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Der Händler, Sammelband 3 Es gibt für einen Trader zwei Standpunkte: seinen und den falschen. Trading bildet nicht nur einen Charakter, es offenbart ihn. von Voigt, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2015
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Der Händler, Sammelband 3

Es gibt für einen Trader zwei Standpunkte: seinen und den falschen. Trading bildet nicht nur einen Charakter, es offenbart ihn. Im Mittelpunkt der Buchserie 'Der Händler' steht Philip, ein junger Trader mit großer Leidenschaft für den Börsenhandel. Durch sein jahrelanges Praktikum in einem Handelsbüro lernt er sich selbst nach und nach näher kennen. In den Bänden wechseln sich Romanteile und die dazu gehörigen Fachbuchteile ab und bauen aufeinander auf. Im Romanteil wird der Fachbuchteil vorbereitet, erläutert und praktisch umgesetzt, im Fachbuchteil wiederum werden die Erkenntnisse aus dem Romanteil zusammengefasst und vertieft. Aufbauend auf seinem Bestseller Das große Buch der Markttechnik, bietet Michael Voigt erneut einen zuverlässigen Ratgeber für das markttechnisch orientierte Trading. Die Buchserie 'Der Händler' ist sowohl auf Anfänger als auch für fortgeschrittene Trader ausgerichtet.

Michael Voigt arbeitet seit vielen Jahren als institutioneller Händler für verschiedene englische Investoren. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf dem Handel an den Terminbörsen. Parallel zu seiner Tätigkeit am Terminmarkt leitet er umfangreiche mehrwöchige Workshops für Tradinganfänger und fortgeschrittene Trader. Seine umfassenden Erfahrungen und seine ihm eigene, ganz besondere Sichtweise der Welt des Tradings haben ihn seit Jahren zu einem gefragten Experten gemacht. Er ist der Autor des Bestsellers Das große Buch der Markttechnik.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 09.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862487905
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 9913kBytes
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Der Händler, Sammelband 3

Auszug aus Hofners Tagebuch:
"Gelderwerben", sagt man,
"zwingt uns zu einem Denken, das nicht immer vornehm ist.
Daher ist es wahrscheinlich, dass sich
so mancher Trader dazu berufen fühlen wird,
sich bei jedem Handelstag über seine eigene Vernunft zu erheben,
ohne zu wissen, ob er seelisch dazu überhaupt imstande ist!"

Eigentlich hatte Philip heute vorgehabt, ins Büro zu gehen, aber daraus war natürlich nichts geworden. Doch nicht heute - das fehlte noch! Bei diesem Wetter im Büro sitzen und Trades auf mittlerer Trendgröße anstarren! Wenn es regnet - na gut. Doch heute, unter diesem Himmel, der ihn hell und weich anzulachen schien? Nein, ab, Bangkok erkunden war angesagt! Erkunden! Sein Entschluss hatte Philip in eine wahrhaft rosige Laune versetzt. Fröhlich pfiff er vor sich hin, während er durch Straßen und Gassen schlenderte, mittels iPhone und iPad hatte er die Märkte auch ohne Büro, wann immer er wollte, im Blick und damit seine Orders notfalls im Griff. Oft blieb er stehen und atmete tief den typischen Duft von Koriander und Zitronengras ein. Mit diesen Gerüchen hatte er in den Wochen seines Aufenthaltes in Bangkok innige Freundschaft geschlossen ... und wann immer ihm diese Düfte in die Nase stiegen, hielt Philip einen Moment inne, als ob er ein kurzes stummes Zwiegespräch mit ihnen führen würde.

Der Nachmittag versprach, in einen schönen Sommerabend überzugehen, und im Genuss einiger gut laufender Positionen, die ihm nach einigen Fehltrades - die übergeordneten Marktphasen seiner gehandelten mittleren Trendgrößen wechselten gerade - nun vergönnt waren, beschloss Philip, ins Oriental Hotel zurückzukehren und dort auf der hübsch geschmückten Terrasse zu Abend zu essen. Philip betrat das Hotel, plauderte einen Moment mit einem anderen Gast, der ebenfalls geschäftlich in Thailand weilte und dessen offenes Entgegenkommen ihrer Bekanntschaft rasch eine überraschende Herzlichkeit gegeben hatte. Nach einigen Worten wünschten sie einander einen schönen Abend, und Philip hob sein Arm zum Gruß und begab sich auf die Terrasse. - Welch Ausblick! Trat man dort an die Brüstung, so konnte man sich eines weiten Blickes über die Stadt und den entlangfließenden Chao Phraya erfreuen.

Seidene Kissen, vielfarbig von Hand bestickt, waren auf den Stühlen verteilt, denn die Gäste liebten es, weich zu sitzen, wusste das Personal. Die Terrasse war zu dieser frühen Abendstunde noch sehr verlassen, nur ein paar Gäste hatten sich bisher eingefunden: zwei ältere Engländerinnen, deren leise vegetative Existenz man kaum bemerkte, ferner ein gut aussehender Deutscher mit einer hübschen Begleiterin in einem hellen, kühn geschnittenen Kleid - von denen Philip kaum glauben mochte, dass sie ein Ehepaar sein könnten, schienen sie sich doch viel zu herzlich zugeneigt zu sein -, und schließlich ein älterer, sehr vornehmer und kultivierter Herr, der den Tag mit nichts anderem zu verbringen schien, als den sich langsam in der Luft auflösenden Rauch seiner Zigaretten sinnierend zu betrachten - wenn er nicht gerade in einem Buch blätterte. Es waren also noch genügend Plätze frei, und so konnte sich Philip sorglos und für sich allein an einem Tisch niederlassen, der einen besonders guten Ausblick über die Stadt bot.

Er gab einem der Kellner einen kurzen Wink und glich in der Wartezeit auf dem iPad rasch einige Kurse ab.

- Zwei Werte waren mittlerweile aus- und dafür fünf andere eingestoppt!

Philip, auf den Kellner wartend, klappte sein iPad zu und - er wusste nicht, wodurch ausgelöst - fragte sich in diesem Moment, wie viel Zeit er mit seinem "Schnell-mal-kurz-auf-das- iPad -schauen" wohl heute den Märkten gewidmet hatte. Er erschrak über das Ergebnis: Waren es wirklich nur etwa dreißig Minuten gewesen? Nur knapp eine halbe Stunde?

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