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Wrong Turn - Warum Führungskräfte in komplexen Situationen versagen Warum Führungskräfte in komplexen Situationen versagen von Vollmer, Lars (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2014
  • Verlag: OrellFüssli
eBook (ePUB)
15,99 €
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Wrong Turn - Warum Führungskräfte in komplexen Situationen versagen

Lars Vollmer weiß, dass viele Führungskräfte sich auf Modelle aus dem Studium oder der Business-School verlassen. Diese Modelle können aber mit den immer komplexer werdenden Prozessen in Wirtschaft und Gesellschaft nicht mithalten. Anhand spannender Beispiele macht er das typische Fehlverhalten vieler Manager deutlich und zeigt, warum wir unsere lineare Denkweise zugunsten komplexer Herangehensweisen aufgeben müssen. Es geht darum, zu lernen, in unvorhersehbaren, chaotischen Systemen zu agieren. Dafür liefert der Autor uns die Denkmodelle. 'Wrong Turn ist sensationell. Was zunächst als humorvolle Managerunterhaltung beginnt, endet als harte Nuß für Führungskräfte. Wie diese zu knacken ist, beschreibt der Ingenieur Lars Vollmer erstaunlich konkret.' Dr. Wolfgang Menzel, Continental

Dr.-Ing. Lars Vollmer, Jahrgang 1971, ist mit seinem Beratungshaus Vollmer & Scheffczyk europaweit erfolgreich. Er nimmt Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Instituten wahr und ist Mitbegründer der Open-Space-Company intrinsify.me, einer Bewegung für selbstbestimmtes und sinngetriebenes Arbeiten. Er engagiert sich im Stoos Network und im BetaCodex-Network.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783280038154
    Verlag: OrellFüssli
    Größe: 378 kBytes
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Wrong Turn - Warum Führungskräfte in komplexen Situationen versagen

1.

Kostenrechnung für Wetterfrösche

3. Juni: Ich bin zufrieden. Mein Leben ist perfekt. Wenn ich morgens aufwache, lässt das Frühstück nicht lange auf sich warten. Punkt 9.00 Uhr ist es so weit. Dann esse ich mich erst mal satt. Danach gehe ich spazieren. Rings um den Hof gibt es Bäche und Wiesen. Zwischendurch lasse ich mich im Halbschatten nieder und döse ein bisschen. Wenn ich hungrig werde, hole ich mir unterwegs einen Imbiss oder mache mich auf den Weg zurück zum Hof.

18. Juni: Die Verpflegung ist gut, wie schon gesagt. Auch wenn es immer dasselbe zu essen gibt. Und immer um dieselbe Uhrzeit, 9:00 Uhr. Auch morgen wird das Essen um Punkt 9.00 Uhr bereitstehen. Echtes Kraftfutter. Und schmecken tut es auch!

11. Juli: Mitbewohner und Nachbarn sind umgänglich. Freundinnen habe ich auch schon gefunden. Wir plaudern miteinander und tauschen Neuigkeiten aus. Übers Futter. Wo es sich zu gründeln lohnt.

6. Oktober: Habe ich schon erwähnt, dass mein Leben perfekt ist? Mittlerweile bin ich groß und stark geworden. Sehe ich nicht gut aus? Wenn ich abends zum Schlafen den Kopf zwischen die Flügel stecke, bin ich zufrieden. Ich fühle mich großartig, weil ich weiß, dass morgen früh um Punkt 9.00 Uhr genauso viele Körner im Futtertrog sein werden wie heute.

10. November: Der gestrige Tag war perfekt, der vorgestrige war perfekt. Genau wie alle Tage davor. Morgen wird auch wieder ein perfekter Tag werden. Da bin ich mir nicht nur sicher. Ich weiß es.

11. November: Stromschlag. Kein Futter mehr. Als eine von 300 Martinsgänsen landet Nr. 254 am Haken des Schlachters.

Gerupft und ausgenommen. Vakuumverschweißt. Es ist Martinstag.

Such a perfect day

Pech für das Federvieh. Und wirklich tragisch: Kaum hat sich die Gans ihr Leben gemütlich eingerichtet, wird sie auf brutale Art und Weise aus ihrem Dasein gerissen. Dabei war doch jeder Tag so perfekt. Es hätte noch ein paar Jahre so weitergehen können, wäre da nicht dieser Schlachttag gekommen, mit dem das Federvieh nicht gerechnet hat. Die Gans ist wirklich dumm. Wie konnte sie nur annehmen, dass es immer so entspannt weiterginge? Kein Mensch wäre ähnlich naiv.

Sollte man meinen.

Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik sind auf keinen Fall so naiv wie die Gans.

Natürlich sind sie das nicht! Es ist wirklich nicht die Aufgabe von Managern, Unternehmen zum Scheitern zu bringen. Das wäre ja eine Katastrophe. Es ist auch nicht die Aufgabe von Wahlkampfstrategen, eine sicher geglaubte Mehrheit an die Wand zu fahren. So wenig wie es die Aufgabe von Politikern ist, steuerfinanzierte Projekte zu initiieren und dann mit Verve an die Wand zu fahren. Es ist nicht die Aufgabe des Gesundheitssystems, Menschen krank zu machen. Es ist auch nicht die Aufgabe eines Sternekochs, seine Mannschaft so einzuteilen, dass das Essen zwangsläufig anbrennt.

Nein, Führungskräfte werden für gute Ergebnisse bezahlt. Es ist ihre Aufgabe, gute Entscheidungen zu treffen, die Weichen in die richtige Zukunft zu stellen, sprich: einfach dafür zu sorgen, dass alles gut wird. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür hat man sie. Zukunftsfähigkeit - das ist der Wert, den sie erbringen, das Produkt, das sie zu verkaufen haben.

Und der richtige Weg besteht darin, die Dinge sorgfältig zu beurteilen - und dann entsprechend zu handeln. Also die Sachlage unverblümt zu prüfen und dann die passenden Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Aber halt, stopp!

Wenn wir schon auf der Suche nach Denkfehlern und den Gründen sind, warum und in welchen Situationen Führungskräfte versagen, dann müssen wir gleich am Anfang hellhörig und aufmerksam sein. Und jeden Schritt behutsam gehen. Also noch einmal zurück zum Ausgangspunkt.

Jedes Handeln vollzieht sich in einem bestimmten Kontext. Entschei

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