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Ursachen, Auswirkungen und eingeleitete Maßnahmen aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von Frick, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2009
  • Verlag: GRIN Publishing
eBook (ePUB)
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Ursachen, Auswirkungen und eingeleitete Maßnahmen aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise

Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Note: 1, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Institut für Volkswirtschaftslehre), Sprache: Deutsch, Abstract: Auszug aus dem Gutachten zur Diplomarbeit: Die eingereichte Diplomarbeit behandelt eine aus ökonomischer Sicht aktuelle und empirisch höchstgradig relevante Thematik, die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise, die im August 2007 in einer ersten Welle von den USA ausging, dann nach globalen Effekten schließlich im September 2008 in einer zweiten Welle zu einer weltweiten Rezession führte. Eine besondere Herausforderung bei dieser Diplomarbeit ist die Aktualität des Themas, aufgrund derer kaum Literaturquellen aus referierten Journalen zur Verfügung stehen, sodass sich die Notwendigkeit einer eigenen inhaltlichen Interpretation der empirischen Fakten in Hinblick auf die ökonomische Theorie ergibt. Sehr positiv fällt bei der Arbeit auf, dass sie kein 'unnötiges Beiwerk' enthält, sondern sich die Abschnitte mit der Beschreibung der theoretischen und institutionalen Rahmenbedingungen, z.B. über das internationale Finanzsystem bzw. keynesianische Ansätze der Wirtschaftspolitik, auf das für das Verständnis der Arbeit absolut notwendige Mindestmaß beschränken. Die Arbeit gliedert sich - abgesehen von den formal erforderlichen Kapiteln und einem Exkurs zu den soziologischen Aspekten - grob in 3 Teile: 1) die Darstellung der Subprime-Krise mit einer ausführlichen Darstellung der Problematik der Ausgangslage, die erst zu einer Krise in Form einer Spekulationsblase führen konnte, 2) einen kurzen Abriss über die Transmissionsmechanismen und Effekte der Krise, u.a. auch auf die internationale Konjunktur, 3) eine Auswahl der wichtigsten Maßnahmen in den USA, in Europa und auf internationaler Ebene. Die Arbeit zeichnet sich jedoch durch eine besonders übersichtliche Darstellung, einen inhaltlich klaren Aufbau sowie eine hervorragende Behandlung der umfangreichen Thematik aus, wobei gerade die Selektion der behandelten Themenkomplexe äußerst gelungen ist. Wie bei wissenschaftlichen (Abschluss-)Arbeiten leider oft nicht der Fall, ist die Lektüre der Diplomarbeit von Markus Frick durchgehend spannend und niemals langatmig. Es werden inhaltliche Anforderungen erfüllt, die sogar über das Niveau einer Diplomarbeit hinausgehen und ein klares Verständnis und eine tiefgehende Durchdringung des Themas vermitteln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 129
    Erscheinungsdatum: 18.06.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783640350001
    Verlag: GRIN Publishing
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V131549
    Größe: 3037kBytes
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Ursachen, Auswirkungen und eingeleitete Maßnahmen aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise

5 Konjunktur

Der Begriff Konjunktur definiert die gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung eines Staates bzw. internationaler Wirtschaftsgruppen. Die Merkmale der Konjunktur sind unter anderem der Stand der Arbeitslosigkeit, Inflation, außenwirtschaftliche Beziehungen, Wirtschaftswachstum, Umweltbelastung und Einkommensverteilung. In der Regel wird davon ausgegangen, dass die Konjunktur in Zyklen eingeteilt werden kann. Ein Zyklus beinhaltet einen Aufschwung und einen Abschwung der Konjunktur. [160]

Üblicherweise wird der gesamte Konjunkturzyklus in vier Phasen eingeteilt. Die Phase I wird gerne als Boom- oder Hochkonjunkturphase bezeichnet. In diesem Zyklus liegt die Produktion über derjenigen bei Normalauslastung und wächst mit abnehmenden Zuwachsraten. In der zweiten Phase findet eine Konjunkturabschwächung oder der Konjunkturabschwung statt. Die Produktion sinkt, befindet sich aber noch über dem Normalauslastungsniveau. Phase III wird als Rezession definiert. In der Rezessionsphase sinkt die Produktion unter den Normalauslastungswert. Die Erholung oder der Konjunkturaufschwung findet in Phase IV statt. In diesem Zyklus steigt die Produktion mit wachsenden Zuwachsraten, allerdings liegt das Produktionsniveau noch unter dem bei Normalauslastung. In Phase I und II ist eine überdurchschnittliche Kapazitätsauslastung gegeben und es ist mit relativ hohen Inflationsraten zu rechnen. Hingegen haben Phase III und IV eine unterdurchschnittliche Kapazitätsauslastung und als Folge eine relativ hohe Arbeitslosenquote. [161]

Der Rezessionsbegriff wird nun etwas näher erläutert, da zahlreiche Volkswirtschaften aufgrund der Subprime-Krise in die Wirtschaftskrise und daher in die Rezession schlitterten.

Der Begriff Rezession wird von Konjunkturanalytikern generell auf wirtschaftliche Schwächephasen angewendet, deren Dauer, Tiefe und Verbreitung über das übliche Maß hinausgeht. Technisch betrachtet ist dann eine Rezession gegeben, wenn ein Rückgang des saisonbereinigten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in mindestens zwei aufeinander folgenden Quartalen gegeben ist. Das BIP ist der umfassendste Indikator für die wirtschaftliche Aktivität und mit der kritischen Zeitspanne von wenigstens sechs Monate wird mit dieser einfachen Regel den beiden Kriterien Verbreitung und Dauer zugleich Rechnung getragen. [162]

In den Medien wird aktuell der Begriff "Depression" im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise verwendet. Darunter ist ein über mehrere Jahre anhaltender Rückgang des BIP zu verstehen (negative Wachstumsraten). Eine Depression führt zu Wohlstandsverlust und zunehmender Armut. Die Weltwirtschaftskrise von 1929, die bis in die dreißiger Jahre anhielt, wird als die "Große Depression" bezeichnet. [163]

5.1 Keynesianismus und Unterschiede zur Neoklassik

Die Keynesianische Lehre, welche ihren Ursprung in der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat, steht für eine aktive Konjunkturpolitik. In ihrer Konzeption ist sie eine antizyklische staatliche Einnahmen- und Ausgabenpolitik mit dem Fokus, stabilisierend auf den Wirtschaftsprozess einzuwirken. Die Budgetgestaltung des Staates sollte nach "Postkeynesianischer" Ansicht dem Konjunkturzyklus entgegengesetzt gestaltet werden. Diese Stabilisierungspolitik kann dabei durch automatische Stabilisatoren des Steuersystems und/oder durch einen fallweisen antizyklischen Einsatz der fiskalpolitischen Instrumente erreicht werden. [164] Keynes hält die Fiskalpolitik für wirkungsvoller als die Geldpolitik, da damit die Nachfrage direkt beeinflusst wird. In Hochkonjunkturp

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