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Ideen für die Schweiz 44 Chancen, die Zukunft zu gewinnen

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2013
  • Verlag: NZZ Libro
eBook (ePUB)
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Ideen für die Schweiz

Die Schweizer Wirtschaft hat sich seit der Jahrtausendwende ausserordentlich robust und erfolgreich entwickelt. Das Land kann sich aber nicht darauf ausruhen, denn die Herausforderungen bleiben gross. Dazu gehören die Folgen der demografischen Alterung, die überproportional steigenden Gesundheitskosten, die anhaltende Migration und das Bevölkerungswachstum, die Engpässe bei der Infrastrukturversorgung, die Zersiedelung der Landschaft, die Sicherung der Energieversorgung, die Wahrung einer eigenständigen Geldpolitik sowie gesellschaftliche Veränderungen, die etwa das Milizsystem infrage stellen oder zu einer neuen Wahrnehmung von sozialer Ungerechtigkeit führen. Die Autoren skizzieren eine mittel- und langfristige Reformagenda, gegliedert nach zwölf unterschiedlichen Politikbereichen. Mit Beiträgen von Alois Bischofberger, Jérôme Cosandey, Urs Meister, Daniel Müller Jentsch, Lukas Rühli, Marco Salvi, Markus Schär, Patrik Schellenbauer, Gerhard Schwarz, Rudolf Walser und einem Nachwort von Ulrich Bremi

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 324
    Erscheinungsdatum: 13.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783038239741
    Verlag: NZZ Libro
    Größe: 7913 kBytes
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Ideen für die Schweiz

01
Der Fluch des Erfolgs - ein Vorwort

Gerhard Schwarz

Wohin bewegt sich die Schweiz?

Kluge Politik - starke Wirtschaft

Stärken stärken - Schwächen schwächen

Die Schweiz in Europa - und in der Welt

A ufruhr im Paradies - der Titel eines unlängst erschienenen Buches beschreibt die Befindlichkeit der Schweizerinnen und Schweizer präzis. Sie geniessen den höchsten Lebensstandard, den es für die breite Bevölkerung in der Geschichte je gab. Und sie erregen sich, weil nicht alle Wohnungssuchenden in den wieder begehrten Kernstädten ein bezahlbares Angebot finden, weil unter den Pendlern in den Stosszeiten die in Tokio oder Los Angeles üblichen Zustände herrschen, weil Wirtschaftsflüchtlinge ihr Gastrecht missbrauchen oder weil Manager, die Millionen beziehen (aber nicht immer verdienen), die mit ihrer Macht und ihrem Einkommen verknüpfte Verantwortung nicht genügend wahrnehmen. Kurz: Die Menschen in aller Welt können die Schweizer um ihre Sorgen beneiden.

Die Probleme der Schweiz - die nicht verniedlicht werden sollen - haben nämlich meist mit dem Wohlstand zu tun, den sie sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erarbeitet, und mit dem Erfolg, den sie im letzten Jahrzehnt erzielt hat. Von der günstigen Situation zeugen harte Zahlen. Selbst über die Jahre der Finanzkrise hinweg verzeichnete die Schweiz Wirtschaftswachstum sowie Überschüsse im Staatshaushalt. Sie erfüllt deshalb, während Europa unter der Schuldenkrise ächzt, als eines von wenigen Ländern die Maastricht-Kriterien. Und sie behauptet im Global Competitiveness Report des World Economic Forum seit Jahren einen Spitzenplatz, nachdem noch vor zwanzig Jahren führende Ökonomen befürchtet hatten, sie werde "vom Sonderfall zum Sanierungsfall".

Dennoch wäre Selbstzufriedenheit fehl am Platze. Die Schweiz kam nur mit Einsatz, Umsicht, Klugheit - oder Schläue? - sowie einigem Glück so weit. Und sie bleibt letztlich Einäugiger unter Blinden. Es steht bei weitem nicht alles zum Besten. Zudem hätte es auch anders kommen können - und es kann wieder ganz anders kommen, wenn die Schweiz ihr Erbe nicht bewahrt und entwickelt, sich nicht für die Zukunft rüstet. Das ist der Hintergrund, vor dem die Beiträge in diesem Buch geschrieben wurden. Sie wollen Anstösse zur Weiterentwicklung des Erfolgsmodells Schweiz geben, oft mutig vorausschauend, aber zugleich doch meist an das Bestehende anknüpfend, wie es Walter Adolf Jöhr, einer der führenden schweizerischen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, gefordert hat.
Wohin bewegt sich die Schweiz?

Kluge Politik - starke Wirtschaft

Dieses Buch ist also kein Prognosebuch. Wohin sich die Schweiz bewegt, kann man ohne prophetische Gaben nicht wissen. Auch der Rückgriff auf Szenarien, auf ganze Pakete zukünftiger Entwicklungen, hilft nicht weiter. Sie suggerieren nämlich so etwas wie widerspruchsfreie Zukünfte. In der Realität kommt es aber immer zu kaum vorhersehbaren Wechselwirkungen verschiedenster Trends. Daher haben wir auf die Szenariotechnik bewusst verzichtet. Hingegen beschreiben wir einleitend einige der derzeit erkennbaren globalen Megatrends, im Bewusstsein, dass sie jederzeit abbrechen oder durch neue Trends ergänzt und ersetzt werden können, dass man sie bestenfalls als grobe Muster zu erkennen vermag, dass sie auf unbekannte Weise miteinander interagieren und dass ihre einfache Fortschreibung in die Irre führen würde. Gleichzeitig haben wir auch einige kurzfristige Entwicklungen zu Rate gezogen. Beide, die grossen Trends und die Aktualitäten, vermitteln eine Ahnung dessen, was auf die Schweiz zukommen könnte, und waren Inspirationen für die hier präsentierten Vorschläge. Grundsätzlich folgen diese aber der Überzeugung von Willy Brandt, dass die Zukunft zu gestalten die beste Art sei, die Zukunft vorherzusagen.

Gegenwärtig steht die Schweiz gemäss einer

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