmertum immer lauter.

So antwortete beispielsweise der DGB-Vorsitzende Michael Sommer in einem Interview mit der "Welt" Ende März 2006 auf die Frage "Wie können Gewerkschaften helfen, neue Stellen zu schaffen?": "Zum Beispiel durch Lohnabschlüsse, die die Binnenkonjunktur in Gang bringen. Oder indem wir darauf dringen, dass Innovationen in Deutschland systematisch betrieben werden.

Da gibt es jede Menge Managementversagen in den Unternehmen." Auch die Bundesregierung verspricht in ihrem aktuellen Regierungsprogramm (in vorhergehenden auch!), aufbauend auf alarmierenden (seit Jahren bekannten!) Entwicklungen aktiv zu werden: "Die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands schwindet. Fast alle Kennzahlen in diesem Bereich sind schlechter als Anfang der 90er Jahre.

[...] Noch Ende der 90er Jahre steigerte die deutsche Wirtschaft ihre Innovationsausgaben um rund 10 Prozent, inzwischen gehen sie rapide zurück. [...] Deshalb werden wir Innovationen konsequent fördern. Deutschland soll ein Land der Ideen werden, in dem Spitzenforscher und Nobelpreisträger Zukunftstechnologien erforschen, in dem wagemutige Unternehmensgründer Premiumprodukte entwickeln und auf den Markt bringen." (Regierungsprogramm 2005-2009).

Pragmatischer sind die Stimmen aus der Wirtschaft, für die stellvertretend Lothar Späth aus seiner Handelsblatt-Kolumne "So seh ich es" zitiert werden soll: "Die Krise Deutschlands kann ohne neue Lösungen nicht nachhaltig beseitigt werden. Mehr noch als Konsolidierung ist jetzt Innovation gefragt. Eine Weisheit, die nicht nur in der Wirtschaft Gültigkeit besitzt, sondern erst recht in der Politik. Wer sich nach vorne bewegen will, kann nicht gleichzeitig die Welt von gestern bewahren.

Joseph Schumpeter hat diese Erkenntnis in den anschaulichen Begriff der "schöpferischen Zerstörung" gemeißelt. Der Wandel der Zeit macht eine Anpassung der Strukturen unumgänglich. Wer

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen