text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Kunst des Fragens von Brunner, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2016
  • Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Kunst des Fragens

Alles Wichtige rund um den gezielten Einsatz von Fragen!
- Gezielte Gesprächsführung durch Fragen
- Fragen für bestimmte Situationen, z. B. um Kreativität oder den Teamgeist zu fördern
- Knappe, anschauliche Darstellung; viele Grafiken, Beispiele, Übungen und Tipps
- Zum Download: Quizfragen mit Lösungen
Welche Fragen können wann und wie eingesetzt werden? Welchen Effekt erzielen sie beim Gesprächspartner? Welche Fragetypen gibt es? Und welche Fragen sollten eher vermieden werden? Wichtige Antworten rund um den gezielten Einsatz von Fragen erhalten Sie in diesem praktischen Ratgeber!

Anne Brunner hat eine Professur für Schlüsselkompetenzen an der Hochschule München. Dabei geht es um die so genannten SoftSkills, die nicht nur im Beruf gefragt sind, sondern auch für die Persönlichkeitsbildung und letztlich alle Lebenslagen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 05.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446450653
    Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
    Größe: 18155kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Kunst des Fragens

4 Frageprinzipien
Wissen Sie Fragen zu meinen Antworten?

Henry Kissinger

Welche andere Möglichkeit gibt es, Fragen einzuteilen? Hierbei ist es hilfreich, sich an Prinzipien zu orientieren. Prinzipien sind wie Gefäße, deren Inhalte austauschbar sind.

Die folgenden Frageprinzipien stammen aus der systemischen Paar- und Familientherapie (Simon 2015: 270 ff.). Im Mittelpunkt steht dort meist eine Störung (Symptom, Erkrankung), ein Problem, ein Konflikt oder eine Krise. Diese Prinzipien sind jedoch auch auf andere Systeme übertragbar, z.B. Interview oder beruflicher Kontext.

4.1 Allgemeine Prinzipien 4.1.1 Unterschiede erfragen
Ein Problem wird deutlich, wenn man es mit dem Idealzustand vergleicht:

Woran ist der beschriebene Zustand zu erkennen, an welchem Merkmal?

Welches Merkmal fehlt im Vergleich zum Idealzustand?

Welches Merkmal macht den Idealzustand aus?

Worin besteht der Unterschied?
4.1.2 Beschreiben statt Bewerten
Sinnvoll ist es, Verhalten und Phänomene möglichst neutral zu beschreiben. Erklärungen, Deutungen und Interpretationen sind zunächst zu vermeiden:

Konnen Sie beschreiben, wie sich die Person X verhalten hat?

Was haben Sie gesehen oer gehört?
4.1.3 Eigenschaften "verflüssigen"
Eine große Gefahr besteht darin, Personen auf " Charaktereigenschaften " festzunageln. Sinnvoller ist es, Verhaltensmuster zu beschreiben, die in der Regel auch veranderbar sind.

X: "Du bist ein ,Softie'!"
Zu X: "Welches Verhalten führt dazu, dass Sie X 'Softie' nennen?"

Y: "Du bist launisch!"
Zu Y: "Wie verhält sich Y, wenn Sie ihn als 'launisch' beschreiben?"


Sinnvoll ist es auch, den Kontext zu beleuchten, in dem das Verhalten vorkommt:

In welcher Situation kommt es vor?

Wer ist dabei? Wer reagiert wie?

Was geschieht davor? Was danach?

Wie ist die zeitliche Abfolge?
4.1.4 Opfer- und Tater-Rolle
Aus systemischer Sicht bedingen sich Verhaltensweisen gegenseitig. Das eigene Handeln beeinflusst das der Anderen, und umgekehrt. Starre Rollenzuschreibungen - wie Tater und Opfer - werden dadurch hinterfragt:

Frage an A: Wie konnten Sie erreichen, dass B genau das tut, worüber Sie sich jetzt beklagen?
Antwort von A: Ich müsste folgendes tun: ...

Frage an B: Wenn Sie wollten, dass A genau das tut, worüber Sie sich jetzt beschweren, wie konnten Sie das erreichen?
Antwort von B: Ich müsste mich so verhalten: ...


4.1.5 Eine zeitliche Dimension einführen
Der systemische Ansatz zielt darauf, Verhalten zu verandern. Starre Zuschreibungen ("Das ist halt so") werden gelockert, indem man eine zeitliche Perspektive einführt.

Wann hat die Situation X begonnen?

Wann wird es schlimmer, wann wird es besser?

Wie lange wird es nach Ihrer Einschatzung noch dauern?
4.1.6 Werte klaren
Werte sind die Basis eines Teams und das Fundament einer Organisation. Fragen, die Grundsätze und Werte betreffen, sind daher hilfreich für das Klima in Teams und Organisationen (Hemel 2007: 57). Mogliche Werte sind die Autonomie des Individuums, das Wohl der anderen und die Unternehmensethik.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen