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M&A in China Praxisberichte und Perspektiven

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2012
  • Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch
eBook (ePUB)
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M&A in China

China bietet das größte Potenzial aller Wachstumsregionen. Die angelaufene Konsolidierungswelle wird die nationalen Marktführer und die Champions für den globalen Markt hervorbringen. Unternehmensbeteiligungen und Übernahmen sind das Mittel der Wahl. Wer in China dauerhaft und erfolgreich mitspielen will, sollte sich bald engagieren, denn die Führungspositionen werden jetzt verteilt und die Preise für Unternehmenskäufe in China laufen davon. Doch den hohen Chancen stehen große Hürden gegenüber. M&A in China lokalisiert die Pfade für erfolgreiche Beteiligungen und liefert Handhaben, wie die Hürden zu bewältigen sind. Dazu gibt der Herausgeber Kai Lucks den Experten das Wort. Unternehmensvertreter, Berater und Verbände beschreiben in 42 Autorenbeiträgen die deutsch-chinesische M&A-Praxis. Sie berichten über erfolgreichen Umgang mit den rechtlichen, wirtschaftspolitischen und strukturellen Rahmenbedingungen und geben Einblick in ihre Methoden über den gesamten M&A-Prozess, vom Vorfeld über Transaktion bis zur Integration. Ein Sammelband der Expertise im deutsch-chinesischen M&A-Geschäft. Kai Lucks, Dr.-Ing., ist Head of Group Strategies und M&A-Integration bei der Siemens AG sowie Initiator und Vorsitzender des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions e.V.. Er verfügt über langjährige Erfahrung aus Infrastrukturprojekten im Nahen Osten, Afrika und Asien und verantwortete eine Vielzahl von M&A-Integrationsprojekten im Siemens-Konzern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 12.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899815313
    Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch
    Größe: 5619 kBytes
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M&A in China

Industriepolitischer Rahmen in China
Der China-Code: wie das boomende Reich der Mitte Deutschland verändert

Von Frank Sieren

Epochale Umbrüche haben eine unangenehme Eigenschaft: Sie werden als solche nicht sofort wahrgenommen. Vor allem wir Deutsche neigen dazu, unsere Augen vor möglichen tief greifenden Veränderungen zu schließen: Wir glauben - mit einer gewissen Berechtigung -, dass sich grundlegender Wandel nur langsam vollziehen könne. Warum sollten wir also überstürzt handeln, wenn doch erst nachfolgende Generationen davon betroffen sind? Chinas Aufstieg ist ein Beispiel dafür, dass es von entscheidendem Nachteil sein kann, wenn Veränderungen nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit beobachtet werden und versäumt wird, gegebenenfalls zügig und angemessen darauf zu reagieren - selbst dann, wenn sie sich am anderen Ende der Welt abspielen. Sie sind vergleichbar mit einem in der Ferne grollenden Gewitter, das einen beim Picknick überrascht. Man will nur noch schnell den Hähnchenschenkel aufessen, und schon hagelt es.

China ist die frohe Botschaft für die atemlose Weltwirtschaft. Das riesige Land boomt seit 25 Jahren und hat seit 2004 den höchsten Anteil am Weltproduktionswachstum. Es hat seine internen Probleme unter Kontrolle und belästigt niemanden damit. Die Asienkrise, SARS und die neuen Herausforderungen der Weltwirtschaft meistern seine Führer mit Gelassenheit. Asien ist dadurch stabiler geworden. Selbst als im Frühjahr 2004 die Wirtschaft überzukochen drohte, weil immer mehr sinnlos investiert wurde, griff die chinesische Regierung unverzüglich zu wirksamen Maßnahmen. Und statt über die eigenen Versäumnisse den Mantel des Schweigens zu breiten, wies sie offen und selbstbewusst auf ihre Probleme hin und gab damit den Medien der Welt den Ton vor für die kritischen Berichte. Wie ist das möglich?

Nach westlichem Ermessen sollte die Kombination aus Milliarden Menschen, Korruption, Diktatur und Kapitalismus ein Pulverfass sein, das schon ein Funke zum Explodieren bringt. Auch der Widerspruch von Aufschwung und Unterdrückung erscheint uns unüberwindbar. Doch China fällt nicht in sich zusammen. Im Gegenteil, es wird, wie man nur widerwillig einräumt, jeden Tag stärker.

Von fern hört man das Krachen im globalen Gebälk. Unauffällig, aber beharrlich sind die Chinesen im Begriff, die Statik der Welt zu modifizieren. Dabei entwickeln sie unglaubliche Energien. 1,3 Milliarden Menschen wollen nach oben, und zwar alle gleichzeitig. Jahrzehntelang durften oder konnten sie nicht, gleichzeitig unterstellte der Westen ihnen, sich vor dem Wettbewerb der freien Marktwirtschaft zu drücken. Doch deren Mechanismen haben die Chinesen inzwischen gut verstanden. Geschickt nutzen sie die Kräfte des Kapitalismus für ihre eigenen Zwecke.

"Nur Mut!", haben die Deutschen den Chinesen noch bis vor kurzem zugerufen. Inzwischen ist einem nicht mehr ganz wohl dabei. Wenn man seit über zehn Jahren in China lebt und regelmäßig nach Deutschland fährt, fängt man eher an, sich selbst und den Deutschen Mut zuzusprechen.

Es sieht ganz so aus, als ob der Aufstieg dieses fernen Landes, das sich anschickt, wieder ein Reich der Mitte zu werden, den persönlichen Spielraum der jungen Deutschen nachhaltiger bestimmen wird als alles, was gegenwärtig die Debatten bewegt. Was aus Deutschland wird, entscheidet sich in 8.000 Kilometern Entfernung. Obwohl nur wenige Deutsche je einem Chinesen die Hand geschüttelt haben und kaum jemand den Namen eines noch lebenden berühmten Chinesen kennt, geschweige denn den eines Popstars oder Schriftstellers, ist China uns bereits sehr nahe. Viel weniger unverbindlich, als es zunächst schien, hat China die Globalisierung genutzt, um uns mit einem feinen Geflecht von Abhängigkeiten zu umgeben. Es setzt Weltstandards, denen sich auch Deutschland, die führende Industrienation Europas, nicht mehr entziehen kann. "Wir Deutschen, liebe Kitty, können ein Wirtschaftswunder mac

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