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Future-Shopping Die neue Lust an der Verführung - die wichtigsten Trends von Wenzel, Eike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2013
  • Verlag: mi Wirtschaftsbuch
eBook (ePUB)
34,99 €
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Future-Shopping

Shopping im Jahr 2020 Shopping hat viel mit Illusionen, Träumen und der Lust an der Verführung zu tun. Das Kaufen schöner Dinge lässt die Welt (zumindest für Momente) etwas bunter und schöner aussehen. Shopping wertet uns auf, ideali siert uns und lässt uns (auch das hat natürlich zeitliche Grenzen) in der Regel perfekter und begehrens-werter erscheinen, als wir wirklich sind. Shopping ist großes Kino, aber auch Teil der Alltagsroutine. Doch wie entwickeln sich die Präferenzen beim Einkaufen in den nächsten Jahren? Wann und wo werden wir Lust-Shopping machen und wo den Familieneinkauf? Die Trendforscher des Zukunftsinstituts haben dazu vier Szenarien entwickelt: ?Szenario 1: Spaces of Identity. Für den bewussten Konsumenten ist Shopping ein selbstverständlicher Be-stand teil seiner Lebenswelt. Billige Tricks ziehen bei ihm nicht. Das, was er sucht, ist Authentizität. Der be-wusste Konsument begibt sich dazu an Orte, an denen er ein Wohlgefühl hat und mit denen er sich identi-fiziert. Dazu zählt auch die Wiederaneignung des urbanen Raums. ?Szenario 2: Neo-Noblesse. Der Luxus-Shopper der Zukunft ist kein demonstrativer Konsument, denn Luxus wird immer mehr in Erfahrungen und Lebensstilen gesucht, weniger in teuren Produkten. Die Neo-Dandys sind die Romantiker des modernen Konsums. Sie sehnen sich nach einem Aufbruch aus der Normalität, nach Wiederverzauberung und Erotisierung des Konsums. ?Szenario 3: Stand-up-Consumer. Mobiler Lifestyle in einer 24/7-Gesellschaft. Der prototypische Stand-up-Consumer ist der global agierende Business-Nomade. Er sucht nach der Vereinfachung seines Alltags und intelligenter Unterstützungsdienstleistung, die ihn durch eine stressige Welt navigiert. Konsum findet hauptsächlich dort statt, wo uns Infrastrukturen und Kommunikationswege entlang führen. ?Szenario 4: Social Shopping. Die Zukunft des E-Commerce liegt im konsumentengetriebenen Dialog-Handel. In den 'handelsfreien Handelszonen' werden sich künftig Millionen von Menschen tummeln, die akti ve Rollen (Verkäufer, Produkttester, Ratgeber et cetera) einnehmen. Sie sind medienkompetent, kritisch, kreativ, selbstdarstellerisch und community-affin. Dieses Buch zeigt, was beim Shopping in der Zukunft wichtig ist. Zahlreiche Experteninterviews, zum Beispiel mit Götz Werner (dm) oder Thomas Middelhoff (Arcandor), er gänzen dieses wegweisende Werk. Dr. Eike Wenzel ist Gründer und Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (GmbH) und Chefredakteur des Zukunftsletters. Mit dem Portal zukunftpassiert.de betreibt er wissenschaftliche Trend- und Zukunftsforschung und hat sich als erster deutscher Forscher mit den LOHAS beschäftigt. Er ist Kolumnist der Wirtschaftswoche und nimmt Lehraufträge an deutschen und internationalen Universitäten wahr.Andreas Haderlein, Jg. 1973, ist Wirtschaftspublizist und Unternehmensberater. Er ist Gründer und Inhaber der Innovationsberatung für Handel und Dienstleistung SALES DESIGN (sales-design.de) und gefragter Redner auf internationalen Kongressen, Messe-Events und internen Veranstaltungen. Von 2002 bis 2011 arbeitete er für das renommierte Zukunftsinstitut von Matthias Horx, wo er unter anderem die 'Zukunftsakademie' leitete. Seit 2009 ist er zudem Geschäftsführer der SOCCR.NET GbR, die sich auf Aufbau und Vermarktung von Online-Informationsdiensten im Sportbereich spezialisiert (fussballgucken.info). Die Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit sind Neue Medien, E-Commerce und Handelsmarketing. Neben zahlreichen Artikeln und Interviews in der Wirtschaftsfachpresse hat Andreas Haderlein in den vergangenen Jahren als Autor und Co-Autor acht Bücher, Studien und Trenddossiers veröffentlicht, darunter 'Marketing 2.0' (2006), 'Future Shopping' und 'Social Commerce' (2008), 'Sales Design' (2009) und 'Die Netzgesellschaft' (2011). Patrick Mijnals studierte Kognitionswissenschaft und künstliche Intelligenz in den Niederlanden und erforschte die neuronalen Grundlagen von M

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 11.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864161827
    Verlag: mi Wirtschaftsbuch
    Größe: 1212 kBytes
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Future-Shopping

Vorwort

Aldis Umsatz auf dem Heimatmarkt Deutschland ist zum ersten Mal seit Unternehmensgründung rückläufig, hat die Unternehmensberatung Accenture in einer Studie ermittelt. Die Könige der Geiz-Gesellschaft müssen erkennen, dass sie Opfer der eigenen Philosophie geworden sind: Sparen, Billigheimerei und Preisdumping fressen die Margen ihrer Erfinder. Gleichzeitig meldet Hertie Konkurs an, Karstadt kommt einfach nicht auf die Beine und muss weiter Personalabbau betreiben, die Metro findet seit 2007 Geiz ganz offiziell nicht mehr geil und wird ihre Kaufhof-Filialen verkaufen. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen: Arcandor- beziehungsweise Karstadt-Chef Thomas Middelhoff schließt ein Zusammengehen von Karstadt und Kaufhof mittlerweile nicht mehr aus - aus den zwei Warenhausdinosauriern soll etwas Neues entstehen. Aber was?

Angegraute und verwechselbare Modeketten wie Sinn Leffers und Wehmeyer mussten in den letzten Wochen ebenfalls die Segel streichen, weil, so die offizielle Darstellung, die Mietpreise zu hoch seien. Tatsächlich verschlingen die Mietkosten an bestimmten Standorten bis zu einem Viertel des Umsatzes. Aber wie anachronistisch muss eigentlich ein Management sein, wenn es sich mit solch kurzgeschlossenen Begründungen zufriedengibt? Natürlich sind die Mieten ein Skandal - der größere Skandal ist jedoch, dass die Verantwortlichen offenbar schon seit längerer Zeit und mit beachtlichem Starrsinn an der bitteren Wahrheit vorbeigesehen haben, dass sich die Shopping-Gewohnheiten der Menschen verändert haben. Wer bemüht sich noch in die düsteren Waschbeton-Kaufhäuser der achtziger Jahre, wenn er im weltweiten Netz zum gleichen Preis schicke Markenklamotten bekommt?

Es stimmt, dass die Konsumenten in den nächsten Jahren ihre Budgets umverteilen werden. Ölpreis, Klimawandel und Endlichkeit der Ressourcen zwingen uns dazu. Doch wir geben schon seit Jahren immer weniger Geld für den klassischen Versorgungskonsum (Lebensmittel, Kleider) aus. Aber auch das hat zum einen damit zu tun, dass wir von hoher Preisstabilität und Discount- Hype profitiert haben. Zum anderen - und das ist das weitaus wichtigere Argument - hat das damit zu tun, dass wir neben dem Bedarfsdeckungskonsum immer mehr in Bereiche wie Gesundheit, Reisen und Genießen investieren. Allesamt Branchen, die sich über Konsumzurückhaltung in den nächsten Jahren nicht werden beklagen müssen. Was sich in Zukunft in der Konsumsphäre also verändern wird, ist, dass wir zur Bedarfsdeckung noch stärker auf den Preis schauen werden. Für das, was uns wirklich wichtig ist, werden wir jedoch gerne mehr Geld ausgeben. Die Karstadts, Kaufhofs und Woolworths sind auf diese Situation offenbar nicht vorbereitet. Noch immer möchten sie einen diffusen Durchschnittsgeschmack bedienen, den indes keiner mehr akzeptiert.

Warum haben wir dieses Buch geschrieben? Wir halten es nicht für notwendig, den plausiblen und mittlerweile kanonisierten Bestandsaufnahmen zu diesem Thema eine weitere hinzuzufügen. Was wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in "Future-Shopping" anbieten möchten, das sind Schlussfolgerungen und Perspektiven zur Zukunft des Konsums. Trends sind glücklicherweise etwas sehr Konkretes. In ihnen kristallisieren sich Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die vier Shopping-Trends für die Konsumzukunft der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre tragen in sich eingekapselt ein ganzes Verweissystem an Thesen und Beobachtungen, die Ihnen helfen sollen, die Zukunft des Konsums ins Auge zu fassen. Die Shopping-Trends sollen Sie inspirieren oder kreativ irritieren.

Unsere Haltung ist klar: Die Konsumenten selbst - wir - haben die Nase voll von der gedankenlosen Nebeneinanderstape

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