text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der einfache Weg zurück in die Steuerehrlichkeit von Jungholz, Bankhaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.05.2011
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der einfache Weg zurück in die Steuerehrlichkeit

Steuersündern wird es immer schwerer gemacht, sich von ihren Verfehlungen reinzuwaschen. Während früher bei einer Selbstanzeige Straffreiheit lockte, gilt dies seit Kurzem nur noch unter ganz bestimmten Umständen. Die sicherste Methode, nicht ins Visier der Steuerfahnder zu geraten, ist natürlich, gar nicht erst zu hinterziehen. Aber was tun, wenn das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist? Der Weg in die Ehrlichkeit ist nicht ohne Fallstricke und es lohnt sich, sich vorab genau zu informieren, welche Schritte sinnvoll und nötig sind. Dieses Buch führt durch den Irrgarten der gesetzlichen Bestimmungen und zeigt die unterschiedlichen Wege raus aus der Steuerhinterziehung.

Das Bankhaus Jungholz ist seit vielen Jahren auf internationales Vermögensmanagement spezialisiert. Es bietet Anlegern aus Deutschland neben nachhaltiger und ganzheitlicher Vermögensanlage umfassende Beratung und Services nach deutschem Steuerrecht. Das Haus zählt zu den von der Fachpresse am häufigsten ausgezeichneten Vermögensmanagern im deutschsprachigen Raum. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten entstanden und bündelt damit Expertise aus mehreren Disziplinen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 19.05.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862485512
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 665 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der einfache Weg zurück in die Steuerehrlichkeit

2
Grundlagen des Steuerstraf- und Verjährungsrechts

Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Sinn, das Tempo zu erhöhen.

Birgit Breuel Dt. Politikerin, 1937

2.1 Steuerhinterziehung und leichtfertige Steuerverkürzung

2.1.1

Allgemeines Der deutsche Steuergesetzgeber knüpft die Abgabepflichten eines in Deutschland wohnhaften Kapitalanlegers an dessen Wohnsitz. § 1 Abs. 1 des deutschen Einkommensteuergesetzes lautet, dass "natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben", unbeschränkt steuerpflichtig sind. Die unbeschränkte Steuerpflicht richtet sich nach dem so genannten Welteinkommensprinzip. Besteuerungsobjekt ist also das "Welteinkommen" eines in Deutschland Ansässigen. Hierzu gehören auch Kapitalerträge aus Namens- oder Nummernkonten in anderen Anlageländern wie etwa Österreich oder der Schweiz. Hat ein Steuerpflichtiger solche Kapitaleinkünfte bislang bewusst verschwiegen, so hat er den Finanzbehörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht sowie die Behörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen. Hier knüpft der Straftatbestand der Steuerhinterziehung an. Wurden hingegen ausländische Kapitaleinkünfte grundsätzlich erklärt, in einzelnen Fällen aber vergessen und wurden diese nach Kenntnis darüber unverzüglich nacherklärt, liegt im Regelfall nur eine leichtfertige Steuerverkürzung vor.

2.1.2

Folgen bei Steuerhinterziehung oder leichtfertiger Steuerverkürzung Die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und leichtfertiger Steuerverkürzung ist in der Praxis von großer Bedeutung. Während der Steuerpflichtige bei einer Steuerhinterziehung vorsätzlich handelt – wobei der Vorsatz von den Finanzbehörden stets nachzuweisen ist –, wird eine Steuerordnungswidrigkeit hingegen als fahrlässig eingestuft. Bei Vorliegen einer nur leichtfertigen Steuerverkürzung kommt es nicht

zu einer "langen" zehnjährigen Festsetzungsverjährung, sondern nur zu einer von fünf Jahren,
zur Festsetzung von Hinterziehungszinsen (Allerdings sind Steuernachforderungen im Rahmen des Besteuerungsverfahrens mit identischem Zinslauf und Zinssatz zu verzinsen) und
zu einer Vorstrafe des Kontoinhabers.
2.1.3

Steuerhinterziehung als Begehungs- oder Unterlassungsdelikt Steuerhinterziehung begeht der Steuerpflichtige aus juristischer Sicht entweder durch "aktives Tun" als Begehungsdelikt oder durch "Unterlassen" als Unterlassungsdelikt. Steuerhinterziehung gilt als Begehungsdelikt, wenn gegenüber den Finanzbehörden oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden. Hierzu zählen etwa unrichtige oder unvollständige Angaben über ein im Ausland angelegtes Vermögen und/oder entsprechende Erträge daraus. Unrichtig ist eine Angabe, wenn sie nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Unvollständig sind Angaben, bei denen etwas fehlt, sprich konkrete Angaben über die Einkünfte aus einem Auslandskonto. Steuerhinterziehung gilt als Unterlassungsdelikt, wenn die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen werden. Pflichtwidrig ist das Unterlassen dabei nur, wenn der Steuerpflichtige eine Erklärungspflicht gehabt hätte. Dies ist dann der Fall, wenn es sich um steuerpflichtige Kapitaleinkünfte aus

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen