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Fair Trade und Corporate Social Responsibility - Zusammenhänge und Hintergründe von Becker, Josefine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2012
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Fair Trade und Corporate Social Responsibility - Zusammenhänge und Hintergründe

Fair Trade ist eine Möglichkeit, Konsum mit Verantwortung zu verbinden. Produkte mit diesem Label begegnen uns tagtäglich. Nach Angaben der Fair Trade Labelling Organizations International haben die Konsumenten und Konsumentinnen auf der ganzen Welt im vergangenen Jahr mehr als 2,9 Milliarden Euro für zertifizierte Fair-Trade-Produkte ausgegeben. Dies entspricht einer Zunahme von rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr und kommt weltweit über einer Million Menschen und ihren Familien unmittelbar zugute. Fair Trade ist also längst nicht mehr nur ein Buzzword, sondern bereits integraler Bestandteil des Lebens vieler Menschen und der Philosophie zahlreicher Unternehmen. Sie alle stellen sich ihrer sozialen Verantwortung und legen Wert auf Nachhaltigkeit bei Produkten, Produzenten und Lieferanten. Unternehmen haben direkten Einfluss darauf, wie mit Arbeitskraft und deren Ergebnissen umgegangen wird. Viele von ihnen denken heute sozialer und über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Corporate Social Responsibility (CSR) als Instrument und Teil ihrer Unternehmensidentität soll für nachhaltiges Wirtschaften sorgen, soziale und ökologische Belange in Einklang bringen mit den Unternehmenswerten. Die dahinter stehende Überlegung ist: Soziales, umweltbewusstes und verantwortungsvolles Agieren, offen zur Schau getragen und kommuniziert, kann ein Unternehmen bekannter machen, wachsen lassen und letztendlich stärken - und das ohne auf Kosten der Schwächeren innerhalb unserer globalisierten Weltgemeinschaft. An diesem gemeinsamen Punkt setzt diese Arbeit an: Lassen sich auf Basis fairen Handelns Fair Trade und CSR miteinander verbinden und gemeinsam nutzen, sei es für Marketingzwecke oder für soziales Handeln auf dem Weltmarkt? Ziel dieses Buches ist, dem Begriff Fair Trade eine Kontur zu geben und die Dimensionen dieser immer populärer werdenden sozialen Handelspolitik aufzuzeigen. Was bedeutet faires Handeln genau, für die Produzenten, für die Distributoren und für die Konsumenten? Welche Schwierigkeiten ergeben sich auf dem Weg in den fairen Handel? Ist der faire Handel wirklich so fair, wie es die Darstellungen einschlägiger Organisationen vermuten lassen? Wie steht der faire Handel mit Corporate Social Responsibility in Zusammenhang? Wer bedingt wen, wer fördert wen, wer arbeitet wem zu? Und schließlich: Kann Fair Trade als ein wirksames Instrument von CSR betrachtet und eingesetzt werden?

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 85
    Erscheinungsdatum: 01.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863416270
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 1507 kBytes
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Fair Trade und Corporate Social Responsibility - Zusammenhänge und Hintergründe

Textprobe: Kapitel 3.4, Grundsätze des Fairen Handels: Die 1990 entstandene EFTA ist eine zwischenstaatliche Organisation für die Förderung des freien Handels und der wirtschaftlichen Integration zum Nutzen der vier Mitgliedstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Sie fungiert als europäischer Dachverband für elf große Fair-Trade-Organisationen aus neun Ländern mit Sitz in den Niederlanden. Vier Jahre später nahm 'Network of European Worldshops', kurz NEWS!, seine Arbeit mit Sitz in den Niederlanden auf. NEWS! ist der Zusammenschluss aller europäischen Weltläden. Heute hat sie ihren Sitz in Mainz. 1997 schlossen sich nationale Siegelinitiativen, darunter die deutsche Siegelorganisation TransFair, zur Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) zusammen, um gemeinsame Standards zu entwickeln und deren Umsetzung zu kontrollieren. Die vier verschiedenen und weltweiten Dachverbände des Fairen Handels, darunter auch die genannte IFAT, kooperieren seit 1996 unter der Bezeichnung FINE: F - Fairtrade Labelling Organizations International. I - International Fair Trade Association. N - Network of European Worldshops. E - European Fair Trade Association. Diese vier wichtigen Akteure haben sich auf eine gemeinsame Definition, einen gemeinsamen Grundsatz und eine gemeinsame Strategie des Fairen Handels geeinigt und arbeiten an folgenden drei Aufgaben: 1. Aufbau eines integrierten und harmonisierten Monitoringsystems 2. gemeinsame Lobby- und Advocacyarbeit 3. Aufbau eines Informations- und Kommunikationssystems Die gemeinsame strategische Zielsetzung der vier Akteure lässt sich in einem Satz beschreiben: mit benachteiligten Produzenten und Arbeitern arbeiten und ihnen helfen, zu mehr wirtschaftlicher Sicherheit und Unabhängigkeit zu gelangen. Die internationale Dachorganisation des Fair Trade, die World Fair Trade Organization (WFTO, ehem. IFAT) hat ihren Sitz in Vancouver, Kanada. Die WFTO ist ein weltweiter Zusammenschluss von Produzentenorganisationen, Importeuren und anderen Organisationen des Fairen Handels. Auch die WFTO hat Standards festgelegt, an die sich Fair-Trade-Akteure und -Organisationen zu halten haben. Wer Mitglied in der WFTO werden möchte, muss eine Aufnahme- und Überprüfungsprozedur durchlaufen. Dabei wird untersucht, ob die aufzunehmende Organisation die internationalen Bedingungen des Fairen Handels kennt und auch einhält. Folgende 10 Standards legt die World Fair Trade Organization fest: 1. Eröffnung von neuen Möglichkeiten für wirtschaftlich benachteiligte Produzenten: Fairer Handel ist eine Strategie zur Linderung von Armut und für nachhaltige Entwicklung. Anliegen aller im WFTO Organisierten soll es sein, Produzentinnen und Produzenten, die vom konventionellen Handelssystem ökonomisch benachteiligt oder marginalisiert wurden, neue Handelsmöglich-keiten zu eröffnen. 2.Transparenz und Rechenschaftspflicht: Fairer Handel setzt transparentes Management und transparente Handels-beziehungen sowie den fairen und respektvollen Umgang mit Handelspartnern voraus. 3. Aufbau von Kapazitäten: Fairer Handel ist ein Mittel zur Entwicklung der Unabhängigkeit der Produzenten. Faire Handelsbeziehungen fördern Kontinuität, sodass Produzenten und deren Vertriebsorganisationen ihre Managementfähigkeiten und ihren Zugang zu neuen Märkten verbessern können. 4. Fairen Handel fördern: Faire Handelsorganisationen erhöhen die Aufmerksamkeit fairem Handel gegenüber und gleichzeitig die Möglichkeit, gerechtere Strukturen in der Welt zu schaffen. Sie liefern ihren Kunden Informationen über die Organisation, deren Produkte und unter welchen Bedingungen diese produziert wurden. Werbung und Verkaufsstrategien sind aufrichtig und zielen nach dem höchstmöglichen Produktstandard und höchster Produktqualität. 5. Faire Preise: Ein fairer Preis im regionalen und lokalen Kontext ist definiert durch Dialog und Partizipation. Er deckt nicht nur die Produktionskosten ab, sondern ermöglicht a

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