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Die Inflation kommt Und wie Sie sich jetzt schon schützen können von Riße, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2009
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
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Die Inflation kommt

'Ist mein Geld sicher?' - Wie hypnotisiert starren die Anleger derzeit auf ihre Konten und Depots. Jeder Wertverlust ruft neue Panik hervor. Nicht ganz zu Unrecht. Es ist kann sein, dass der Wert der Ersparnisse zu 100 Prozent erhalten bleibt. Muss aber nicht. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Kaufkraft dieses Geldes massiv schwindet. Warum? Die Staaten dieser Welt haben sich in eine wahre Schuldenorgie gestürzt. Milliarden, ja sogar Billionen wurden ausgegeben, um die Finanzkrise und ihre Folgen abzufedern. Langfristig gibt es nur einen Ausweg, um die Staatspleite führender Industrienationen abzuwenden: die schleichende Geldentwertung. Stefan Riße, gefragter Börsenexperte und Anlageprofi, ist sich sicher: Die Inflation kommt! In seinem Buch führt Riße Argument für Argument den stichhaltigen Beweis für diese erschreckende Prognose, auf die sich jeder über kurz oder lang einstellen muss, und gibt dem kleinen und großen Anleger handfeste Tipps, wie er sein Erspartes retten kann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 07.12.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862483372
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 1225 kBytes
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Die Inflation kommt

1. Der lange Weg in die unausweichliche Krise

14. September 2008: Man trifft sich sonntags, denn die Zeit drängt. Bis am Montag die Börsen eröffnen, muss eine Lösung gefunden sein. Ein Rettungskonzept für die akut von der Pleite bedrohte Investmentbank Lehman Brothers. Es sieht nicht gut aus: Lehman, eine der fünf mächtigsten Banken der Vereinigten Staaten, hat sich mit "faulen" Kreditverbriefungen verspekuliert. Ihr fehlen Milliarden, um wieder auf die Beine zu kommen. Milliarden, die keiner zahlen will.

Schon zuvor hatte Timothy Geithner, der New Yorker Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve, unmissverständlich klargestellt: "Es gibt keinen politischen Willen, Lehman mit Staatsmitteln zu retten. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie etwas tun müssen." Sie – das sind 30 Bankenvertreter, die heute ein letztes Mal in der New Yorker Zentrale der Federal Reserve zusammengekommen sind. Ihnen dämmert allmählich, dass sich Finanzminister Hank Paulson, Notenbankchef Ben Bernanke und sein New Yorker Vertreter Timothy Geithner nicht umstimmen lassen.

Tatsächlich bleiben Regierung und Notenbank bei ihrem rigorosen Kurs: Der Staat müsse sich aus der Bankenmisere heraushalten. Weder Staatsgelder noch Staatsgarantien ständen zur Lehman-Rettung zur Verfügung. Zu viel Geld sei bereits in die Rettung anderer maroder Kreditinstitute geflossen, etwa in Bear Stearns, Fanny Mae und Freddie Mac. Wo käme man denn hin, wenn das so weitergehe? Am Ende erwarte jede Bank, die sich mit riskanten Immobilienanleihen verzockt habe, der Staat würde mit Steuergeldern für sie in die Bresche springen.

Es kommt also nur noch eine bankeninterne Lösung infrage. Doch wer soll die Mehrheit bei Lehman Brothers übernehmen?

Die Bank of America, gestern noch als heißer Favorit für einen Einstieg bei Lehman gehandelt, hat bereits abgewinkt. Ohne Staatsgarantien sei die Gefahr zu groß, zusammen mit der hoch verschuldeten Investmentbank in die Tiefe gerissen zu werden.

An diesem Tag ist nur noch die britische Großbank Barclays im Rennen. Die aber will zuvor eine Hauptversammlung der Lehman-Aktionäre abhalten – eine Illusion angesichts der drängenden Zeit. Zudem scheitert auch Barclays mit ihrem Bemühen, das Risiko auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Briten erhalten eine glatte Abfuhr von den anwesenden Regierungs- und Notenbankvertretern. Staatsgarantien von der US-Regierung dürfen auch sie nicht erwarten; was die Barclays-Manager dazu veranlasst, den Sitzungssaal gegen 14 Uhr unvermittelt zu verlassen. Zunächst wird gemunkelt, das sei lediglich ein taktisches Manöver, um die eigene Verhandlungsposition zu stärken. Als die Herren aber nach einiger Zeit immer noch nicht auf ihre Plätze zurückgekehrt sind, ist für alle Beteiligten offensichtlich: Die letzte Chance auf Rettung hat sich soeben in Luft aufgelöst.

Es gibt keine Staatsmilliarden, es gibt keine Staatsgarantien – und es soll auch keine "Bad Bank" geben, also keine Ausgliederung und Bündelung der Wertpapierrisiken, für die dann der Staat bürgt oder die anwesenden Großbanken gemeinsam einstehen. Es ist auch kein potenzieller Investor mehr da, der die immensen Risiken ohne Garantien freiwillig auf sich nehmen würde.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Weil niemand für Lehmans "giftigen" Wertpapiermüll garantiert, ist die Rettung der einst so mächtigen US-Investmentbank in unerreichbare Ferne gerückt. Durchgesetzt haben sich – zunächst– die Hardliner, die eine strikte Trennung von Politik und Wirtschaft fordern und jede Einmischung des Staates in die freie Wirtschaft ablehnen. Von da an wird Wirtschaftsge

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