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Gold - Player, Märkte, Chancen Das Handbuch für Goldanleger von Bußler, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2016
  • Verlag: Börsenbuchverlag
eBook (ePUB)
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Gold - Player, Märkte, Chancen

Das Edelmetall zieht die Menschen seit Jahrhunderten in seinen Bann. Papiergeldwährungen sind gekommen und gegangen. Doch Gold hat den Wohlstand seiner Besitzer gesichert - und dieser Aspekt ist in Zeiten der ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken aktueller denn je. In 'Gold - Player, Märkte, Chancen' entführt Markus Bußler die Leser in die faszinierende Welt des Goldes. Egal ob Münzen, Barren oder Goldminen-Aktien - hier erfährt der Leser, welche Fallstricke es zu meistern gilt und wie man sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes am besten und sichersten zu Gold macht.

Markus Bußler ist Redakteur beim Anlegermagazin 'Der Aktionär', Moderator der Fernsehsendung 'Bußlers Goldfolio' und Chefredakteur des Börsendienstes 'Goldfolio'. Als Key-Note-Speaker spricht er regelmäßig auf Finanzmessen und Fachkongressen zum Thema Gold und andere Edelmetalle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 14.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864704161
    Verlag: Börsenbuchverlag
    Größe: 7699kBytes
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Gold - Player, Märkte, Chancen

1. GOLD -
DIE FASZINATION
DES ELEMENTS MIT DER
ORDNUNGSZAHL 79

E igentlich war James W. Marshall mit dem Bau einer Sägemühle beschäftigt, als er am 24. Januar 1848 zufällig auf einen kleinen gelblich schimmernden Klumpen stieß: Gold. In Nordamerika, genauer gesagt, in der Nähe von Sacramento. Die Meldung verbreitete sich binnen weniger Wochen. Und in Kalifornien setzte der wohl bekannteste Goldrausch der Geschichte ein. Binnen eines Jahres kamen mehr als 80.000 Menschen - über Land oder über die See -, um in Kalifornien ihr Glück beziehungsweise ihr Gold zu finden. Sie sehen, Gold hat schon vor Jahrhunderten Menschen im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Doch was macht Gold so besonders?

Um die Faszination von Gold zu begreifen, muss man es einmal in Händen gehalten haben. Das Edelmetall übt auf die meisten Menschen eine magische Faszination aus, die sich mit nackten Fakten allein nicht belegen lässt. Wer Gold einfach nur nüchtern als chemisches Element mit der Ordnungszahl 79 betrachtet, wird sie vermutlich nicht begreifen. Andererseits waren Menschen von Gold schon fasziniert, lange bevor sie von den nackten Zahlen wussten. Die Goldgewinnung selbst lässt sich nämlich bis in die Kupferzeit nachweisen.
Gold - eine immerwährende Währung?

Wichtig, um die Bedeutung von Gold einzuschätzen, ist aber Folgendes: Goldmünzen werden bereits seit dem 6. Jahrhundert vor Christus als Zahlungsmittel genutzt. Und in der Geschichte der Menschheit ist Gold - aber auch Silber - immer wieder als Zahlungsmittel aufgetaucht. Übrigens auch in Deutschland. Die sogenannte Goldmark war während des Deutschen Reiches von 1871 bis 1918 gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland. 2,79 Goldmark entsprachen damals einem Gramm Gold. Die Golddeckung der Währung wurde allerdings mit Beginn des Ersten Weltkriegs aufgegeben - und in Deutschland auch nicht wieder eingeführt. Dies hatte vor allem mit den Reparationen zu tun, die Deutschland nach Kriegsende leisten musste. Deutschland bekam im Anschluss eine Papiergeldwährung oder auch Vertrauenswährung (auch gerne als "Fiat Money" bezeichnet). Die meisten Volkswirte sind sich einig, dass die Abkehr von einer goldgedeckten Währung die Hyperinflation in den 1920er- Jahren erst ermöglicht hat.

International gab es in der Neuzeit lange Zeit ein Währungssystem, das auf Gold basierte. Den Namen haben die meisten von Ihnen sicherlich schon einmal gehört: das Bretton-Woods-System. Bretton Woods ist eine Stadt in den USA, genauer gesagt in New Hampshire. Dort trafen sich Finanzminister und Notenbanker im Juli 1944 zu einer dreiwöchigen Konferenz und legten ein System fest, das bis Anfang der 1970er-Jahre Bestand haben sollte. Damals wurde das Tauschverhältnis des US-Dollar zu einer Unze Gold festgelegt. Der Kurs belief sich auf 35 Dollar. Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) wurde verpflichtet, Gold zum Preis von 35 Dollar je Unze unbegrenzt zu kaufen - aber auch wieder zu verkaufen. Die Zentralbanken sollten den Devisenmarkt faktisch kontrollieren. Die Währungen sollten durch Eingriffe in festen Grenzen gehalten werden.

Die Vor- und Nachteile dieses Systems aufzuzählen würde sicherlich den Rahmen dieses Buches sprengen, zumal sie auch heute in der Literatur noch widersprüchlich diskutiert werden. Das Problem war letztlich der Dollar: Die Länder benötigten immer mehr Dollar, um die Rechnungen im wachsenden internationalen Handel zu bezahlen. Und die USA kamen Anfang der 1970er-Jahre in die Verlegenheit, die Dollarbestände der Mitgliedstaaten des Währungssystems nicht mehr in Gold tauschen zu können. Das endgültige Ende des Bretton- Woods-Systems läutete Frankreich ein, als es 1968 die USA aufforderte, die französischen Dollarreserven nach Frankreich zu liefern. Am 15. August 1971 trat der damalige US-Präsident Richard Nixon vor die Kameras und stoppte die Bindung des Goldpreises an den US-Dollar. Endgültig gescheitert war das Bretton-

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