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Organisationale Identifikation als Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung Eine wissenschaftliche Analyse mit Ansatzpunkten für das Management von Böhm, Stephan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.05.2008
  • Verlag: Gabler
eBook (PDF)
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Organisationale Identifikation als Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung

Stephan Böhm entwickelt und überprüft ein Ursache-Wirkungs-Modell der kollektiven organisationalen Identifikation. Er zeigt auf, wie Vorgesetzte eine nachhaltige Identität erzeugen können, die die Identifikation und das Commitment ihrer Mitarbeiter stärkt, während die Kündigungsabsicht verringert wird.

Dr. Stephan Böhm war Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Heike Bruch am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz. Inzwischen ist er dort als Habilitand und Projektleiter tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 294
    Erscheinungsdatum: 07.05.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834996817
    Verlag: Gabler
    Größe: 1657 kBytes
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Organisationale Identifikation als Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung

1 Organisationale Identifikation als zentrales Konzept für Wissenschaft und Praxis (S. 1)

1.1 Organisationale Identifikation - Forschungstrend und unternehmerische Notwendigkeit

Die Beziehung zu und die Identifikation mit verschiedenen Organisationen spielt eine zentrale Rolle im Leben jedes Menschen - "Organizations pervade everyday life" (House, Rousseau, &, Thomas-Hunt, 1995, S. 109, Van Dick, 2004a, b). So werden die meisten Menschen in bestimmten Krankenhäusern geboren, sie besuchen unterschiedliche Kindergärten und Schulen, durchlaufen mitunter universitäre Ausbildungen und arbeiten schliesslich in Unternehmen, denen sie oftmals lange Zeit angehören.

Daneben sind sie vielfach Mitglieder in Sportvereinen, Clubs, Interessenverbänden oder Parteien. All diese Institutionen haben gemein, dass sie Organisationen darstellen. Organisationen, denen die Individuen zu verschiedenen Zeitpunkten angehören und mit denen sie sich in vielen Fällen intensiv und oftmals lebenslang identifizieren. Nicht selten nehmen Menschen beachtliche Anstrengungen auf sich, um etwas für eine Organisation zu leisten, mit welcher sie sich in dieser Art verbunden fühlen (Ashforth &, Mael, 1989, Pratt, 1998).

Die folgende Arbeit geht der Frage nach, wie eine solche nachhaltige Verbindung mit einer Organisation entstehen kann, welcher Natur sie ist und wie sie sich auf die Organisation und das Individuum auswirkt. Dabei sollen wissenschaftliche und praktische Aspekte gleichermassen Beachtung finden, weshalb auch die aktive Stärkung und Nutzung von organisationaler Identifikation und Identität schwerpunktmässig thematisiert werden. Da es sich bei der Dissertation um eine betriebswirtschaftliche Arbeit handelt, sollen Organisationen zudem primär als Unternehmen verstanden werden.

Das Konzept der organisationalen Identifikation hat sich in den letzten Jahren zu einem vielbeachteten Forschungsthema entwickelt (Epitropaki &, Martin, 2005, Kreiner &, Ashforth, 2004, Pratt, 1998). Immer mehr Wissenschaftler gehen der Frage nach, warum und auf welche Weise sich Individuen identifizieren, d.h. eine Form von "Zugehörigkeit" oder gar "Einheit" mit einer Organisation empfinden, welcher sie angehören und deren "Erfolge und Fehlschläge sie als die eigenen empfinden" (Ashforth &, Mael, 1989, S. 21, Übersetzung des Autors).

Das wachsende Interesse zeigt sich an einer ständig zunehmenden Zahl an publizierten Artikeln, Büchern und Herausgeberbänden sowie Sonderausgaben von namhaften wissenschaftlichen Zeitschriften, wie z.B. Academy of Management Review (Albert, Ashforth, &, Dutton, 2000), Group Processes and Intergroup Relations (Van Knippenberg &, Hogg, 2002) sowie Journal of Organizational Behavior (Van Dick, Becker, &, Meyer, 2006). Heute stellt das Konzept der organisationalen Identifikation eine zentrale Variable in der Organisationsforschung dar (Kreiner &, Ashforth, 2004, Pratt, 1998, Rousseau, 1998).

Diese Bedeutungszunahme begründet sich durch den in zahlreichen Studien belegten Einfluss der organisationalen Identifikation auf verschiedene erwünschte Verhaltensweisen sowie förderliche emotionale und kognitive Zustände von Individuen und ganzen Organisationseinheiten. So konnte u.a. gezeigt werden, dass Identifikation einen positiven Einfluss auf Arbeitsleistung und kooperatives Verhalten hat, während es negativ mit Fluktuation korreliert (Bhattacharya, Rao, &, Glynn, 1995, Kreiner &, Ashforth, 2004, Mael &, Ashforth, 1995, Van Knippenberg, 2000).

Ferner wurde nachgewiesen, dass organisationale Identifikation Mitarbeiter darin unterstützt, einen Sinn in ihrer Arbeit zu sehen und diese als angenehm und erfüllend wahrzunehmen (Ashforth, 2001, Kreiner &, Ashforth, 2004).

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