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Mut zahlt sich aus 12 Mutproben fürs Business von Verweyen, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2013
  • Verlag: GABAL
eBook (ePUB)
25,99 €
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Mut zahlt sich aus

'Business as usual' mit dem Prädikat 'besonders mutlos' - so geht es heute in vielen Unternehmen zu. Statt Mut grassiert Angst. Angst vor Zurückweisung, Angst vor Fehlern. Grund für Alexander Verweyen ein Plädoyer und eine praktische Anleitung für mehr Mut im Business zu schreiben. Nicht abstrakt und theoretisch, sondern ganz konkret und praxisbezogen auf zwölf wichtigen Handlungsfeldern im Business: Akquisition, Kundenpflege, Führung, Teams, Motivation, Sales, Verhandlung, Kommunikation, Präsentation, Wachstum, Krisenmanagement und Change. Lassen Sie sich inspirieren von den Beispielen des Autors, in denen Mut gefragt war und sich ausgezahlt hat. Lernen Sie bewährte und originelle Tools kennen, die helfen, Grenzen des Möglichen zu verschieben und auf Dauer bessere Ergebnisse zu erzielen. Denn durch Mutproben sind wir schon als Kinder innerlich gewachsen. Als Erwachsenen können wir das auch! Das Buch enthält überdies ein kleines Spiel für den Leser: Am Ende jedes Kapitels wird er jeweils zu einer Mutprobe herausgefordert. Wenn er alle 12 Mutproben besteht, erhält er vom Autor ein kleines Geschenk und ein persönliches Mut-Zertifikat.

Alexander Verweyen (München) ist Dipl. Betriebswirt, Unternehmer, Strategieberater und Buchautor. Als Geschäftsführer eines Consultingunternehmens unterstützt er vor allem Kunden im Premium-Segment bei der Steigerung ihrer Performance und Veränderungsprozessen. Sein Credo: 'Trau dich! Nur wo Führungskräfte und Mitarbeiter den Mut haben, als Menschen entscheidend über sich hinauszuwachsen, kann sich ein Unternehmen auf Dauer im Wettbewerb unterscheiden.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 18.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862009787
    Verlag: GABAL
    Größe: 4983 kBytes
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Mut zahlt sich aus

Fokus:
Akquisition
ERSTE MUTPROBE

Kunden smarter gewinnen

Warum zerschneidet eine Schweizer Bank ihre Geldscheine? Wann rufen potenzielle Kunden ganz von alleine an? Woher kommt die Angst vor dem Erstkontakt? Weshalb ist es wichtiger, Kunden zuzuhören, als über Produktmerkmale zu reden? Wann ist es Zeit, einen potenziellen Kunden in Ruhe zu lassen? Erwarten Sie Antworten. Und machen Sie sich bereit für die erste Mutprobe.

Skandal in der Bahnhofstraße

Der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats war empört. Wenn hier, bei einer der traditionsreichen Banken in der Zürcher Bahnhofstraße, jemand im Gesicht rot anlief und die Stimme hob, musste es schlimm sein. Für den Chefaufseher war gerade eine Welt zusammengebrochen. In der rechten Hand hielt er das Beweisstück und präsentierte es einem Mitarbeiter. Es war die abgeschnittene Hälfte eines 10-Franken-Scheins. Unglaublich: Angestellte seiner eigenen Bank hatten den Geldschein durchtrennt und zur Hälfte an einen potenziellen Kunden geschickt. Dem Anspruch des Hauses gemäß wurde zentriert und fein säuberlich mit der Maschine geschnitten. Ein Skandal war es trotzdem. "Stellen Sie diese Aktion umgehend ein", forderte der Verwaltungsbeirat. "Wir als Bank können doch kein Geld zerschneiden!"

Noch beeindruckt von den deutlichen Worten seines Oberaufsehers meldete sich der Bankmitarbeiter bei mir. Er war Berater im gehobenen Privatkundengeschäft und sollte neue Kunden akquirieren. Ich war sein Trainer und wollte ihm dabei helfen. Und ich gebe zu: Von der Aktion mit den zerschnittenen Geldscheinen hatte ich ihm abgeraten. "Das gibt Ärger", lautete meine Prophezeiung. Aber der Banker hatte es trotzdem gemacht. Jetzt, wo die Bombe geplatzt war, konnte ich mir ein Grinsen kaum verkneifen. "Verdammt, der Mann hat Mut bewiesen", dachte ich. Er würde jetzt entweder seinen Job verlieren - oder man würde in dieser konservativen Bank noch nach Jahren von ihm sprechen. Oder beides.

Ich blätterte in meinen Unterlagen, bis ich die Dokumentation seiner Aktion fand. Zehn vermögenden Schweizer Privatleuten hatte er jeweils einen Brief geschickt. Im Kuvert befand sich jedes Mal ein halber 10-Franken-Schein. Und auf dem schweren Briefpapier der Bank hatte er handschriftlich mit Tinte geschrieben:

"Geld halbiert man nicht. Geld vermehrt man.
Wenn Sie die zweite Hälfte des Geldscheins haben möchten, rufen Sie mich an."

100 Prozent Response-Quote mit einem Mailing

Von den zehn vermögenden Privatleuten riefen daraufhin zehn bei ihm an. Eine Response-Quote von 100 Prozent. Allerdings riefen sie nur an, um sich zu beschweren und über diese Aktion aufzuregen. Aber das war dem Bankberater egal. Sein Ziel war es gewesen, mit potenziellen Privatkunden ins Gespräch zu kommen. Und das, ohne diese selbst anrufen zu müssen, was bekanntermaßen verboten ist. Dieses Ziel hatte der Banker beim ersten Versuch zu 100 Prozent erreicht. Leider war im weiteren Verlauf der Aktion einer der Briefe an einen guten Bekannten des Verwaltungsratsvorsitzenden gegangen. Und dieser potenzielle Kunde hatte sich dann nicht bei dem Bankberater, sondern direkt bei dessen Chefaufseher beschwert.

Ich überlegte kurz, was ich dem verunsicherten Banker jetzt raten sollte. "Wie erfolgreich sind Sie mit der Aktion?", fragte ich ihn. Inzwischen hatte der Mann an hundert weitere Adressen jeweils einen halben Geldschein geschickt. Auch von so vielen Adressen innerhalb kurzer Zeit hatte ich ihm abgeraten. Und auch hier hatte der Berater nicht auf seinen Trainer gehört. Jetzt berichtete er von 30 bis 40 Prozent Erfolgsquote. Er kam mit potenziellen Kunden ins Gespräch. Und die ersten darunter waren auf dem besten Weg, ihm ihr Geld anzuvertrauen.

http.//en.wikipedia.org/wiki/File:Euler-10_Swiss_Franc_

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