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Unternehmensführung Wie leite ich ein mittelständisches Unternehmen von Vordemfelde, Karl-Wilhelm (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2004
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
eBook (PDF)
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Unternehmensführung

Der Mittelstand ist das Herz unserer Volkswirtschaft. Er beschäftigt einen Großteil der Arbeitnehmer in unserem Land und bildet die meisten jungen Menschen aus. Dennoch haben Unternehmen des Mittelstandes gegenüber großen Unternehmen gravierende Nachteile. Ihnen stehen keine Beratungsstäbe und Spezialisten für viele Fragen der täglichen Unternehmensführung zur Verfügung. Das vorliegende Buch wendet sich deshalb an den mittelständischen Unternehmer, der für seine tägliche Arbeit Hilfe braucht. In kurzen, prägnanten Kapiteln werden die Grundlagen der Unternehmensführung dargestellt. Auf Planung wird ebenso eingegangen wie auf Marketing, Finanzen und das Personalwesen. Auch der Bereich Arbeitsorganisation mit dem Ziel effektiverer Arbeit und Zeitersparnis wird ausführlich behandelt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 118
    Erscheinungsdatum: 08.06.2004
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862340125
    Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
    Größe: 436kBytes
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Unternehmensführung

" G. Ratschläge für Unternehmer (S. 107-108)

Wenn man nach Studium dieses Buches als Unternehmer oder Manager etwas für sein eigenes Unternehmen gelernt hat, dann wird sich das hoffentlich bei der Arbeitsfreude und der Einstellung zum eigenen Beruf positiv bemerkbar machen. Die Arbeit sollte leichter und flüssiger von der Hand gehen und wieder mehr Spaß machen. Die meisten Ratschläge gelten für selbstständige Unternehmer wie auch angestellte Unternehmensleiter gleichermaßen. Auf einige Punkte, die aber speziell für selbstständige Unternehmer eine wichtige Rolle spielen, soll am Ende dieses Buches noch mal eingegangen werden.

1. Unternehmertum

Selbstständigkeit war in früheren Jahrhunderten der einzige Weg, am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Wer Land hatte oder Handwerker in den freien Städten war, konnte mit seinen Mitteln wirtschaften. Er musste aber auch mit diesen Mitteln auskommen, für Unfähigkeit und Schicksalsschläge gab es keine Gnade. Armut und Bettelstab waren die Folge. Das gleiche galt auch noch in der Gründerzeit des 19. Jahrhunderts für jeden Unternehmer. Volles Risiko mit guter Gewinnchance, aber Untergang und Verschwinden im Nichts bei Fehlern. Wohlstand war nur mit Risiko zu haben.

Dieses wirtschaftliche Denken war selbstverständlich und bedurfte keiner Diskussion. Erst in modernen Zeiten gibt es die Möglichkeit, auch als Unselbstständiger zu Wohlstand und Ansehen zu gelangen. Die Gesetzgebung des 20. Jahrhunderts hat sich diesem Teil der Bevölkerung mehr und mehr zugewandt und mit einer Vielzahl von Regelungen dem vermeintlich Schwachen Schutz gegeben und seine Position gegenüber den Selbstständigen erheblich verbessert. Der Arbeiter und Angestellte genießt den Schutz des Arbeitsrechtes und alle Vorteile der Sozialgesetzgebung.

Er hat damit maximale Sicherheit, kann aber finanziell auch einen Selbstständigen häufig übertreffen. Im Gegensatz dazu herrschen dort bei den Selbstständigen immer noch die Regelungen des freien Marktes. Wenn ein Unternehmer Fehler macht, wird er seine wirtschaftliche Existenz verlieren und vor dem Nichts stehen und keiner wird ihm helfen91. Die gesellschaftliche Nichtachtung kommt dazu und wird ihn nicht weniger schmerzlich treffen. Gern wird man mit dem Finger auf den untauglichen Unternehmer zeigen. Häufig wird er für den Misserfolg nicht allein verantwortlich sein.

Marktlage und Branchenlage spielen manchmal selbst dem tüchtigen Unternehmer einen Streich. Den Hohn und Spott der Außenstehenden bekommt er aber ganz sicher – man hat es ja schon immer gewusst. Diese Veränderung in unserem gesellschaftlichen Denken hat dazu geführt, dass der Beruf des Unternehmers in der Gunst der Bevölkerung immer unbeliebter geworden ist. Immer weniger junge Leute wollen Unternehmer werden – immer weniger Söhne und Töchter folgen ihren Eltern nach. Sie wollen nicht ihre eigenen Knechte sein, wie uns das die Landwirtschaft schon vor Jahrzehnten vorgemacht hat. Selbstständigkeit ist nicht mehr der Traum der Jungen, sie ist eher ein Bürde, die man nur aus Familientradition auf sich nimmt. Legionen von Lehrern und Juristen haben diesen Exodus aus der Selbstständigkeit begleitet und lachen darüber, wenn der Selbstständige um seine Existenz kämpft."

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