text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Leitfaden Digital Commerce Online den Umsatz steigern: Wie Multichannel, Social Web und Mobile den Handel verändern

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2013
  • Verlag: marketing-BÖRSE
eBook (ePUB)
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Leitfaden Digital Commerce

Digital Commerce boomt: 97 % der deutschen Internetnutzer kaufen online ein. Waren im Wert von 49 Milliarden Euro werden dieses Jahr voraussichtlich online bestellt. Zwei Drittel des Versandhandelsumsatzes werden online erwirtschaftet. Nun kommt die nächste Welle: Mobile Commerce. Inzwischen ist jeder zweite Deutsche über Smartphone/ Tablet online. Drei Viertel der Internetnutzer surfen während des Fernsehens. Für Unternehmen wird es daher wichtiger, für Kunden online erreichbar zu sein. Nur eine professionelle Onlinebestellung anzubieten, reicht nicht. Prozesse müssen neu angepasst werden. Auch stationäre Händler müssen umdenken: Das Smartphone kann neue Käufer ins Geschäft lenken. Die crossmediale Vernetzung entscheidet über den Erfolg. Im vorliegenden Buch beschreiben Kenner der Szene, was sich aktuell ändert und wo der größte Handlungsbedarf besteht. Dr. Torsten Schwarz ist Herausgeber des Standardwerks 'Leitfaden Online Marketing'. Er gilt in der Branche als führender Experte für Online-Kundengewinnung und -bindung. Mit über zehn Büchern und mehreren Lehraufträgen gehört er laut 'acquisa' zu den Vordenkern in Marketing und Vertrieb. Von der Dialog-Akademie DDA wurde er als 'Dozent des Jahres 2009' ausgezeichnet. Sein Fokus sind Strategie-Workshops für Unternehmen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 01.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943666144
    Verlag: marketing-BÖRSE
    Größe: 4404 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Leitfaden Digital Commerce

Der stationäre Markt – eine aussterbende Art?

Wolfgang Lux
1


Schaut man sich den Erfolg des Onlinehandels im letzten Jahrzehnt an, so kann man die provokante Frage stellen, ob der klassische, stationäre Markt im Handel noch Zukunft hat, oder ob es ihm so ergehen wird wie den Dinosauriern, die irgendwann einfach von der Bildfläche verschwunden sind? Diese Allegorie mag künstlich klingen, aber Parallelen lassen sich durchaus erkennen, denn der klassische Handel ist einem Paradigmenwechsel ersten Ranges unterworfen und dieser vollzieht sich in rasanter Geschwindigkeit.

Aber um es vorwegzunehmen: Der stationäre Markt wird im Handel natürlich nicht verschwinden, aber sein Erscheinungsbild und seine Rolle wird sich deutlich verändern, vielleicht mehr als das heute dem einen oder anderen als möglich und sinnvoll erscheint. Warum das so sein könnte, soll dieser Artikel beleuchten. Dazu muss man sich aber erst einmal die Fakten ansehen, die für diese Entwicklung eine maßgebliche Rolle spielen.
Die Entwicklung des stationären Handels

Wenn man sich die letzten zwanzig Jahre im deutschen Handel ansieht – und auf den möchte ich mich hier konzentrieren – so ist zunächst einmal die rasante Erweiterung der stationären Flächen erwähnenswert. "Das Verkaufsflächenangebot im deutschen Einzelhandel hat sich seit 1980 von 63 Millionen Quadratmeter auf 121,5 Millionen Quadratmeter in 2010 fast verdoppelt. Von 2000 bis 2010 wuchs die Verkaufsfläche um 11,5 Prozent, während der Umsatz nur um 2,1 Prozent zulegte." [ 1 ]

Deutschland hat zusätzlich hinter Österreich und den Niederlanden die größte Anzahl von Verkaufsfläche pro Einwohner. Seit 1970 entwickelte sich die Flächenproduktivität im deutschen Handel von damals 5.200 Euro/qm auf 2.900 Euro/qm in 2010 zurück [ 2 ]. Das ist fast eine Halbierung des Umsatzes pro Quadratmeter.

Abb. 1: Flächenproduktivität im Handel seit 1970 [ 3 ] .

Fakt ist, dass die Flächen im stationären Handel in Deutschland sehr viel stärker zugenommen haben als der Einzelhandelsumsatz insgesamt. Dabei liegt Deutschland zum Beispiel in Bezug auf die Anzahl von Einkaufszentren deutlich hinter dem Wert anderer europäischer Länder zurück. Der Handel in Deutschland ist im stationären Bereich anders strukturiert und aufgestellt.
Der demografische Wandel

Wichtig für die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des stationären Handels ist ein weiterer Aspekt, der des Öfteren vernachlässigt wird: die demografische Entwicklung. Deutschland ist eines von zwölf Ländern auf der Welt, in dem nicht nur die Geburtenzahlen rückläufig sind, sondern das auch von einer insgesamt schrumpfenden Bevölkerung betroffen ist [ 4 ].

Eine Hochrechnung des statistischen Bundesamtes geht davon aus, dass die Bevölkerungszahl von derzeit 82 Millionen Einwohner bis 2050 auf 69 bis 73 Millionen Menschen sinken wird. Dabei ist die regionale Verteilung, die den Handel ganz besonders trifft, sehr ungleich verteilt.

Besonders stark betroffen von dem Schrumpfen der Bevölkerung ist der Osten des Landes, dort vor allem die Grenzregionen aber auch bisherige Ballungsräume wie Nordrhein-Westfalen, der auch ein Ballungsraum für den stationären Handel ist. In Nordrhein-Westfalen wird die Bevölkerung in den nächsten zwanzig Jahren wahrscheinlich von

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen