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Small Data Was Kunden wirklich wollen - wie man aus winzigen Hinweisen geniale Schlüsse zieht von Lindstrom, Martin (eBook)

  • Verlag: Plassen
eBook (ePUB)
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Small Data

Das 'Next Big Thing' ist die 'Small Data Revolution' Die führenden Marken der Welt buchen ihn, um herauszufinden, wie ihre Kunden ticken. Martin Lindstrom verbringt 300 Tage im Jahr auf Reisen und beobachtet Menschen in ihrem Zuhause. Auf diese Weise erfährt er ihre geheimsten Bedürfnisse - und revolutioniert anschließend Produkte und Marken. Lesen Sie unter anderem: Wie ein ziemlich kaputter Turnschuh aus dem Zimmer eines elfjährigen deutschen Jungen den Turnaround bei LEGO einleitete. Wie ein Kühlschrankmagnet aus einer Küche in Sibirien eine Supermarktrevolution in den USA auslöste. Wie ein Teddy in einem Mädchenschlafzimmer dabei half, 1.000 Läden einer Modekette in 20 Ländern zu revolutionieren. Wie ein Gehörschutz aus einem Flugzeug zu Pepsis neuem Erkennungston führte. Martin Lindstrom ist Experte für Brandbuilding, Autor mehrerer Bestseller und wurde vom Time Magazine unter die 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt. Autor des New York Times- Weltbestsellers 'Buyology'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864703669
    Verlag: Plassen
    Originaltitel: Small Data (Desire Hunter)
    Größe: 2127 kBytes
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Small Data

STELLEN SIE SICH EINE WELTKARTE VOR. Dann merken Sie gleich, wie sehr sich Ihr Weltbild an Ihrem Wohnort orientiert. Das ist so - wir können nichts dagegen tun. Es passiert ganz automatisch. Die Karte des Universums, die Sie und ich um uns herum zeichnen, lässt ein unbewusstes Navigationssystem entstehen, eine Art Verhaltens-GPS, nach dem wir uns Tag für Tag richten. Unsere innere Karte diktiert uns, ob wir nachts auf der rechten oder linken Bettseite schlafen. Sie schreibt uns unsere Position vor, wenn wir mit einem Freund oder unserem Partner die Straße entlanggehen. Gehen wir auf ihrer rechten oder ihrer linken Seite? Näher am Bordstein oder an der Häuserwand? Auf breiterer kultureller Ebene beeinflusst unsere Herkunft auch unsere Pünktlichkeit. In Australien dürfen Sie beispielsweise davon ausgehen, dass Ihre Gäste mit 30 Minuten Verspätung eintrudeln und häufig noch unangekündigt Freunde im Schlepptau haben. In der Schweiz kommen Gäste stets pünktlich. Verspäten Sie sich um fünf Minuten, sagen Sie vorher Bescheid. In Japan stehen Gäste eine halbe Stunde vor der verabredeten Zeit vor der Tür, in Israel kommen sie 45 Minuten danach.

Unsere innere Karte bestimmt auch, wie wir unser Essen würzen.

In der westlichen Welt haben Salz- und Pfefferstreuer vielfach einen festen Platz in der Küche und auf dem Esstisch. Und wie jeder weiß, sehen sie meist gleich aus: Der Salzstreuer hat drei kleine Löcher, der Pfefferstreuer nur eines. In Asien ist das umgekehrt - in dem Streuer mit drei Löchern ist dort Pfeffer, in dem mit einem Loch Salz. In asiatischen Ländern ist Pfeffer sehr beliebt und es herrscht eine kulturell bedingte Vorliebe für Sojasoße.

Diese und andere Beobachtungen, die ich im Laufe der Jahre in einem Journal festgehalten habe, bewirken, dass ich genau darauf achte, wo bestimmte Gegenstände in Haus und Garten stehen. Gärten können sprechen und Fußwege, Balkone und Briefkästen ebenso. Wände natürlich auch. Meine Mission ist, zu dechiffrieren, was die Pflastersteine, Pfingstrosen, Dekoobjekte und Steinfigürchen über ihre Eigentümer aussagen. Warum hängt ein Gemälde oder Poster hier - und nicht dort? Was verraten die Eulenskulptur, die Medaillen- oder Puppensammlung, die Plüschesel oder die Ahnengalerie an der Wand?

Diese Anhaltspunkte dafür, wer wir wirklich sind, lassen wir jeden sehen. Dabei sind sie universal und im digitalen Zeitalter sogar unauslöschlich. Ich habe ein Phänomen entdeckt, dass diese beiden Eigenschaften zusammenbringt.

Noch vor zehn Jahren, als sich Smartphones und Tablets massenhaft verbreiteten, wurde deutlich, dass Männer und Frauen über 40 Probleme mit der Verwendung von Touchscreens hatten. Sie waren gewohnt, auf Tasten zu drücken und Schalter, Hebel oder Drehknöpfe zu betätigen. Als sie aufwuchsen, war es noch nötig, fester zuzupacken - manchmal sogar richtig kräftig. Heute ist dagegen nur ein leichtes Wischen erforderlich. An Flughäfen in aller Welt stehen ein bis zwei Generationen von Menschen hilflos vor den Touchscreen-Schaltern und wissen nicht, wie sie funktionieren oder welche Taste sie drücken müssen. Das fünfjährige Kind daneben bedient das Gerät dagegen mit virtuoser Leichtigkeit. Die Zahl der Fingerabdrücke auf dem Display eines Handys oder Tablets lässt unschwer Rückschlüsse auf das ungefähre Alter seines Besitzers zu.

Die Umstellung von Knöpfen und Tasten auf eine Welt der Touchscreens hat mehrere Effekte. Zunächst verlieren wir durch Computer und Touchscreen-Notiz-Apps die Fähigkeit, Dinge handschriftlich festzuhalten. Zweitens haben immer mehr Teenager eine Druckstelle am kleinen Finger, weil sie damit ihr Handy halten. Drittens habe ich beobachtet, dass für uns als Spezies gilt, dass unsere Hände schwächer werden. Geben Sie mal einem Schüler oder Studenten die Hand - dann merken Sie gleich, wie schwach ihr Händedruck ist. Unter Männern verliert unter Umständen an Bedeutung, was ein Händedruck

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