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Der Händler, Sammelband 1 Ein ganz normaler Tradingtag und Menschliches, allzu Menschliches. Lieber einen Monat in der Hölle, als einen Tag Trader sein. Zurückhaltung ist der bessere Teil von Tapferkeit. von Voigt, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2015
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Der Händler, Sammelband 1

Ein ganz normaler Tradingtag und Menschliches, allzu Menschliches. Lieber einen Monat in der Hölle, als einen Tag Trader sein. Zurückhaltung ist der bessere Teil von Tapferkeit. Im Mittelpunkt der Buchserie 'Der Händler' steht Philip, ein junger Trader mit großer Leidenschaft für den Börsenhandel. Durch sein jahrelanges Praktikum in einem Handelsbüro lernt er sich selbst nach und nach näher kennen. In den Bänden wechseln sich Romanteile und die dazu gehörigen Fachbuchteile ab und bauen aufeinander auf. Im Romanteil wird der Fachbuchteil vorbereitet, erläutert und praktisch umgesetzt, im Fachbuchteil wiederum werden die Erkenntnisse aus dem Romanteil zusammengefasst und vertieft. Aufbauend auf seinem Bestseller Das große Buch der Markttechnik, bietet Michael Voigt erneut einen zuverlässigen Ratgeber für das markttechnisch orientierte Trading. Die Buchserie 'Der Händler' ist sowohl auf Anfänger als auch auf fortgeschrittene Trader ausgerichtet.

Michael Voigt arbeitet seit vielen Jahren als institutioneller Händler für verschiedene englische Investoren. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf dem Handel an den Terminbörsen. Parallel zu seiner Tätigkeit am Terminmarkt leitet er umfangreiche mehrwöchige Workshops für Tradinganfänger und fortgeschrittene Trader. Seine umfassenden Erfahrungen und seine ihm eigene, ganz besondere Sichtweise der Welt des Tradings haben ihn seit Jahren zu einem gefragten Experten gemacht. Er ist der Autor des Bestsellers Das große Buch der Markttechnik.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 09.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862487868
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 8296 kBytes
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Der Händler, Sammelband 1

Betreff: Ein paar Tipps für die kommenden Handelstage mit unserem Bambino ...

Erhalten: Heute, 23:11 Uhr

Hallo Philip,

nachdem wir uns vorhin verabschiedet hatten, beschäftigte mich, unabhängig von unserem späteren Telefonat, mal wieder lange die Frage deiner emotionalen Achterbahnfahrten und warum diese vom Trading so unheimlich begünstigt wurden - und manchmal auch heute noch werden. Andererseits: Man kommt immer gerade dann einen gedanklichen Schritt vorwärts, wenn die Börse wieder einmal eine teure Lektion vom Konto abzieht. - Stimmt's?

Von daher möchte ich dir, inspiriert von den heutigen Ereignissen, noch ein, zwei Anmerkungen für die kommenden Wochen mit unserem Bambino Stan auf den Weg geben.

Bei allem, was du sagst und tust, vergiss nie: Auch du warst zu Beginn wie Stan ein leidenschaftlicher Händler. Okay, man darf dabei unter Leidenschaft im Börsenhandel nicht das verstehen, was man sonst allgemein üblich "Leidenschaft" nennt. Es hat nichts mit Sex oder Liebe zu tun. Aber es muss bei dir, wie bei jedem anderen Trader, zu Beginn etwas gegeben haben, das dich immer wieder in jene Disziplinlosigkeit hineintrieb. Und vielleicht war das eine Leidenschaft - eine Art Sucht, ein heißes Verlangen nach dem Abenteuer Börse. Bemerkenswert war, dass im Zustand der Erregung eines laufenden Trades und des erregten Chartverlaufes selbst dein Verhalten zwar leidenschaftlich, aber zugleich auch teilnahmslos war. Denn während jeder Trade leidenschaftlich begann, endete er allzu oft teilnahmslos. Ich erinnere mich gut, wie du in den ersten Monaten so ziemlich jede Marktbewegung, die der Handelstag hergab, mit Trades bombardiert hast. Nach zehn Stunden Trading warst du dann zwar völlig ausgelaugt, hast dich aber trotzdem immer noch in weitere neue Trades hineingestürzt.

Mit ein wenig Übertreibung müsstest du darum von deinen ersten Trading-Monaten eigentlich sagen, dass sich alles darin so vollzogen hat, als ob die ganzen Trades mehr zueinander als zu dir gehörten. Auf Trade eins ist immer direkt Trade zwei gefolgt. Und zwar unabhängig davon, ob das nun aus Freude über den Gewinn aus Trade eins oder aus Frust über den Verlust daraus geschah. Oder anders: Du brachtest lieber die Leidenschaft für einen weiteren Trade auf als den Mut zur Langeweile und das geduldige Warten auf das Lieblingssetup. 13

Und so wird unser Bambino Stan wohl aktuell auch glauben, dass sein an den Tag gelegtes Fehlverhalten und sein Aktionismus, der ihn dabei unterstützt, mehr zum Trading an sich als zu ihm selbst gehören. Aber jedes einzelne Fehlverhalten von ihm hat, wenn er sich genau überprüfen würde, mit ihm viel mehr zu tun, als er zu glauben bereit ist - genau wie bei jedem anderen Trading-Anfänger, der dieselben Symptome zeigt. Und ohne Zweifel wird er durch dieses Fehlverhalten als Trading-Anfänger bestimmt und besteht aus diesem - auch wenn ihm dies nicht bewusst ist, und so kommt er sich manchmal nach dem Trading genau so fremd vor wie während des Tradens.

Du weißt, wie es in der Regel ist: Die Verwandten und Freunde eines Trading-Anfängers - so also auch bei Stan - warten nur darauf, dass er einknickt, und das ist auch die erste Trainingseinheit, die einen auf das spätere Trading vorbereiten sollte. Für Stan gibt es momentan nur einen, der Recht hat, und das ist er selbst. Damit ist er eigentlich immer auf Irrwegen, das aber mit Höchstgeschwindigkeit. Nachgegeben wird nicht und zugegeben schon gar nicht. Also sitzt Stan, so wie du damals auch, jeden Trading-Tag da und würde so gerne zeigen, wie gut er die Börse vorhersagen kann, aber der Chart lässt es einfach nicht zu. Deshalb motzt er den ganzen Tag rum, und der Chart setzt ihn jedes Mal wieder neu vor die Tür. 1:0 für den Chart; nächster Trade zu früh rein, 2:0; nächster Trade zu früh raus, 3:0; nächster Trade kein Stopp, 4:0; näc

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