text.skipToContent text.skipToNavigation

Aufbau und Instrumente der Europäischen Zentralbank und des amerikanischen Federal Reserve System? Eingehende Analyse der unkonventionellen Maßnahmen nach der Finanzkrise 2007. von Schönfelder, Stephanie Isabella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.01.2015
  • Verlag: GRIN Verlag
eBook (ePUB)
34,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Aufbau und Instrumente der Europäischen Zentralbank und des amerikanischen Federal Reserve System?

Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich VWL - Finanzwissenschaft, Note: Sehr gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Finanzwirtschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit den zwei größten Zentralbanken der Welt - der Europäischen Zentralbank einerseits und der Federal Reserve andererseits. Neben den Grundlagen der Geldtheorie wird auf die unterschiedlichen Strukturen, Ziele und eingesetzten Instrumente der beiden Notenbanken eingegangen. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden zunächst die geldpolitischen Übertragungswege genauer analysiert, deren Funktionieren für einen reibungslosen Transmissionsmechanismus der geldpolitischen Instrumente unabdingbar ist. Anschließend erfolgt eine genaue Erörterung der verschiedenen unkonventionellen Maßnahmen, die von den beiden Notenbanken zur Bewältigung der Krise eingesetzt wurden. Die abschließende Analyse widmet sich den erzielten Erfolgen, aber auch Risiken die durch diese Zentralbankeninterventionen hervorgerufen wurden. Außerdem wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Instrumente Einfluss auf die Geldmenge hatten und ob es tatsächlich zu einer gefürchteten Hyperinflation kommen wird. Seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 greifen sowohl die EZB als auch die Fed auf sogenannte 'unkonventionelle' Maßnahmen zurück um die Erreichung ihrer festgelegten Ziele zu gewährleisten. Dabei setzten beide Notenbanken auf eine sehr expansive Geldpolitik, wobei die Federal Reserve mit Quantitative Easing und die Europäische Zentralbank mit Credit Easing versuchen einen Weg aus der Krise zu finden. Experten und Medien warnten zu Beginn, dass diese Geldpolitik und die damit einhergehende Geldschwemme der Märkte zu enormen Inflationsraten und somit zu einer Verschärfung der Krise führen würden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 86
    Erscheinungsdatum: 28.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656885696
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V288350
    Größe: 1638kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Aufbau und Instrumente der Europäischen Zentralbank und des amerikanischen Federal Reserve System?

2 Geldtheorie

Der tägliche Gebrauch und die Akzeptanz von Geld sind für die Menschen selbstverständlich und werden selten in Frage gestellt. In diesem Kapitel sollen dem Leser die Funktionen und notwendigen Eigenschaften des Geldes nähergebracht werden.

2.1 Funktionen des Geldes

Im Allgemeinen wird unter Geld jegliches Zahlungsmittel verstanden, welches in einer Volkswirtschaft zur Bezahlung von Waren, Dienstleistungen oder sonstigen Zahlungsverpflichtungen genutzt werden kann. Aus ökonomischer Sicht wird Geld anhand seiner Funktionen definiert, sodass alle Zahlungsmittel, die diese erfüllen, als solches bezeichnet werden können. Die drei traditionellen Funktionen des Geldes umfassen die Tauschmittel-, Rechen- sowie Wertaufbewahrungsfunktion. Diese von Hicks als "Triade des Geldes" [1] bezeichneten Funktionen werden nachfolgend näher erläutert. [2]

Tausch- und Zahlungsmittelfunktion

Der Erwerb von Gütern oder Dienstleistungen wird durch Geld erheblich vereinfacht. Während man beim Naturaltausch noch Ware gegen Ware tauschen musste, ermöglicht Geld einem die Beschaffung von Gütern, ohne dabei gleichzeitig ein anderes Gut verkaufen zu müssen. Zahlungsvorgänge können somit durch Geld wesentlich einfacher abgewickelt werden. Zudem können die durch den Naturaltausch entstehenden Transaktions- und Informationskosten (Transport der Ware, Verhandlungen über das Tauschverhältnis, etc.) durch die Zahlungsmittelfunktion des Geldes vermieden werden. [3]

Die Voraussetzung dafür, dass Geld als allgemeines Zahlungsmittel einer nationalen Volkswirtschaft akzeptiert wird, ist zum einen eine implizite Akzeptanz der Wirtschaftssubjekte hinsichtlich der Zahlungsmittelfunktion und zum anderen eine sachliche Tauschfreiheit. In einer kapitalistischen Marktwirtschaft muss eine freie Preisbildung auf den Märkten herrschen, damit es zu einem Ausgleich von Angebot und Nachfrage kommt. Ist dies nicht der Fall, wie beispielsweise in einem sozialistischen Wirtschaftssystem, werden die Verkäufer zu den festgelegten Preisen entweder nicht liefern oder die Kunden nicht kaufen. Es kommt zu einer Hortung von Gütern und in weiterer Folge zur Entstehung von Schwarzmärkten, da Geld seine Tausch- und Zahlungsmittelfunktion eingebüßt hat. [4]

Rechenfunktion

Geld stellt eine Bezugseinheit (numéraire) dar, sodass der Wert aller Güter einer Volkswirtschaft durch eine einzige Größe ausgedrückt werden kann. Dieser Wertmaßstab macht einen direkten Vergleich unterschiedlicher Güter möglich. [5] Die Verhältnisse, in denen Waren gegen Waren getauscht werden können, werden als Tauschrelationen bezeichnet. Der Preis eines Gutes ist nichts anderes als ein solches realwirtschaftliches Tauschverhältnis in Bezug auf eine Geldeinheit. Ohne Bezugseinheit ist die Anzahl der Tauschrelationen außerordentlich hoch und verursacht zudem enorme Kosten im Hinblick auf die Informationsbeschaffung. Führt man nun eine allgemeine Bezugseinheit ein, so kann die Zahl der Tauschrelationen von (n2-n)/2 auf (n-1) reduziert werden. [Ein Rechenbeispiel hierzu findet sich zur Veranschaulichung im Anhang.] Das Ergebnis ist eine erhebliche Senkung der Informationskosten. [6]

Wertaufbewahrungsfunktion

Unter der Bedingung, dass der Wert des Geldes über einen längeren Zeitraum keinen starken Schwankungen unterliegt, wird es den Wirtschaftssubjekten durch die Wertaufbewahrungsfunktion ermöglicht, ihre Kaufkraft in die Zukunft zu übertragen. Sind die ausreichende Stabilität des Geldes und eine zeitliche Tauschfreiheit sichergestellt, können Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen von den Marktakteu

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen