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Regionalmarketing - Kommunikationsplattform Standortbilanz von Becker, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Regionalmarketing - Kommunikationsplattform Standortbilanz

Es ist ein schwieriges Unterfangen, einen Standort mit allen Facetten und Dimensionen seiner Einflussfaktoren möglichst wirklichkeitsnah abbilden zu wollen. Zu komplex sind manche der Standortfaktoren, zu wenig transparent sind manche dynamische Wirkungsbeziehungen untereinander und zu vieles spielt sich unter der Oberfläche oder hinter den Fassaden des Standortes ab. Moderation und Kostensenkung der Planungsverfahren: insbesondere in Planungs- und Entscheidungsprozessen mit vielen Beteiligten, die zudem meist auf einer unterschiedlichen Informationsbasis verschiedene Interessen vertreten, könnte ein wichtiges Projekt nur zu leicht durch subjektive Einschätzungen behindert werden, die sich nicht verifizieren lassen: meist fehlt es nicht unbedingt an Wissen, sondern an Informationsaustausch. Über eine Standortbilanz können sich Akteure über die gemeinsame Kommunikationsplattform austauschen, verständigen und abstimmen.

Diplomkaufmann Jörg Becker, Managementerfahrungen u.a.: IKT-Wirtschaft, Internationale Consultingfirmen, Wissensintensive Unternehmen, Softwaremarketing. Managementinformation, Projektmanagement, Führungsseminare. SpG: Personalbilanz, Wissensmanagement, Startup-Betriebswirtschaft, Erfolgsplanung, Standortbilanz, Wirtschaftsförderung, Clustermanagement, Regionalmarketing. Verfasser: Reihe Standortbilanz-Lesebogen sowie Personalbilanz-Lesebogen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 154
    Erscheinungsdatum: 26.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739248066
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1774kBytes
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Regionalmarketing - Kommunikationsplattform Standortbilanz

Leitlinien des Standortes im globalen Geschehen

Erfolgskritischer Umgang mit "weichen" Ressourcen des Standortkapitals: der Standort unterliegt einem dynamischen Wandel und Anpassungsdruck: insbesondere der richtige Umgang mit dem Standortkapital als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. D.h.: die vorhandenen Ressourcen müssen auf den Ausbau und die Weiterentwicklung des Standortes optimiert werden. Gegenüber dem Management klassischer Produktionsfaktoren hat das Management der Standortfaktoren (auch der "weichen Standortfaktoren" wie Image als Wirtschaftsstandort, Image als Wohnstandort, Umwelt, Lebensqualität und Sicherheit, unternehmensfreundliche und flexible Verwaltung) seine Zukunft noch vor sich. Im harten Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen genügt potentiellen Investoren der Verweis auf die Prosperität, hervorragende Infrastruktur und geografische Lage nicht mehr. Es geht um die Lösung der Fragen: wie kann der Standort mit der Dynamik des ihn umgebenden Umfeldes mithalten? aus welchen individuellen und kollektiven Standortfaktoren setzt sich das Kapital des Standortes zusammen, auf das er bei der Lösung seiner Aufgaben zurückgreifen kann? sind die notwendigen Fähigkeiten vorhanden, um das vorhandene Potential produktiv nutzen zu können? wie kann man die vorhandenen Erfolgsfaktoren des Standortes am bündeln und konzentrieren? Die Wirtschaftsförderung braucht daher neue Impulse, um in ihrem Bereich die Zukunft von Arbeitsplätzen zu sichern.

Für Kommunen hat sich die Wettbewerbssituation weiter verschärft, für Unternehmen ist die Gewerbesteuer vielfach zur wichtigsten Steuer geworden. Es hat ein Wettlauf der Standorte ("Gewerbesteuer-Kannibalismus") um Gewerbesteuerzahler begonnen (wenn ein Unternehmen mehrere Standorte hat, werden die betroffenen Kommunen entsprechend ihrem Beschäftigten-Anteil beteiligt). Dabei versuchen Standorte, sich gegenseitig Unternehmen abspenstig zu machen. Während der Steuerwettbewerb auf internationaler Ebene offen ausgetragen wird, verläuft dieser auf kommunaler Ebene auf einer niedrigeren Wahrnehmungsebene. Die Gewerbesteuer hat in ihrer relativen Bedeutung zugenommen und kann indirekt dazu beitragen, dass sich der Standortwettbewerb um Ansiedlung von Unternehmen zwischen den Kommunen weiter verschärft. Es soll daher ein Konzept entwickelt werden, das beschreibt/ vorgibt, wie sich der Standort anhand der ihn aus-/kennzeichnenden (immateriellen) Faktoren im Wettbewerb/ Markt, gegenüber Investoren/ Standortinteressenten sowie gegenüber anderen Standorten (in der Nähe, aber im Rahmen einer sich globalisierenden Wirtschaft auch in der Ferne) positionieren will. Dabei geht es um die Feststellung der für den Standort relevanten Geschäftsprozesse, Erfolgsfaktoren. Es muss untersucht und transparent gemacht werden, wie gut der Standort tatsächlich aufgestellt ist und wo sich möglicherweise noch zusätzliche Profilierungs- und Zukunftschancen verbergen.

Es geht um das am Standort vorhandene Strukturkapital sowie das Humankapital und Beziehungskapital. Das hierzu definierte Paket von ca. 25 Einflussfaktoren kann an die nachfolgenden Bearbeitungsschritte Bewertung, Messung, Wirkungsbeziehungen, Auswertung weitergeleitet werden. Hat man die wesentlichen Standortfaktoren vergleichbar zu der Bilanzanalyse eines Unternehmens strukturiert, ist eine Grundlage geschaffen, um diese Komponenten der wirtschaftlichen Standortentwicklung auch für Dritte nachprüfbar bewerten und messen zu können. Weiter können Wirkungszusammenhänge zwischen einzelnen Bilanzpositionen beschrieben und hinsichtlich ihrer Wirkungsstärke analysiert werden. Eine Aufgabe der Standortbilanz besteht u.a. darin, dazu beizutragen, den Einfluss von "weichen" Faktoren auf die Standortentwicklung als Hebelkraft zu nutzen. Gerade über immaterielle Vermögenswerte liegen oft nur wenige oder keine verlässliche Daten vor. Deshalb müsse

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