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Standortbilanz - Impulsgeber der Wirtschaftsförderung Ressourcen, Potenziale und Cluster. von Becker, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.08.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Standortbilanz - Impulsgeber der Wirtschaftsförderung

Es ist schon nicht leicht, über einen Standort vernünftige Daten zu sammeln. Noch schwerer aber ist es, diese Daten den entscheidungsrelevanten Standortakteuren in einem versteh- und nachvollziehbaren Sichtwinkel zu präsentieren. Die Daten und Informationen zu einem Standort haben mehr Transparenz und den Respekt verdient, zu dem ihnen erst mit Hilfe eines ausgebauten Instrumentariums verholfen wird. Alles in allem kommt es darauf an, dass sowohl externe (Investoren, ansiedlungsinteressierte Firmen, Existenzgründer u.a.) als auch interne (Wirtschaftsförderung, politische Entscheidungsträger u.a.) Personengruppen eine elementare Vorstellung von der Größenordnung, Erfolgsrelevanz, Entwicklungsfähigkeit, Priorität, Wirkungsstärke/ Wirkungsdauer von Standortfaktoren bekommen. Die Standortökonomie weicher Faktoren kann dabei helfen, zunächst allgemein und nebulös erscheinende Aussagen/Angaben zu einem Standort konkret zu hinterfragen und in vertrautere Proportionen (Relationen zu verständlichen Sachverhalten, Wahrscheinlichkeiten ihres Eintretens) zu übersetzen. Nachweisbar sind mathematische/statistische Grundkenntnisse weder in der Bevölkerung noch in Fachkreisen ausgeprägt vorhanden. Mit Hilfe einer entsprechend zu entwickelnden Standortbilanz können hierzu aber sowohl benebelnde Statistiken als auch die Vielzahl sogenannter qualitativer Standortfaktoren -wo dies möglich ist- in natürliche Häufigkeiten und Größen übersetzt werden.

Diplomkaufmann Jörg Becker, Managementerfahrungen u.a.: IKT-Wirtschaft, Internationale Consultingfirmen, Wissensintensive Unternehmen, Softwaremarketing. Managementinformation, Projektmanagement, Führungsseminare. SpG: Personalbilanz, Wissensmanagement, Startup-Betriebswirtschaft, Erfolgsplanung, Standortbilanz, Wirtschaftsförderung, Clustermanagement, Regionalmarketing. Verfasser: Reihe Standortbilanz-Lesebogen sowie Personalbilanz-Lesebogen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 147
    Erscheinungsdatum: 17.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741277207
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 319kBytes
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Standortbilanz - Impulsgeber der Wirtschaftsförderung

Raumdifferenzierende Faktoren - Wissen-Spillover und Kompetenznetzwerke

Je besser eine Stadt oder Region im Kampf um Unternehmensstandorte dasteht, desto besser sind die Zukunftsaussichten für diese Stadt oder Region. Der Konkurrenzkampf um Standorte zukunftsträchtiger (in wissensintensiven Industrien sind überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Arbeitskräfte beschäftigt) Unternehmen findet nicht nur zwischen deutschen Städten, sondern auch auf internationaler Ebene statt. Studien zeigen, dass speziell junge (innovativ agierende) Industrien die Entwicklung einer Region positiv beeinflussen können. Hinsichtlich raumdifferenzierender Faktoren spielt vor allem die Zahl qualifizierter Arbeitsplätze eine Rolle. Die durchschnittliche Qualifikation dieser Arbeitsplätze ist regional uneinheitlich und führt deshalb zu regionalen Unterschieden. Insbesondere Möglichkeiten für einen intensiven Austausch von Wissen (sowohl innerhalb der Region als auch zwischen Agglomerationen und benachbarten Standorten) spielen eine Rolle für die Bildung von innovativen Milieus (ein Indikator ist beispielsweise die Zahl Patente aus technologieorientierten Branchen je eine Mio. Einwohner).

Eine Stadt mit einem modernen Image und Arbeitsplätzen in zukunftsorientierten Branchen stärkt gleichzeitig seine Stärken als Wohnstandort. Bei der Bindung hochqualifizierte Arbeitskräfte an den Standort geht es u.a. um Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Kinderbetreuung u.a.), Pflegeinfrastruktur, Bildungslandschaft (Schule, Ausbildung, Weiterbildung, lebenslanges Lernen, Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft), Integration von Bürgern/innen mit Migrationshintergrund, Kultur- und Freizeiteinrichtungen(-angebote) für alle Altersgruppen, Gesundheitsinfrastruktur und Wellnessangebote, Wohnungssituation, Anbindung an Verkehrsmöglichkeiten. Durch Übertragungseffekte (Wissens-Spillover) können auch andere Branchen von einem Innovations-Pool des Standortes profitieren. Dabei fließt generiertes Wissen in Innovationen anderer Unternehmen ein (die nicht in derselben Branche tätig sein müssen). Rahmenbedingungen zur Stärkung der lokalen Wirtschaft bzw. zur Anwerbung von Unternehmen sind u.a.: gute Infrastruktur, überschaubarer bürokratischer Rahmen (z.B. Genehmigungsverfahren; Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit und Schnelligkeit kommunalpolitischer Entscheidungen), Ansprechpartner für die Belange der Wirtschaft, unternehmensfreundliches Umfeld, Messen und Kongresse, Kompetenznetzwerke.

Gerade (junge) Technologien weisen eine hohe Wissenschaftsbindung auf und sind auf einen engen Austausch mit universitären Forschung angewiesen. Die räumliche Nähe zu Forschungseinrichtungen ist wichtig für die Intensität solcher Beziehungen. Der Austausch von komplexem Wissen wird durch persönliche Kontakte erleichtert. Ein zentraler Standortfaktor ist auch das Flächenpotenzial. Neben den Kosten (und der Verfügbarkeit) für die notwendigen Flächen spielt auch die Beschaffenheit der Grundstücke eine Rolle Erreichbarkeit, vorgeschriebene Nutzungen u.a.). Bei der Gestaltung der Infrastruktur geht es um Siedlungsentwicklung: Wohnungsbestand, Wohnungsbedarf, Wohnungswünsche, Service-, Betreuungs-, Bildungsangebote in Wohnnähe, Vereinbarkeit zwischen Wohngebieten und Gewerbegebieten, Anpassungsfähigkeit der Siedlungs- und Wohnsituation. Verkehrswege: Anbindung an Autobahnen, Bahn, Flughafen, ÖPNV. IT/Kommunikation: Vernetzung, Ausstattung der Netze, e-Government. Räumlich konzentrierte Innovationsnetzwerke: durch die Bildung von Netzwerken lassen sich Kooperationsbeziehungen mit Partnern organisieren, durch den damit verbundenen Wissensaustausch lassen sich Technik- und Marktunsicherheiten reduzieren. Solche Netzwerke haben eine starke räumliche Komponente und ermöglichen aufgrund von Lokalisationsvorteilen zusätzliche Synergieeffekte.

Startup-Wirtschaftsförderung Innovationen, Netzwerke, Cluster: Netzwerke und

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