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Mikroökonomik Eine anwendungsorientierte Einführung von Sturm, Bodo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2014
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Mikroökonomik

Mikroökonomik bedeutet, individuelle Entscheidungen unter Knappheitsrestriktionen zu analysieren und Wege zu einer effizienten Verwendung von Ressourcen zu identifizieren. Dieses Lehrbuch führt in die Grundlagen der Mikroökonomik ein. Ausgehend von der Referenz des Wettbewerbsmarktes und dem einfachen Angebot-Nachfrage-Modell werden Marktversagenstatbestände wie unvollständiger Wettbewerb und externe Effekte besprochen. Ein Kapitel ist den Vertiefungen der Konsumenten- und Produktionstheorie gewidmet. Dabei legen die Autoren Wert auf Anwendungsorientierung und Verständlichkeit bei geringem Einsatz formaler Methoden. Zur Verdeutlichung der Relevanz mikroökonomischer Erkenntnisse werden jedem Kapitel ausgewählte Experimente beigegeben, die mit den Studierenden durchgeführt werden können.

Bodo Sturm ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Quantitative Methoden an der HTWK Leipzig. Carsten Vogt ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Bochum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 242
    Erscheinungsdatum: 02.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170267664
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 4579 kBytes
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Mikroökonomik

2 Selbstregulierung von Märkten

Die Wirtschaftswissenschaft kann allgemein verstanden werden als die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Bewirtschaftung knapper Ressourcen beschäftigt. Knappheit - dieses Phänomen ist offensichtlich der Grundtatbestand, mit dem sich Ökonomen beschäftigen. Dabei ist es zunächst einmal unerheblich, ob wir die Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre betrachten: Ein einigendes Merkmal beider wirtschaftswissenschaftlicher Teildisziplinen ist die Beschäftigung mit der Knappheit als einem unausweichlichen Charakteristikum menschlichen Handelns. Ganz gleich, ob es darum geht, die knappen Ressourcen eines einzelnen Betriebs möglichst sinnvoll einzusetzen, oder die Ressourcen einer gesamten Volkswirtschaft - die Knappheit der Ressourcen ist das zentrale Problem, mit dem sich Betriebs- und Volkswirte konfrontiert sehen.

Grob gesagt besteht die Aufgabe der Wirtschaftswissenschaft also darin, Lösungen für das Problem knapper Ressourcen anzubieten. Die Kernfrage der Ökonomik lautet: Wie sind knappe Ressourcen am besten einzusetzen? Um diese Frage zu beantworten, muss man ein Kriterium definieren, anhand dessen Ressourcenallokationen beurteilt werden sollen. Unter einer Allokation versteht man dabei nichts anderes als die Aufteilung knapper Ressourcen auf eine Gruppe von Individuen. Ökonomen haben sich darauf verständigt, Allokationen nach dem Kriterium der Effizienz zu beurteilen. Eine zentrale Forderung von Wirtschaftswissenschaftlern ist, dass Ressourcen möglichst effizient eingesetzt werden sollten. Diese Forderung nach Effizienz schlägt sich in zwei elementaren Prinzipien nieder, die jedem Studenten der Wirtschaftswissenschaft bereits in seinen ersten Vorlesungen unvermeidlich über den Weg laufen, dem Maximumprinzip und dem Minimumprinzip . Somit gibt es genau zwei Möglichkeiten, den Begriff wirtschaftlicher Effizienz näher zu charakterisieren. Erstens: Wir können den Ressourceneinsatz fixieren. Dann ist Effizienz genau dann erreicht, wenn mit dem gegebenen Ressourceneinsatz ein maximaler Output erreicht wird (Maximumprinzip). Dabei kann es sich beispielsweise um den Unternehmensgewinn handeln, der bei gegebenem Bestand an Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, Material usw.) ein Maximum annimmt oder etwa die gesellschaftliche Wohlfahrt, die maximal werden soll, gegeben ein gesamtwirtschaftlicher Bestand an Produktionsmitteln. Zweitens: Wir können die Zielgröße fixieren. In diesem Fall verlangt das Kriterium der Effizienz, den Ressourceneinsatz zu minimieren. Ein bestimmtes Ziel - etwa ein bestimmter Unternehmensoutput - ist dann mit einem minimalen Mitteleinsatz zu erreichen (Minimumprinzip).

Insbesondere in der Formulierung als Minimumprinzip wird deutlich, dass die Forderung nach Effizienz eine sinnvolle ist: Wenn Ressourcen knapp sind, dann sollten sie möglichst sparsam eingesetzt werden. Oder noch anders formuliert: Die Forderung nach Effizienz besagt eigentlich nichts anderes, als dass Ressourcen nicht verschwendet werden sollten. Auch wenn Ökonomen oft für ihre "effizienzorientierte Denkweise" kritisiert werden - letztlich ist Effizienz das Beste, was wir in einer Welt der Knappheit erreichen können. Machen wir uns an einem kleinen Beispiel klar, warum es auch aus einer sehr allgemeinen, ethischen Herangehensweise schwierig ist, gegen die effizienzorientierte Betrachtung zu argumentieren. Angenommen, in einer ineffizienten Situation A existiert eine Aufteilung von Ressourcen, so dass jeder Akteur ein bestimmtes Wohlfahrtsniveau erreicht. Wenn nun in dieser Situation A Ressourcen nicht effizient eingesetzt werden, bedeutet dies, dass beim Übergang zu einer effizienten Situation B die Wohlfahrt aller Beteiligten unverändert bleibt (d. h. niemand wird schlechter gestellt) und zugleich weniger Ressourcen eingesetzt werden. Anders herum: Man kö

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