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Champagner, Wein & Co. Flüssige Werte als Kapitalanlage von Brückner, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2009
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Champagner, Wein & Co.

Ein guter Tropfen kann auch ein gutes Investment sein: Gesuchte Weine aus weltbekannten Häusern erzielten in den vergangenen Jahren auf internationalen Auktionen Höchstpreise. Mancher Rotwein erwies sich als Blue chip. Und selbst in Krisenphasen fällt der Londoner Wein-Index Liv-ex 100 längst nicht so stark wie die führenden Aktienindices. Bei alten Weinen handelt es sich um rare Sachwerte, die sich nicht beliebig vermehren lassen. Im Gegenteil: Wird irgendwo auf der Welt eine Flasche Spitzenwein entkorkt, verknappt sich das Angebot weiter. Doch erfolgreiche Weininvestments setzen profunde Kenntnisse der Märkte und der Marktteilnehmer voraus. Im vorliegenden Buch erhält der Leser zum einen unverzichtbares Basiswissen rund um die renditeträchtigen Rebensäfte. Zum anderen werden die wichtigsten Provenienzen vorgestellt. Die Weinreise führt von Deutschland und Österreich nach Frankreich, Italien, Spanien und Portugal über die USA und Südamerika bis hin nach Südafrika, Australien und Neuseeland. Genussvoll investieren: Ausgesuchte Spitzenweine und Jahrgangschampagner aus gutem Haus erwiesen sich in den vergangenen Jahren als Outperformer. Und selbst in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten sind edle Weine aus den Spitzen-Anbaugebieten oft wertbeständiger als Aktien und Zertifikate. Aber längst nicht jedes Gewächs bringt wirklich Renditen. Daher gilt die Devise: Erst informieren, dann investieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 17.06.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862485352
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 7984 kBytes
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Champagner, Wein & Co.

Die Marktteilnehmer

a. Weinkritiker

Schauen wir uns etwas genauer an, mit wem man es als Weininvestor und -sammler zu tun hat. Die Erzeuger lassen wir zunächst außen vor, denn die stehen im Mittelpunkt des zweiten Kapitels dieses Buches. Wie gerade erwähnt, entscheidet vor allem ein Kritiker über die Preisentwicklung von Weinen. Genau genommen handelt es sich zwar um ein Team, doch dessen Mitglieder orientieren sich alle am Geschmack des großen Meisters: Robert M. Parker. Der im Jahr 1947 in Baltimore (Maryland) geborene US-amerikanische Weinkritiker entscheidet mit seinen Parker-Punkten über Höhenflüge und Abstürze. Sein Bewertungssystem ist äußerst simpel - und daher vielleicht so erfolgreich: Für schlechte bis unterdurchschnittliche Weine vergibt er 50 bis 69 Punkte. Spitzenweine erhalten 96 bis 100 Punkte. Investmentweine sollten idealerweise 100 Parker-Punkte aufweisen, aber nicht unter 96 Punkten liegen. Ohne Frage kann sich auch der Preis von Weinen mit etwas weniger Punkten gut entwickeln, doch eine möglichst hohe Bewertung durch den "Weinpapst" ist schon eine sehr gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Investment.

Der zweite kursbewegende Kritiker ist der Engländer Hugh Johnson. Seit 1971 publiziert er den World Atlas of Wine , den es seit 1972 in deutscher Übersetzung gibt. Johnsons Bücher erreichen Millionenauflagen. Bekannte Ausgaben in deutscher Sprache sind Der Kleine Johnson und Der große Johnson .

Das Who is who der "Weinpäpste"

Oft zahlt es sich aus, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Eigentlich ist Robert M. Parker promovierter Jurist, der bis Mitte der 1980er-Jahre als Anwalt für eine Bank in Baltimore tätig war. Irgendwann aber fasste er den Entschluss, sich fortan hauptberuflich um Weine und deren Beurteilung zu kümmern. Schon während seiner Zeit als Anwalt dachte er über einen wirklich unabhängigen Weinführer nach, der den Freunden edler Gewächse eine verlässliche Orientierung geben sollte. Im Jahr 1978 hob Parker seine Zeitschrift

The Wine Advocate aus der Taufe. Die Publikation wies zunächst gerade einmal 600 Abonnenten auf. Doch bald machte der unkonventionelle Experte mit seinen vielfach überraschenden und dem Mainstream widersprechenden Bewertungen weltweit Karriere und gewann immer mehr Leser in Europa und Asien. Viele seiner Bücher avancierten zu Bestsellern. Vor allem aber hat das Urteil von Robert Parker auf die Preisentwicklung der betreffenden Weine einen ebenso starken Einfluss wie manche Äußerungen führender Notenbankchefs auf die Kursentwicklung an den Kapitalmärkten.

Hugh Johnson , Jahrgang 1939, ist sozusagen das britische Pendant zu Robert M. Parker, wenngleich sein Einfluss nicht ganz so groß ist wie der seines US-Kollegen. Nach seinem Anglistik-Studium arbeitete er zunächst für das Magazin Vogue, bevor er im Jahr 1963 zum Generalsekretär der Food & Wine Society in London berufen wurde. Seit 1971 publiziert er den World Atlas of Wine.
b. Weinauktionatoren

Ähnlich wie für Kunstsammler führt für Weinliebhaber und - investoren der Weg zu vielversprechenden Raritäten oft über renommierte Auktionshäuser. Zwar gibt es weltweit mehrere hundert Auktionshäuser unterschiedlicher Größe, die immer mal wieder Weine anbieten, doch handelt es sich dabei eher um Zusatzgeschäfte, zum Beispiel bei kompletten Haushaltsauflösungen. Seit mehreren Jahren gibt es allerdings reine Auktionshäuser für Weine und Spirituosen. So lassen sich grob 5 Kategorien unterscheiden:

1. Führende Auktionshäuser

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