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Risikomanagement von Wolke, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2009
  • Verlag: De Gruyter Oldenbourg
eBook (PDF)
32,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Risikomanagement

Im diesem Buch bildet das Value-at-Risk-Konzept einen Schwerpunkt der Fokus wird aber nicht nur auf Finanzmarktrisiken gerichtet. Risiko - ist das überhaupt objektiv? Mittelständische Unternehmen und Großkonzerne sind heute gleichermaßen vielfältigen betriebswirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Wollen sie nicht in eine Krise geraten, müssen sie ein effektives Risikomanagement betreiben. Waren früher die Verfahren der Risikomessung eher qualitativ und intuitiv, gewinnen heute mehr denn je objektiv nachvollziehbare Verfahren an Bedeutung - unabhängig von der subjektiven Risikoeinschätzung des Managers. Und wie konkret ist Risiko eigentlich? In diesem Buch stellt Thomas Wolke das Thema systematisch dar und geht sowohl detailliert als auch konkret auf die Problemfelder des Risikomanagements ein. Genauer beleuchtet werden beispielsweise neue Verfahren der Risikomessung und -analyse sowie die Risikosteuerung. Daneben wird auf die vielfältigen finanz- und leistungswirtschaftlichen Risiken eingegangen, denen Unternehmen heute ausgesetzt sind. Abschließend stellt der Autor auch das Risikocontrolling genauer dar und führt die gewonnen Erkenntnisse in einer praxisnahen Fallstudie zusammen. Zur Neuauflage: Die umfangreichsten Überarbeitungen und inhaltlichen Ergänzungen wurden im 2. Kapitel zur Risikomessung vorgenommen. Bei der Herleitung der Volatilität wurde auch die mittlere absolute Abweichung als eine mögliche Alternative zur Volatilität dargestellt. Der besonderen Bedeutung von Korrelationen wurde Rechnung getragen und umfangreiche Beispiele eingefügt, um die Wirkungsweise von Korrelationen anhand von geeigneten Grafiken besser verdeutlichen zu können. Die historische Simulation findet in Theorie und Praxis eine relativ weite Verbreitung. Daher wurde auch ein umfangreiches Beispiel für die historische Simulation aufgenommen, um daran die Eigenschaften und Vorgehensweisen für die unterschiedlichen Berechnungsarten des Value at Risk zu verdeutlichen. Schließlich sind die Lower Partial Moments um eine aussagekräftigere Kennzahl erweitert worden, die ebenfalls an einem Beispiel verdeutlicht wird. Das Buch richtet sich an Bachelor- und Masterstudenten mit Schwerpunkt Finance & Accounting wie auch an Anwender, die mit dem Risikomanagement in irgendeiner Form in Berührung kommen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 01.01.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783486592542
    Verlag: De Gruyter Oldenbourg
    Größe: 3401kBytes
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Risikomanagement

1 Grundlagen (S. 1-2)

Die Bedeutung des betriebswirtschaftlichen Risikomanagements zu betonen ist in Anbetracht der täglichen Informationen über Unternehmensinsolvenzen und anderen Krisen nicht nötig. Bei dieser Berichterstattung über Risiken werden häufig zentrale Begriffe unterschiedlich interpretiert und verwendet. Zunächst werden daher in diesem Abschnitt die Grundbegriffe erläutert und abgegrenzt. Es folgt ein Überblick über die verschiedenen Risikoarten und eine prozessorientierte Darstellung des Risikomanagements. Die Risikoidentifikation und ein Überblick über die verschiedenen Risikoarten runden die Grundlagen des Risikomanagements ab. Zum Abschluss wird noch ein kleiner zusammengefasster Abriss der Geschichte des Risikomanagements vorgenommen, um vergangene und mögliche zukünftige Entwicklungen des Risikomanagements besser einordnen zu können.

1.1 Der Risikobegriff und Gründe für ein Risikomanagement

In der betriebswirtschaftlichen Literatur wird keine einheitliche Definition des Risikobegriffes verwendet. Das Wort Risiko leitet sich vom frühitalienischen risicare ab, das wagen bedeutet. Eine aktuell relativ häufig benutzte Definition von Risiko stellt jedoch auf einen möglichen Schaden bzw. den potentiellen Verlust einer Vermögensposition ab, ohne dabei mögliche Gewinne gegenüber zu stellen. Insbesondere die Vernachlässigung möglicher Gewinne ist wichtig, da in weiterführenden Konzepten, wie z. B. dem RoRaC-Konzept die Messung des Ertrages getrennt und unabhängig von der Risikomessung erfolgt. Zwischen Risiko und Ertrag muss scharf unterschieden werden, da sonst möglicherweise ein und derselbe Gewinn mehrfach berücksichtigt wird, was zu unschlüssigen Ergebnissen führen könnte. In der betriebswirtschaftlichen Entscheidungstheorie stellt der Risikobegriff auf die Kenntnis von Wahrscheinlichkeiten bzw. Wahrscheinlichkeitsverteilungen bezüglich zukünftiger unsicherer Ereignisse ab. Auf diese Differenzierung wird im Folgenden aus Vereinfachungsgründen zunächst verzichtet.

Unter Risikomanagement wird die Messung und Steuerung aller betriebswirtschaftlichen Risiken unternehmensweit verstanden. Insbesondere die Berücksichtigung von Verbundeffekten zwischen unterschiedlichen Risiken, also z. B. die so genannten Diversifikationseffekte stellt einen wichtigen Unterschied zwischen der Betrachtung eines einzelnen Risikos und dem Zusammenwirken mehrerer Risiken dar.

Der in Praxis und Theorie in diesem Zusammenhang häufig verwendete Begriff des Risikocontrolling wird zum Risikomanagement inhaltlich unterschiedlich abgegrenzt. In den weiteren Ausführungen wird das Risiko-Controlling als Bestandteil des Risikomanagements angesehen, welches die Unternehmensführung bei der Planung und Steuerung von Unternehmensrisiken unterstützt. Das Risiko-Controlling erfüllt aus dieser Sichtweise stärker organisatorische und überwachende Funktionen während dagegen im Risikomanagement die konkrete Durchführung von Maßnahmen zur Risikomessung und Risikosteuerung im Mittelpunkt stehen. Das Risiko-Controlling stellt einen Teilabschnitt in der prozessorientierten Darstellung des Risikomanagements dar (siehe dazu auch Abschnitt 1.2). Die Gründe für ein Risikomanagement sind vielschichtig und komplex. Da die Ursachen für das Betreiben eines Risikomanagements Auswirkungen auf Art und Weise der Ausgestaltung eines Risikomanagements haben, werden die Gründe im Überblick dargestellt und erläutert. Zu diesem Zweck werden die Gründe in folgende Kategorien eingeteilt:

- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Volkswirtschaftliche Ursachen
- Technologischer Fortschritt

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