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Psychische Belastungen am Arbeitsplatz vermeiden Burnoutprävention und Förderung von Resilienz in Unternehmen von Scharnhorst, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.11.2019
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (ePUB)
35,99 €
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Psychische Belastungen am Arbeitsplatz vermeiden

Wenn Mitarbeiter unter psychischen Belastungen leiden, steht auch der Arbeitgeber in der Verantwortung. Doch wie erkennt man Gefährdungen und trifft die richtigen Entscheidungen im Umgang mit den Betroffenen? Die Diplom-Psychologin Julia Scharnhorst stellt in diesem Buch Präventionsmaßnahmen gegen Burnout und Stress vor. Sie zeigt, welche Voraussetzungen Sie schaffen sollten, um die Resilienz Ihrer Mitarbeiter zu fördern und zu einer Work-Life-Balance zu finden. Dabei geht sie auch auf die rechtlichen Aspekte von Burnout ein. Inhalte: - Wie man psychische Belastungen erkennt - Ursachen, Gefahr und Häufigkeit von Burnout - Strategien zur Burnout-Prävention und -Behandlung - Das Gegenteil von Burnout: Boreout - Biegen statt brechen - Förderung der Resilienz - Tipps zum Umgang mit Arbeitsunfähigkeit - Aspekte der gesundheitsförderlichen Pausengestaltung - Aktuelle Zahlen zu psychischen Erkrankungen in Unternehmen - Informationen zu Fortbildungsangeboten und wichtige Adressen Julia Scharnhorst ist Diplom-Psychologin und approbierte psychologische Psychotherapeutin. Als Inhaberin der Unternehmensberatung 'Health Professional Plus' unterstützt sie Vorhaben zur gesundheitsförderlichen Führung und Organisation und zur besseren Umsetzung von Change-Management-Projekten. Julia Scharnhorst ist außerdem Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg und Leiterin der Fachgruppe Gesundheitspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 21.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648134481
    Verlag: Haufe Verlag
    Größe: 3202 kBytes
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Psychische Belastungen am Arbeitsplatz vermeiden

2 Wie Sie psychische Belastungen erkennen

Zusammenfassung

In diesem Kapitel geht es darum, wie Sie erkennen können, wann einzelne Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter oder sogar ganze Bereiche bei der Arbeit überfordert sind und möglicherweise gesundheitliche Störungen erleiden können. Das macht Sie als Führungskraft oder Mitarbeiter einer Personalabteilung nicht zu einem Diagnostiker, der einstuft, ab wann bestimmte Verhaltensweisen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als "krank" oder "gestört" gelten. Dafür gibt es Fachleute, die sowohl für die Diagnose als auch für die Therapie zuständig sind. Es soll aber Ihren Blick für die möglichen Anzeichen und Warnsignale für Überlastungen schärfen.
2.1 Wie erkenne ich psychische Belastungen bei mir selbst?

Bevor Sie sich in Ihrer Rolle als Vorgesetzter oder als Personalmanager daran machen, die psychische Belastung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu prüfen, halten Sie doch noch einmal kurz inne. Könnten Sie selbst vielleicht auch betroffen sein? Fühlen Sie sich dauerhaft überfordert und gestresst? Halten Sie sich für Burnout-gefährdet?

Die Betroffenen erkennen häufig nicht, dass sie gerade dabei sind, in die Überforderung abzugleiten. Je mehr Arbeit und Anforderungen auf sie zukommen, umso mehr verstärken sie ihre Anstrengungen. Das führt dazu, dass man nicht mehr nach innen horcht und auf sein eigenes Befinden achtet. So werden nach und nach die eigenen Belastungsgrenzen immer häufiger überschritten. Und da anscheinend die Belastungen alle bewältigt werden, kommt häufig noch mehr Arbeit dazu. Ein Teufelskreis beginnt.

Abb. 2.1: Die Burnout-Spirale

Weil die eigene Wahrnehmung beeinträchtigt sein kann - es entsteht ein Tunnelblick, nur noch die Arbeit zählt -, sollten Sie auf Hinweise von Familie, Freunden oder Kollegen achten. Von außen sind die Veränderungen häufig besser und früher erkennbar. Wenn Sie Vorwürfe von Ihrer Familie bekommen, weil Sie immer mehr und länger arbeiten und auch am Wochenende keine Zeit mehr haben, sollten Sie das sehr ernst nehmen! Auch entsprechende Hinweise von Kollegen, die Sie gut kennen, sollten Sie aufhorchen lassen.
Tipp

Achten Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers!

Wenn Sie mehrfach Bemerkungen über Ihr schlechteres Aussehen, Ihr Verhalten oder Ihre Arbeitsbelastung und -zeiten hören, sollten Sie sich am Wochenende einmal die Zeit nehmen, in Ruhe in sich hineinzuhorchen. Achten Sie auf Ihr körperliches Befinden: Haben Sie sich in letzter Zeit schlechter gefühlt? Fühlen Sie sich matt, erschöpft und ausgelaugt? Hatten Sie häufiger Infekte? Oder Schmerzen? Fragen Sie sich auch, wie es Ihnen psychisch geht: Sind Sie häufiger lustlos und unmotiviert? Oder reagieren Sie zunehmend gereizt? Vielleicht verlieren Sie auch langsam die Hoffnung und verzweifeln an Ihrer Arbeitslast? Haben Sie keine

Lust mehr auf Ihre Hobbys, auf Unternehmungen mit Familie oder Freunden? Wenn Ihre Work-Life-Balance schon über mehrere Wochen massiv gestört ist, sollten Sie in Ruhe überdenken, wie Sie Ihre Arbeitslast reduzieren und Kraftquellen wieder nützen können. Besprechen Sie Ihre Überlegungen und Pläne auch mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner.
Die ersten Anzeichen

Die ersten Anzeichen dafür, dass die Energie nicht mehr für die Belastungen ausreicht, sind eine schnellere Erschöpfung und eine langsamere Erholung. Während also "gefühlt" der Arbeitstag immer länger wird, erscheint die Erholungszeit am Feierabend, am Wochenende oder sogar im Urlaub immer zu kurz. Dies führt auf Dauer natürlich zu einem Ungleichgewicht im Energiehaushalt. Die Folge ist, dass auch einfache Aufgaben und Anforderungen vi

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