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Regionale Wettbewerbsvorteile Identifikation, Analyse und Management von Clustern am Beispiel der Logistik im Rhein-Main-Gebiet von Raschke, Falk W. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2009
  • Verlag: Gabler Verlag
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Regionale Wettbewerbsvorteile

Falk Werner Raschke gibt einen umfassenden Überblick über das Clusterkonzept nach Michael E. Porter, das zu den wichtigsten Instrumenten der strategischen Unternehmensführung und der politischen Gestaltung von Wirtschaftsräumen gehört. Das Buch kann als Einführung in die mikroökonomischen Grundlagen regionaler Wettbewerbsfähigkeit gelesen, als Vorlage für quantitative und qualitative Clusteranalysen genutzt und als Leitfaden für das strategische Clustermanagement angewendet werden.

Dr. Falk Werner Raschke promovierte bei Prof. Dr. Christopher Jahns am Supply Chain Management Institute (SMI) der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel/Wiesbaden.

Produktinformationen

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Regionale Wettbewerbsvorteile

1 Einleitung (S. 1)

"In healthy regions, competitiveness and innovation are concentrated in clusters, or interrelated industries, in which the region specializes. The nation's ability to produce highvalue products and services that support high wage jobs depends on the creation and strengthening of these regional hubs of competitiveness and innovation." Michael E. Porter, Council on Competitiveness (2001a, S. 1)

In den vergangenen zwanzig Jahren hat die Forschergruppe um Michael E. Porter an der Harvard Business School die in der Managementlehre breit geführte Diskussion um Wettbewerbsstrategien von Unternehmen, um Bedrohungen durch externe Wettbewerbskräfte und um mögliche Verteidigungsmaßnahmen dahingehend erweitert, dass nunmehr auch das Umfeld als potenzielle Quelle von Wettbewerbsvorteilen einbezogen wird.

Kombiniert mit Erkenntnissen der Mikroökonomie, Soziologie und Wirtschaftsgeographie entstand so eine allgemeine Theorie regionaler Wettbewerbsfähigkeit, die sowohl auf den unternehmerischen Erfolg als auch auf die Schaffung von Prosperität und allgemeinen Wohlstand zielt.

Erstmals 1990 im Werk The Competitive Advantage of Nations formuliert und 1998 im Sammelband On Competition zur Clustertheorie konkretisiert, bilden Porters Ausführungen die Basis eines fruchtbaren interdisziplinären Wissenschaftsdiskurses sowie praxisrelevanter Strategien für Unternehmen und politische Gestaltung.

Es gibt im Bereich der Regionalökonomie wenige Arbeiten, die in Theorie und Praxis ähnlich einflussreich waren. Ohne Übertreibung kann Porters Werk als grundlegendes Paradigma bezeichnet werden und die Anziehungskraft, aber auch die inhaltliche und methodische Kritik daran halten bis heute ungebrochen an. Erstaunlich ist dieses nicht mit einer einfachen Managementmode vergleichbare Phänomen, da die Clustertheorie bislang nur unzureichend empirisch überprüft wurde (Davies & Ellis, 2000, S. 1202, Martin & Sunley, 2003, S. 9, McDonald, Tsagdis, & Huang, 2006, S. 538-539).

Zwar liegen zahlreiche Fallstudien vor, die den postulierten Einfluss der Clusterpräsenz auf Produktivität und Innovation stützen. Statistische Analysen, die die Methode der Kolokationsbestimmung nachvollziehen, Cluster identifizieren und ihre Auswirkung auf den wirtschaftlichen Erfolg von Regionen untersuchen, gab es neben der im Jahr 2003 von Porter veröffentlichten Analyse der US-amerikanischen Wirtschaft jedoch kaum, werden zugleich aber gefordert (Ketels, 2006a, S. 128-129).

Ausnahmslos alle gesichteten Arbeiten zum Thema nutzen die im Cluster Mapping Project ermittelten und 2003 veröffentlichten Clustergrenzen, übertragen sie mithilfe von Konkordanztabellen und gewinnen zu Porters Vorlage analoge Strukturen, ohne sie auf ihren empirischen Bestand zu überprüfen (Sölvell, Ketels & Lindqvist, 2008, S. 108- 109).

Ursächlich für dieses Vorgehen sind die schwierige Datenlage und der mit Porters Vorgehen verbundene sehr hohe Aufwand bei der Identifizierung von Clustern. Die vorliegende Arbeit widmet sich diesem Problem und bestimmt mit einem in allen Schritten nachvollziehbaren und replizierbaren Vorgehen die deutschen Cluster und das Clusterportfolio des Rhein-Main-Gebietes auf Ebene der Regierungsbezirke, um auf einer möglichst validen Datenbasis die Theorie regionaler Wettbewerbsvorteile zu testen.

Der Nutzen von Porters Clusteransatz beschränkt sich allerdings nicht allein auf die Aufdeckung von Clusterstrukturen und den empirischen Nachweis, dass Cluster über den Erfolg von Unternehmen und den Wohlstand von Regionen entscheiden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, konkrete Handlungsempfehlungen auszusprechen und so zur Gestaltung von Regional- und Unternehmensstrategien beizutragen. Um dies leisten zu können, hat Porter schon vor der quantitativen Clusteranalyse ein qualitatives Instrument entwickelt und beispielhaft auf die US-amerikanische Wirtschaft angewandt

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