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Management Y Agile, Scrum, Design Thinking & Co.: So gelingt der Wandel zur attraktiven und zukunftsfähigen Organisation von Brandes, Ulf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2014
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
30,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Management Y

Arbeiten wie die neuen Marktführer

Management Y schlägt die Brücke zwischen klassischer Unternehmensorganisation und den Methoden und Ideen, mit denen unkonventionelle Neugründungen der Generation Y heute Weltmärkte erobern. Kunden wirklich verstehen und liefern was gebraucht wird - in einer lebendigen Organisation, die Menschen begeistert? Management Y bringt die neuen Ansätze des partizipativen Managements auf den Punkt. Anhand 24 griffiger, übertragbarer Veränderungsbeispiele ermutigt es Mitarbeiter und Manager, den Wandel hier und jetzt zu beginnen. Denn jedes Unternehmen kann attraktiver und zukunftsfähiger werden!

Ulf Brandes, Pascal Gemmer, Holger Koschek und Lydia Schültken unterstützen veränderungsbereite Entscheider und Unternehmen mit modernen Ansätzen und langjähriger Erfahrung als Führungskräfte, Coaches und Dienstleister in verschiedenen Disziplinen der Produkt- und Organisationsentwicklung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 10.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593424361
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 11631 kBytes
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Management Y

Kunden wirklich verstehen

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Ein Staubsauger ohne Filter, eine Kutsche ohne Pferd, ein Computer mit Bildschirm, ein Computer ohne Tastatur. Unternehmen werden um Produktideen herum geboren, wachsen mit guten Produktideen und verblühen ohne sie. Egal ob materielle Produkte wie Autos, Bücher, Häuser, Buntlacke, Unterhemden und Software oder immaterielle Produkte (Dienstleistungen) wie gewartete Turbinen, gereinigte Hemden oder gut unterhaltene Kinobesucher: Gute Produkte bereitzustellen ist elementare Aufgabe eines jeden Unternehmens, vielleicht sogar dessen ureigener Zweck. Diesen Teil des Buchs eröffnet daher die Frage "Wie (er)findet man gute Produkte?", bevor wir uns den nachgelagerten und übergeordneten Aufgaben eines Unternehmens wie dem Herstellen, Organisieren und Darstellen zuwenden.

Mehr zu diesem Blickwinkel:

management-y.de/verstehen

Zunächst: Die Art und Weise, wie Produkte erfunden werden, hängt sehr eng damit zusammen, wie Produkte produziert und konsumiert werden. Um diesen Zusammenhang zu verstehen, lassen Sie uns einen kurzen Ausflug in vergangene Tage machen.

Schon das Wort Erfinden klingt ja eher nach 19. Jahrhundert, man hört förmlich Dampfmaschinen und Lastkräne und sieht graue Baupläne auf Kohlepapier mit Eselsohren und Kaffeeflecken vor sich. Im 21. Jahrhundert denken wir eher an Erfindungen wie Concept-Cars, schicke Smartphone-App-Oberflächen oder per Sprache bedienbare Uhren. Erfinden heißt heute: Design, Entwicklung, Konzeption. Hat sich lediglich das Vokabular geändert oder steckt mehr dahinter?

Es steckt tatsächlich mehr dahinter. Nennen wir es Industrialisierung. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte hat sich die Art und Weise, wie wir Produkte herstellen, komplett verändert. Verbesserte Verkehrswege, die Nutzung von fossilen Brennstoffen, die maschinelle Herstellung, die Produktstandardisierung und später die Erfindung des Fließbandes führten zu einer radikalen Produktivitätssteigerung. Die Unterversorgung mit Produkten des täglichen Gebrauchs war in den Sechzigerjahren in vielen industrialisierten Ländern bereits Geschichte, in Deutschland sprach man vom Wirtschaftswunder, man kaufte Autos, Fernseher und Waschmaschinen. Und da sich auch der Aufwand für die Herstellung von einem Paar Schuhe von 10 Personentagen auf weniger als 0,1 Personentage reduziert hatte, standen nicht mehr nur noch ein Paar, sondern 5 oder 30 Paar Schuhe im Regal. So galt in den Sechzigern die Maxime, Kunden den Zugang zu all dieser Produktvielfalt zu ermöglichen. Der Vertrieb wurde zum wichtigen Unternehmensbereich, gleichzeitig entstanden flächendeckend Handelsketten und Kaufhäuser.

Bereits in den Siebzigern machen sich aber die ersten Sättigungseffekte bemerkbar. Es stehen genug Schuhe im Regal, der Farbfernseher ist bereits gekauft und es wird für die Hersteller zunehmend schwieriger, Abnehmer für all die Produkte zu finden, die in Massen aus den stetig optimierten Fertigungsstraßen purzeln.

In der Zeit des aufkommenden Verdrängungswettbewerbes wird nun auch das Marketing immer wichtiger. Fernsehwerbung entpuppt sich als wirksames Werkzeug, den Kunden vom Kauf von Spülmittel xy zu überzeugen, das man braucht, wenn die Nachbarin vor Entzücken über das glänzende Geschirr die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen soll. Noch bis in die Nullerjahre hinein erleben wir immer größer werdende Marketingbudgets und immer ausgefeilter und kreativer werdende Marketingkampagnen.

Parallel mit dem zunehmenden Werbeaufwand steigt weiterhin die Produktvielfalt, die sich in den westlichen Industrienationen fast alle zehn Jahre verdoppelt. So stehen heute durchschnittlich e

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