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Geld-Illusionen Finanzfeudalismus, Konfusionen und Philosophien von Neuberg, A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2016
  • Verlag: Pro BUSINESS digital printing
eBook (ePUB)
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Geld-Illusionen

Was ist Geld, wie sicher ist es? Wieso gelingt es seit gut einer Dekade nicht mehr, nachhaltig Stabilität zu gewährleisten? Trotz jahrhundertelanger Erfahrung, trotz vieler kluger Geister! Ist GELD doch fundamental, für unsere Existenz, für unsere Sicherheit! Die Schuldenberge der Staaten sind gigantisch, dennoch steigen die Ausgaben weiter. Keine Lösungsansätze sind in Sicht. Dabei tendiert das Wachstum gegen Null, die Einkommen stagnieren und der internationale Wettbewerb wird härter. Enormes Vermögen sammelt sich in den Händen weniger an. Stehen wir einem Finanzfeudalismus, mit politischer Brisanz für unsere reifen Demokratien, gegenüber? Weder die Wissenschaft noch die Politik findet theoretische wie praktikable Lösungen, um diesem Teufelskreis aus Gelddrucken, dazu wachsenden sozialen Lasten zu entrinnen. Gibt es Alternativen - außer den wirtschaftlichen Kollaps?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 04.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864602009
    Verlag: Pro BUSINESS digital printing
    Größe: 2607 kBytes
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Geld-Illusionen

Der Staat als Wirtschaftsmacht

Die Geldmenge einer Nation ist, wie wir gesehen haben, eine Funktion des Leistungsvolumens des Staates (besser, der Nachfrage nach etwas "Wirtschaftlichem"); sie soll also mit dem Volumen korrelieren. Diese Leistung wird traditionell gemessen über das BIP, so anfällig und restriktiv seine Ermittlung und Konstruktion auch sein mag (Kap. 2.2., BIP). Das Produkt- und Leistungspotenzial einer Nation also, widerspiegelt die Leistungsfähigkeit des Staates - verglichen eben mit anderen wirtschaftlich konkurrierenden Nationen. Die ursprünglich staatliche Autonomie nationaler Leistungserstellung ist, insbesondere ab dem 20. Jahrhundert, weitgehend verloren gegangen, ermöglichte jedoch (zumindest bis dato) hohe Lebensstandards. Unterschiedliche Kapitalstocks, differente Innovationskraft, technologische Entwicklungen und Dynamik einer mehr oder weniger engagierten Bevölkerung, bestimmten die weltweite Rangfolge der Leistungsfähigkeiten. Eben, als Ergebnis unterschiedlicher Leistungsstrukturen der Nationen, tief verwurzelt in individuellen, den kulturellen Besonderheiten.

Daneben sehen wir auch andere Entwicklungen. Heutige Industrienationen, z.B. die OECD-Staaten, weisen relativ kontinuierlich wachsende Staatsquoten aus - wie erwähnt, von um die 20/25 % so in den 50er Jahren, bis zu an die 50 % heute, teils höher. Waren, zu Beginn der Industriellen Revolution, private Engagements und Unternehmertum die treibenden Kräfte nationaler Leistungsfähigkeit, so beobachten wir, nach dieser schleichenden, allgemein kaum bewussten Steigerung der Staatsanteile, einen bereits eminenten Einflusses des Staates auf das Wirtschaftsgeschehen selbst:

- Ein wachsender Einfluss, mit Regulierungsmöglichkeiten bis in die feinsten Verzweigungen wirtschaftlichen Handelns.

- Besonders jedoch, seine eminent gewachsene Funktion als Nachfrager, als Konsument von Wirtschaftsleistung, mit gut einem Drittel der gesamten Leistungserstellung einer Nation - und damit eben mit Korrekturbedarf relevanter Modelle der Wirtschafts- und Geldpolitik.

- Und trotz dieses enormen Einflusses auf das nationale Wirtschaftsgeschehen, handeln staatliche Institutionen weitab wirtschaftsrationaler Entscheidungsfindung.

- Schlussendlich beeinflusst der Staat mit seiner mächtigen, politisch gesteuerten Nachfragepolitik, die zusätzlich konträren Schwankungen unterliegen kann, nachhaltig die Wirtschaftsstruktur - und zwar weitgehend losgelöst von den Anforderungen freier internationaler Märkte -, also kontraproduktiv zu nachhaltigem Wohlstand, gefordert aus konsequentem Wettbewerbsdruck.

So haben die westlichen Staaten, besser, ihre Administrationen und Bürokratien - gut über ein halbes Jahrhundert -, langsam aber kontinuierlich, ihren Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen massiv ausgeweitet, bestimmen also Wachstum und Konjunktur entscheidend mit, und hemmen so per se (unbeabsichtigt) die Entwicklung unternehmerischen Geistes. Dennoch zeigt sich nebenbei eine durchaus positive Seite. So belastend die öffentlichen Verwaltungen, mit all ihren vielfältigen Verzweigungen, die gesamte Wirtschaftsleistung eines Staates beeinflussen mögen, so über Jahre nivellierend wirkt sich ihre Nachfrage nun auf die freien und unbeeinflussten Wirtschaftsprozesse aus; wirken somit glättend, reduzieren also "natürliche" wirtschaftliche Schwankungen. Dennoch ist überraschend, welchen ungeheuren Aufwand die Privatwirtschaft in der Lage ist zu finanzieren (Wo ergeben sich Grenzen, wächst doch der Staatsanteil immer weiter?).

Die Staaten haben so eine Mächtigkeit des wirtschaftenden Anteils erreicht, bei dem jede gravierend wirtschaftlich positive oder politische Strukturä

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