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Makroökonomik Eine anwendungsorientierte Einführung von Sturm, Bodo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2016
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
28,99 €
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Makroökonomik

Dieses Buch führt in die Grundlagen der modernen Makroökonomik ein. Dabei legen die Autoren Wert auf Anwendungsorientierung und verständliche Darstellung mit geringem Einsatz formaler Methoden. Aufbauend auf einer Einführung in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung werden sowohl nachfrage- als auch angebotsorientierte Perspektiven in der kurzen und mittleren Frist vermittelt. Dabei soll stets die Relevanz der makroökonomischen Konzepte und Modelle für das Verständnis aktueller, wirtschaftspolitischer Probleme verdeutlicht werden. Fallstudien und Übungsaufgaben liefern vielfältige Anwendungsbeispiele für die vermittelten theoretischen Grundlagen.

Bodo Sturm ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Quantitative Methoden an der HTWK Leipzig. Carsten Vogt ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Bochum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 239
    Erscheinungsdatum: 06.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170234475
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 4603 kBytes
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Makroökonomik

1 Einleitung

Die Wirtschaft ist unser Schicksal.
Walter Rathenau, deutscher Außenminister, 1922

Die Makroökonomik ist neben der Mikroökonomik eine grundlegende Teildisziplin der Volkswirtschaftslehre. Womit beschäftigt sich die Makroökonomik? Nun, typisch für die Mikroökonomik ist es, ökonomische Phänomene auf der Ebene des einzelnen Wirtschaftssubjektes zu analysieren. 1 In der Mikroökonomik beschäftigt man sich beispielsweise mit der Konsumentenentscheidung. Dabei geht es darum, das Verhalten eines einzelnen Nachfragers auf Basis der Annahme individuell rationalen Verhaltens zu erklären. Die Makroökonomik geht an ökonomische Phänomene ganz anders heran. Im Rahmen der Makroökonomik interessiert nicht so sehr das Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte, sondern es stehen vielmehr sog. gesamtwirtschaftliche Aggregate im Mittelpunkt des Interesses. So werden etwa in der Makroökonomik alle privaten Haushalte zu einer einzigen Größe - dem Haushaltssektor - zusammengefasst. Ebenso werden alle Unternehmen einer Volkswirtschaft zu einem einzigen Unternehmenssektor vereinigt. Mit anderen Worten: In der Makroökonomik wird sehr stark abstrahiert. Das hat gute Gründe: Volkswirtschaften sind ziemlich komplexe Systeme, die aus Abermillionen einzelner Entscheidungsträger zusammengesetzt sind. Es wäre praktisch unmöglich, das Gesamtgeschehen in einer Volkswirtschaft dadurch zu untersuchen, dass man diese komplexe Realität mit all ihren Details in Modellen abbildet. Typisch sind darüber hinaus aber auch die Fragen, mit denen man sich in der Makroökonomik beschäftigt. Drei ausgesprochen wichtige Phänomene sind es, die hier ganz besonders interessieren: Wirtschaftswachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit.

Egal ob man den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung liest oder die Nachrichten im Fernsehen schaut: Wir alle haben mit Sicherheit schon einmal diese drei Begriffe gehört. Diskussionen um Wirtschaftswachstum und seine Determinanten sind wichtiger Bestandteil der Wirtschaftspolitik. Gemessen wird das Wirtschaftswachstum dabei über die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP), auf dessen Definition wir noch ausführlich zu sprechen kommen. Wachstum ist deshalb so enorm wichtig, weil es die Quelle gesellschaftlichen Reichtums ist. Das langfristige Wachstum einer Ökonomie definiert letztlich den Entwicklungstrend der Konsummöglichkeiten einer Gesellschaft. Die Tatsache, dass es den Menschen in den industrialisierten Ländern der Welt heute bedeutend besser geht als vor 250 Jahren zu Beginn der Industrialisierung, ist genau auf dieses Phänomen zurückzuführen. Auch Entwicklungs- und Schwellenländer setzen daher auf Wachstum, um die Lebensqualität ihrer Bürger zu erhöhen. Zu verstehen, wie es zu Wachstum kommt, welche Faktoren Wachstum fördern oder bremsen, ist daher von erheblicher wirtschaftspolitischer Bedeutung. Dabei wird häufig nach der zeitlichen Perspektive (kurz-, mittel- und langfristig) der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Beeinflussung des Wachstums unterschieden.

Neben dem Wirtschaftswachstum beschäftigt die Menschen - zumindest von Zeit zu Zeit - die Inflationsgefahr. Unter Inflation versteht man einen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Aktuell (2015) liegt die Inflationsrate, d. h. der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, in Deutschland bei 0,4% pro Jahr, was von den meisten Ökonomen als Preisstabilität angesehen wird. 2 Von vielen Marktteilnehmern in der Eurozone wird aber erwartet, dass nachdem die Inflationsrate über einen längeren Zeitraum sehr stabil um bzw. unter 2% pro Jahr lag, diese auf Grund der seit 2009 expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bald ansteigen wird. Inflation ist aus vielen Gründen unerwünscht, unter anderem deshalb, weil sie die Realeinkommen senkt. Letztlich steigt bei Inflation die Geldmenge, ohne dass es zu einem entsprec

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