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Mayday aus der Chefetage Warum Manager in Krisen scheitern von Brandt, Paula (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2015
  • Verlag: Ariston
eBook (ePUB)
15,99 €
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Mayday aus der Chefetage

Absturz aus der Macht - wenn es für Manager in der Krise ums Ganze geht Eine Krise im Unternehmen ist der Super-GAU für Manager: ca. 80 Prozent der Führungskräfte werden in Krisenzeiten ausgetauscht. Paula Brandt berichtet aus eigenem Erleben als Spitzen-Consultant, wie Topmanager unter Druck geraten und scheitern - mit dramatischen Folgen. Paula Brandt, die über 18 Jahre lang Vorstände und Geschäftsführer beobachtet und beraten hat, zeigt anhand realer Fallbeispiele, warum die "Menschenfresser" unter den Managern nur kurzfristig Erfolge verzeichnen - Krisen zu bewältigen und dabei menschlich zu bleiben ist die größte Herausforderung für Spitzenmanager. Paula Brandt hat über 18 Jahre lang als Unternehmensberaterin Vorstände und Geschäftsführer beraten. Zu ihren Kunden zählen Großkunden im In- und Ausland aus Dax-Unternehmen, dem Gesundheits-, dem Automobil- und dem Öffentlichen Sektor sowie Banken und Versicherungen. Sie forscht seit 2010 berufsbegleitend zu Topmanagern in Unternehmens- und persönlichen Krisen, gibt Trainings und hält Vorträge zu diesem Thema. Seit 2013 ist sie Geschäftsführerin einer IT-Firma. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 09.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641159214
    Verlag: Ariston
    Größe: 962 kBytes
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Mayday aus der Chefetage

"Ene mene muh und raus bist du"

Eine Unternehmenskrise ist nicht weniger als der Super-GAU für einen Manager. "Ene mene muh und raus bist du": Was dieser alte Kinderreim besagt, hat in Krisenzeiten Konjunktur. Wenn es brenzlig wird, heißt es oft genug "Ciao Baby". Die Fakten: 80 Prozent aller Manager an der Spitze eines Unternehmens werden beim Auftreten einer Krise ausgetauscht. 1 Mit Krise sind hier die existenzbedrohenden Krisen eines Unternehmens gemeint. Der Ausgang dieser Krisen ist offen, das Unternehmen kann in der Pleite enden. Es sind Ausnahmesituationen, die alles vom Topmanager fordern und keinen Stein seines Selbstverständnisses auf dem anderen lassen. Ein typisches Beispiel: Ein Unternehmensbereich eines Konzerns hat über einen längeren Zeitraum Verluste eingefahren. Der Vorstandsvorsitzende beschließt, ihn dichtzumachen, um das gesamte Unternehmen zu erhalten. In der Konsequenz kostet das um die 1000 Arbeitsplätze, leider in einer strukturschwachen Region. Den betroffenen Mitarbeitern kann der Vorstandsvorsitzende das nur schwer vermitteln, Beleg- und Gewerkschaften laufen Sturm. Die Presse berichtet in fetter Aufmachung mit der Negativschlagzeile "Arbeitsplatzvernichtung in großem Stil". Nicht nur das Unternehmen, auch der Vorstandsvorsitzende selbst gerät in den Fokus. Tenor: "Er kennt kein Pardon. Der eiskalte Hund greift durch." Er erhält anonyme Briefe und wird auf einer Anhörung öffentlich beschimpft.

Die Eckpunkte aus diesem Beispiel finden sich in der bekanntesten Definition einer Unternehmenskrise wieder. Sie stammt von Ulrich Krystek, Honorarprofessor an der Technischen Universität Berlin, und wurde schon 1987 formuliert. Ihr zufolge ist in einer Unternehmenskrise das Fortbestehen der gesamten Firma gefährdet, weil Ziele wie die Erreichung einer Mindestrendite beziehungsweise eines Mindestgewinns zur Disposition stehen. Sie läuft ungeplant und ungewollt ab, ist von begrenzter Dauer und nur beschränkt beeinflussbar. Ihr Ausgang insgesamt ist ungewiss. 2

Ist es möglich, erfolgreich durch solch eine Krise zu schippern? Schön wär's. Mehr als die Hälfte aller Manager an der Spitze eines Unternehmens schafft das nicht 3 - mit teilweise dramatischen Konsequenzen. Bei der Krisenbewältigung patzen heißt oft auch persönlich scheitern. Das wirkt sich auf den Menschen aus, aber auch auf den Geldbeutel.

Existenzbedrohende Krisen zu stemmen lässt Manager auch menschlich nicht kalt, selbst wenn es ihnen von außen nicht unbedingt anzumerken ist. Ein Vorstand musste Entlassungen im größeren Stil vornehmen. Er kam damit persönlich nicht klar, weil er die für den einzelnen Mitarbeiter schwerwiegenden Konsequenzen seiner Entscheidung sah. Was es für ihn bedeutete, schilderte er bei einem Abendessen in London: "Jeden Morgen, wenn ich um sechs Uhr aufstehe, muss ich erst einmal kotzen, bevor ich zur Arbeit gehe, weil ich das eigentlich gar nicht machen will." Kaum zu glauben? Sicherlich extrem. 4 Aber daran zeigt sich der ungeheure Druck, der auf einem Vorstand lastet. Dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt, belegen zwei prominente Beispiele aus der Schweiz, die Ende 2013 durch die Presse gingen. Die Freitode der Topmanager Carsten Schloter, damals Swisscom-Chef, und Pierre Wauthier, Finanzvorstand der Zurich-Versicherungen, sind bis heute nicht vollends aufgeklärt, aber sie legen nahe, dass diese Manager in einer tiefen Krise gesteckt haben müssen.

Krisen können sich auch in monetärer Hinsicht als fatal für Manager erweisen. Gerade in kleineren Firmen, wo Unternehmensleiter mit ihrem eigenen Vermögen haften, ist das nicht ungewöhnlich: "Wenn du in Deutschland gehen musst, ist das oft das Aus. Du hast nicht nur den finanziellen Ruin. Auch Ansehen, gesellschaftliche Kontakte, Karriere, alles beendet." Harte Worte. Sie stammen vom Vorstand einer mittelständischen IT -Fir

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