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Stiften und verdienen Unternehmensstiftungen in der Schweiz. von Stohler, Walter (eBook)

  • Verlag: Walter Stohler
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Stiften und verdienen

- Stellt 47 der wichtigsten und grössten Stiftungen und die damit verbundene Unternehmen dar - Weitere 34 Stiftungen sind summarisch in einer Tabelle aufgelistet - Uebersicht über die Stiftung nach Schweizer Recht - 5 verschiedene Typen von Unternehmensstiftungen - Alternativen zur Schweizer Stiftung Der Autor Walter Stohler, geb. 1930, war während vieler Jahre Betreibungs- und Pfändungsbeamter und stellvertretender Leiter eines grösseren Kreis- Betreibungsamtes im Kanton Basel-Landschaft. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeit in der Privatwirtschaft – hauptsächlich in Handelsunternehmen – und nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in Frankreich und England schloss er erfolgreich mit der höheren eidgenössischen Fachprüfung ab und kann somit denTitel "Eidg. Dipl. Korrespondent" führen. In seiner Tätigkeit als kantonaler Beamter widmete er sich, nebst seinen betreibungsamtlichen Aufgaben, der EDV-Ausbildung von Betreibungsbeamten und dozierte in verschiedenen Organisationen und Aemtern über das Betreibungsverfahren. Ein Höhepunkt seiner beruflichen Karriere war die Kreation und Herausgabe der Betreibungssoftware nach Schweizer Recht (SchKG) unter dem Namen "Inkavit". Er wirkte dabei als Ideengeber an der Konzeption und der Entwicklung dieses Programmes, welches sich an Gläubiger, vor allem im KMU-Bereich richtet, aber auch zu Schulungszwecken verwendet werden kann. Vom Autor gehaltene Vorträge aus Kultur, Gesellschaft, Esoterik usw. werden vom PARAK-Verlag als sog. Privat-Reports herausgegeben. Der Autor wirkt auch als Unternehmensberater der besonderen Art, insbesondere für Probleme und deren Lösungen von KMU's. Er ist der Schweizer Repräsentant der Parak Inc., einer US-Gesellschaft. Diese befasst sich mit Dienstleistungen der verschiedenster Art. Sie liefert Informationen besonderer Art (Beschaffung, Auswertung, Speicherung, Verbreitung). Zum Programm der Parak gehören Parak- Reports (praxisbezogen, zeigen Lösungen auf und geben Schritt für Schritt Anweisungen dazu) sowie Geschäftskonzepte (Business Plans) (Grundkonzepte für neue Geschäftsmöglichkeiten, vorwiegend aus der Dienstleistungsbranche).

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 114
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783033010246
    Verlag: Walter Stohler
    Größe: 2676kBytes
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Stiften und verdienen

Kuoni und Hugentobler Stiftung, Zürich (Kuoni) (S. 29-30)

Diese typische Holding-Unternehmensstiftung wurde 1957 durch Alfred Kuoni, dem Sohn des Firmengründers und Harry Hugentobler, einem ehemaligen Angestellten und späteren VR-Präsident der Kuoni-Gruppe gegründet. Sie besass bei der Gründung sowohl die Kapital- wie auch die Stimmenmehrheit. Alfred Kuoni wurde Stiftungsrat auf Lebzeiten. 1987 besass die Stiftung, nach einer Kapitalveränderung, alle Namensaktien sowie 3000 der neu herausgegebenen Partizipationsscheinen.

Die Stiftung wurde so konstruiert, dass eine Uebernahme von Kuoni durch ein anderes Unternehmen praktisch unmöglich ist. Allein an Dividenden streicht die Stiftung jährlich über eine Viertelmillion ein, schüttet aber nichts aus. Theoretisch äufnet die Stiftung Vermögen, so dass dieses ständig wächst. Die Stiftung hat keine Nutzniesser, d.h. Destinatäre zu bedienen, sie gehört sich praktisch selbst. Nur die Steuerbehörden halten die Hand hin.

Der Stiftungsrat besteht aus 5 Personen. Seit 2002 ist Hans Georg Syz - Witmer dessen Präsident. Nach mehreren Kapitalumstrukturierungen besitzt die Stiftung nun 6,25 % des Kapitals der Kuoni Reisen Holding AG, Zürich mit einem Aktienkapital von 48 Mio CHF, aber - und das ist entscheidend - 25 % des Stimmrechtes. Die Stiftung bezweckt den Kuoni Konzern unter der Aufrechterhaltung des bisherigen Gesellschaftszweckes auf solider Grundlage dauernd zu erhalten. Sie hält 48 Beteiligungen und hat 46 Mio CHF Stiftungskapital. Sie ist als nicht gemeinnützige, steuerpflichtige Holding-Unternehmensstiftung in der Schweiz ein Unikum. Die meisten Unternehmensstiftungen sind gemeinnützig und schütten einen Teil ihrer Einkünfte für wohltätige oder kulturelle Zwecke aus. Den Stiftungsräten wurden in früheren Jahren Honorare in Höhe von Fr. 20'000 bis 30'000 pro Jahr ausbezahlt. Im Jahre 2000 beschloss der Stiftungsrat, seinen Mitgliedern erstmals eine Partizipation am Wertzuwachs des Stiftungsvermögens der vergangenen 5 Jahren zukommen zu lassen. Dank einer breiten Streuung der übrigen Kuoni-Aktien und einer Beschränkung auf 3 % Stimmenanteil übt die Stiftung faktisch die Mehrheit an jeder Generalversammlung aus.

Diese Unternehmensstiftung stellt ein eindrückliches Beispiel dar, wie mit einem relativ kleinen Aktienanteil ein Unternehmen gesteuert und geführt werden kann, wenn die Kapitalstruktur entsprechend konstruiert wird. Sie ist durch diese Konstellation in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen der Schweizer Presse geraten und erhitzte die Diskussion um die Zulässigkeit und Kontrollorganen von Unternehmensstiftungen stets neu.

Die Kuoni-Gruppe

Sie ist in der Schweiz der grösste international tätige Reisekonzern. Sie wurde im Jahre 1906 gegründet und hat ihren Sitz in Zürich. Das Unternehmen ist an der Zürcher Börse kotiert. Im Jahre 2005 erwirtschaftete Kuoni einen Umsatz von CHF 3688 Mio und erzielte einen Cash flow von 153 Mio CHF (und allerdings einen Gruppenverlust von 42 Mio CHF). Der Konzern beschäftigte im Durchschnitt 6943 Personen. Kuoni ist vorwiegend in den Bereichen Ferienreisen und Incoming-Services tätig. Zu Kuoni gehört auch die Charterfluggesellschaften Edelweiss Air (Schweiz). 2006 feierte die Gruppe ihr 100-jähriges Firmenjubiläum. Sie arbeitet in 27 Ländern in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika. Sie hat zum 7. Mal den World Travel Award erhalten. Das Aktienkapital von 48 Mio CHF ist eingeteilt in 3 Mio Aktien A (mit einem Prozen tanteil von 6,25%, welcher voll von der Stiftung gehalten wird) und 45 Mio Aktien B, welche breit gestreut sind.

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