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Wertorientiertes Management Werterhaltung - Wertsteuerung - Wertsteigerung ganzheitlich gestalten

  • Erscheinungsdatum: 23.02.2006
  • Verlag: Springer-Verlag
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Wertorientiertes Management

Das Buch integriert wertorientiertes Management aus unternehmensbezogener und damit betriebswirtschaftlicher, aber auch aus gesamtwirtschaftlicher und somit volkswirtschaftlicher Sicht. Die Basis bildet ein ganzheitliches Konzept, das Dresdner Modell des wertorientierten Managements. Es umfasst die vier Perspektiven der Balanced Score Card: Mitarbeiter und Innovation, Prozesse und Marktleistungen, Kunden und Markterfolg sowie Finanzergebnisse und damit Unternehmenserfolg.

Neben controlling-orientierten Ansätzen werden auch strategische Themen und 'weiche' Faktoren des wertorientierten Managements wie Mitarbeiterbelange behandelt. Die Autoren sind aus der Unternehmenspraxis und Politik sowie aus der Wissenschaft.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 674
    Erscheinungsdatum: 23.02.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783540309796
    Verlag: Springer-Verlag
    Größe: 9062 kBytes
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Wertorientiertes Management

Wertorientiertes Management bei der Stinnes AG (S. 637-638)

1 Einleitung

Das wertorientierte Steuerungskonzept der Stinnes AG bildet seit Anfang der neunziger Jahre die Grundlage einer wertorientierten Unternehmensführung. 1992 wurden erstmals auf Holdingebene Wertkennzahlen ermittelt und analysiert und in den Folgejahren auf die einzelnen Konzerngesellschaften ausgedehnt.

Auch in der Zeit nach der Akquisition des Unternehmens durch die Deutsche Bahn AG im Jahr 2003 bilden Wertschaffungskonzepte in einzelnen Geschäftsbereichen wichtige Eckpfeiler der Unternehmenssteuerung. Das wertorientierte Management bei Stinnes in der neuen Struktur muss dabei neuen Herausforderungen gerecht werden. Durch die Zusammenführung des kapitalintensiven Schienengüterverkehrs einerseits und "asset-light" Aktivitäten, wie zum Beispiel Luft- und Seeverkehren zu einem Konzern mussten vielmehr aussagekräftige Kennzahlen eingesetzt werden, mit denen die Wertentwicklung dieser unterschiedlichen Geschäfte transparent abgebildet werden können. Darüber hinaus muss dieses Wertmanagement-System auch mit der Kennzahlensystematik des neuen Eigentümers, der Deutschen Bahn AG, korrespondieren.

Um transparent darzustellen, dass es sich bei dem neuen Wertmanagementsystem um mehr als eine bloße Zusammenstellung von Kennzahlen handelt, wird zunächst die neue Struktur der Stinnes AG abgebildet. Die anschließende theoretische Darstellung des Gesamtkonzepts des wertorientierten Managements bei Stinnes umfasst auch eine kurze Darstellung der verwendeten Kennzahlen. Abschließend wird gezeigt, mit welchen operativen Treibern das Konzept der wertorientierten Unternehmensführung auf der Arbeitsebene in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern verankert wird.

2 Geschäftsentwicklung der Stinnes AG

2.1 Kurzer chronologischer Überblick

1808 bis 2004: Die Erfolgsgeschichte von Stinnes

Transport und Logistik standen am Beginn des Unternehmens, das 1808 in Mülheim an der Ruhr von Mathias Stinnes gegründet wurde. Schon um 1820 hat sich die Stinnes-Flotte auch auf dem Rhein mit Liniendiensten etabliert und umfasst über 60 Schiffe. 1844 nimmt Stinnes den ersten funktionstüchtigen Dampfschlepper auf dem Rhein in Betrieb. Bei seinem Tod ist er der größte Reeder zwischen Koblenz und Amsterdam.

Darüber hinaus besitzt er vier Kohlenzechen und 36 Zechenbeteiligungen. 1892 macht sich Hugo Stinnes, Enkel des Unternehmensgründers, mit 22 Jahren selbstständig und baut unter seinem Namen neben den Stinnes-Betrieben ein eigenes Unternehmen für Kohlenhandel und Schifffahrt auf. Daneben ist er technischer Leiter der Stinnes Bergbaubetriebe, die zu der Zeit jährlich über eine Million Tonnen Kohle produzierten. Unter seiner Führung wird Stinnes mit mehr als 1600 Firmen zu einem der größten Konzerne Deutschlands. Nach dem frühen Tod von Hugo Stinnes kann sein Sohn Hugo Stinnes jr. das Unternehmen mit über 600.000 Mitarbeitern nicht zusammenhalten.

Stinnes gerät 1924 in Liquiditätsprobleme. Teile des Unternehmens werden durch Banken veräußert. Hugo Stinnes jr. bringt große Teile des verbliebenen Vermögens in die neu gegründete Hugo Stinnes Corporation in New York ein. Mit dem Eintritt der USA in den II. Weltkrieg wird der Familienanteil am Vermögen der Hugo Stinnes Corporation als Feindvermögen beschlagnahmt. Nach dem Krieg werden die Vermögenswerte der Hugo Stinnes Corporation 1961 auf die neugegründete Hugo Stinnes AG übertragen und diese zu 95% von der damals bundeseigenen V

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