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Volkswirtschaft - was ist das eigentlich? Elementare Zusammenhänge einfach erklärt am Beispiel USA von Ip, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2014
  • Verlag: Börsenbuchverlag
eBook (ePUB)
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Volkswirtschaft - was ist das eigentlich?

Ob Wirtschaftswachstum und Rezession, Inflation und Deflation oder die Geldpolitik der Notenbanken - die Grundkonzepte der Volkswirtschaftslehre gelten weltweit. Am Beispiel der USA erklärt der Journalist Greg Ip, wie Wirtschaft funktioniert und wie das alltägliche Leben durch sie beeinflusst wird, ohne dass er dabei in Fachchinesisch oder reines Zahlenwerk abgleitet. Der Leser lernt so zum einen die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre kennen und gewinnt zum anderen Einblicke in die Institutionen der größten Wirtschaftsmacht der Welt.

Greg Ip ist preisgekrönter Wirtschaftsjournalist und berichtet vor allem über Finanzmärkte, Geld- und Steuerpolitik. Er hat unter anderem für das Wall Street Journal und die Financial Post gearbeitet und ist als Wirtschaftsexperte häufiger Gast in Radio- und Fernsehsendungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 17.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864702013
    Verlag: Börsenbuchverlag
    Originaltitel: The little Book of Economics
    Größe: 1309 kBytes
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Volkswirtschaft - was ist das eigentlich?

KAPITEL 2

WIRTSCHAFT AM BUNGEE-SEIL

Konjunkturzyklen, Rezessionen und Depressionen ... auweia!

ANFANG 1973 BAT DIE New York Times vier Volkswirte um Prognosen. Alan Greenspan sagte voraus, die Wirtschaft würde um sechs Prozent wachsen, und er verkündete: "Es ist sehr selten, dass man so uneingeschränkt optimistisch sein kann wie jetzt." Zur Hälfte hatte er recht, denn die Wirtschaft wuchs in jenem Jahr um sechs Prozent, aber es war eine lausige Zeit für Optimismus. Ein paar Tage nach Erscheinen des Artikels in der Times traten die Aktien in eine tiefe, mehrjährige Baisse ein und bis zum Jahresende war die Wirtschaft in die schwerste Rezession seit Jahrzehnten gestürzt.

Was war geschehen? Das Wirtschaftswachstum und die sinkende Arbeitslosigkeit begannen, die Produktionskapazität der Wirtschaft zu belasten. Die Inflation stieg und bald stiegen die Zinsen ebenfalls. Und der Oktober brachte den Gnadenstoß: Das Ölembargo gegen Saudi-Arabien ließ den Ölpreis durch die Decke gehen. Hohe Zinsen und eine Rezession sind für die Aktienkurse und die Beschäftigung eine böse Kombination.

Über weite Strecken wächst die Wirtschaft dank Bevölkerungsund Produktivitätswachstum. Aber auf kurze Sicht durchläuft sie Zyklen der Expansion und der Rezession. Wenn man die Talsohle des Zyklus erwischt, kann man seinem Portfolio oder seinem Geschäftsplan dadurch zusätzlichen Schub verleihen, aber wenn man den Gipfel verpasst, kann man beides ruinieren.

Die Medizin hat zahllose Durchbrüche erzielt, die uns ein längeres, gesünderes Leben ermöglichen, aber sie hat noch nicht alle Epidemien ausgerottet. Auf ähnliche Weise haben zwar sowohl unser Wohlstand als auch unser Verständnis der Volkswirtschaft gewaltige Fortschritte gemacht, aber den Konjunkturzyklus haben wir immer noch nicht abgeschafft. Konjunkturzyklen sind ein unvermeidliches und unvorhersehbares Kennzeichen von Marktwirtschaften.

Wirtschaftszyklen und Börsenzyklen haben vieles gemeinsam. Beide werden zum großen Teil von einem Tauziehen zwischen den Erwartungen und der Realität angetrieben. Ebenso wie die Aktienkurse Wetten auf die Zukunft von Unternehmen sind, die sich als falsch erweisen können, machen Unternehmen und Haushalte ständig Pläne, die darauf basieren, welche Steigerung ihres Umsatzes oder ihrer Löhne sie erwarten. Die Zukunft ist aber grundsätzlich ungewiss und daher beruhen solche Entscheidungen häufig genauso sehr auf Bauchgefühl wie auf kühler Berechnung. Die Erwartungen werden massiv von der jüngeren Vergangenheit geprägt. Wenn sich Videospiele im vergangenen Monat gut verkauft haben, bestellt das Geschäft für diesen Monat mehr. Wenn die Häuserpreise im letzten Jahr stark gestiegen sind, bauen die Bauträger in diesem Jahr mehr Wohnhäuser.

Jede geschäftliche Expansion stirbt irgendwann. Nur die Todesursachen ändern sich .

Konjunktur- und Börsenzyklen verstärken einander gegenseitig. Wenn General Electric oder Ebay steigende Gewinne melden, bieten die Anleger ihre Aktienkurse in halsbrecherische Höhen hinauf. Wenn der Cashflow und die Anlagepreise steigen, werden weniger Kreditnehmer zahlungsunfähig, sodass die Anleger mehr Unternehmensanleihen und Subprime-Hypotheken kaufen. Höhere Aktienkurse lassen Firmenchefs glauben, sie seien Genies, und deshalb lassen sie ihre Unternehmen weiter expandieren. Wenn Kredite leicht zu bekommen sind, geraten Unternehmen wie Verbraucher in Versuchung, sich mehr zu leihen, als si

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