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Die Neuro-Perspektive Neurowissenschaftliche Antworten auf die wichtigsten Marketingfragen

  • Erscheinungsdatum: 19.05.2016
  • Verlag: Haufe-Lexware
eBook (PDF)
35,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Neuro-Perspektive

Wie schaffe ich einen geldwerten Mehrwert für meine Kunden? Wer ist meine Zielgruppe, was motiviert sie zum Kauf? Wie positioniere ich mein Unternehmen? Wie muss ich kommunizieren, um meine Kunden zu erreichen? Die Autoren dieses Bandes liefern Antworten auf die zentralen Fragen und Herausforderungen im Marketing. Sie bieten neue, praxisorientierte Lösungsansätze und vereinen dabei die klassische Marketingpraxis mit der neurowissenschaftlichen Perspektive - fundiert, praxisnah und brandaktuell. Erfahren Sie, wie Sie für Ihr Unternehmen die richtige Marketingstrategie aufbauen! Inhalte: Der Weg von neurowissenschaftlicher Marketingforschung zu neurowissenschaftlich fundiertem Marketing Kaufmotive und Zielgruppen: wie das Gehirn Entscheidungen trifft Branding, Corporate Identity und Emotionalisierung Preiswahl und Preiswirkung: der Einfluss vom Pricing auf die Kaufentscheidung Online- versus Offline-Marketing inkl. Social Media und Point of Sale
Dr. Benny B. Briesemeister, Dipl.-Psych. ist Mitbegründer des Center for Applied Neuroscience der FU Berlin. Ausgezeichnet als Neurotalent of the Year 2015 und bei der Research to Market Challenge 2014.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 19.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648079775
    Verlag: Haufe-Lexware
    Größe: 5343 kBytes
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Die Neuro-Perspektive

Vorwort

Von der Idee, ein Buch zu schreiben - Meine ganz persönliche Neuromarketing-Geschichte

Dr. Benny B. Briesemeister

Der Grundstein für mein persönliches Interesse an Neuromarketing wurde - ohne dass mir dies damals bewusst gewesen wäre - wahrscheinlich im Spätsommer des Jahres 2009 gelegt. Zumindest behaupte ich das gerne.

Damals, ich arbeitete als Doktorand an der Freien Universität Berlin und entsprechend gehörten unbezahlte Überstunden zu meinem Alltag, kam ich erschöpft von einem langen Arbeitstag nach Hause, in eine kleine Zweizimmerwohnung nahe dem Botanischen Garten. Ich erinnere mich nicht mehr, was ich am besagten Tag genau gemacht hatte - letzten Endes war es wahrscheinlich ein Feierabend wie jeder andere -, aber ich weiß noch, dass ich mich irgendwann auf die Couch im Wohnzimmer fallen ließ und den Fernseher einschaltete, um mich berieseln zu lassen.

Ein allabendliches Ritual.

Keine Ahnung, welches Programm lief oder auf welchem Kanal ich hängen blieb, aber ich erinnere mich daran, wie ich begann zu entspannen, wegzudämmern und die Welt um mich herum zu vergessen - nur um dann jäh aus den Träumen gerissen zu werden.

Mit einem Mal war ich hellwach. Mein Adrenalin pumpte, meine Aufmerksamkeit fokussierte sich auf die Mattscheibe gut zwei Meter vor mir. Das, was ich sah, packte mich, im wahrsten Sinne des Wortes.

Riesige, sanft vibrierende Lautsprecher.

Ein flaches Becken, gefüllt mit kleinen Metallmurmeln, die langsam im Rhythmus der Bässe zu hüpfen begannen.

Mittendrin ein junger Mann, die Arme ausgebreitet, den Ausdruck tiefster Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben.

Ich war elektrisiert.

Das, genau das, was ich da sah, wollte ich auch! - ohne eigentlich zu wissen, was es war.

Ich bin schon immer ein Mensch gewesen, den Werbung fasziniert hat. Ich erinnere mich beispielsweise, wie ich als kleines Kind zum ersten Mal einen Werbespot für Werther's Original gesehen habe und unbedingt dieses Bonbon probieren wollte. Am besten zusammen mit meinem Opa, so wie im Spot dargestellt.

Obwohl ich wusste, dass ich eigentlich gar kein Karamell mag.

Obwohl die Beziehung zu meinem Großvater gar nicht so eng war.

Ausgelöst durch diesen Spot war es für mich eine Zeitlang das Größte, Karamellbonbons zu lutschen. Ich bin also offensichtlich überaus empfänglich für gut gemachte Werbung.

Aber egal wie weit ich auch zurückdenke, ich kann mich an kein so starkes Verlangen nach dem beworbenen Produkt erinnern, wie es damals entfacht wurde, als ich zum ersten Mal die Werbung für 5Gum sah. Damals wollte ich 5Gum kaufen. Auch ohne zu wissen, dass es sich dabei eigentlich nur um einen Kaugummi handelt. Unbedingt.

Und wäre es an jenem Abend nicht schon so spät gewesen, wahrscheinlich wäre ich sofort aufgestanden und losgegangen.

Zum Leidwesen von Wrigleys bin ich es nicht.

Seit meinem ersten Kontakt mit der 5Gum-Werbung sind etwa sechs Jahre ins Land gegangen. Den Werbespot finde ich noch immer gut, auch wenn er seine Magie mittlerweile verloren hat. Kein Wunder, ich habe ihn bestimmt hundert Mal gesehen. Irgendwann gewöhnt man sich an alles.

Ich habe seit dem "Erstkontakt" in vielen Supermärkten an der Kasse gestanden und die charakteristische schwarz-grüne 5Gum-Verpackung gesehen, sie sogar schon in Händen gehalten, bereit, sie in den Warenkorb zu legen. Und doch: Bis zum heutigen Tag weiß ich nicht, wie 5Gum schmeckt.

Ich habe noch nie einen 5Gum gekauft. Habe die Kaugummis stets zurück ins Regal gelegt.

Und vor etwa drei Jahren fragte ich mich das erste Mal: Warum eigentlich?

Was ist auf dem Weg von einem offensichtlich wirkungsvollen Werbespot zur Möglichkeit zum Produkterwerb am Point of Sale schiefgelaufen?

Es hat Jahre gedauert, bis ich eine Antwort auf diese Fragen gefunden habe. Heute möchte ich sie mit Ihnen teilen.

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