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Loslassen Raus aus der Perfektionismusfalle von Mumm, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.09.2016
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (PDF)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Loslassen

Wer im Job immer perfekt sein will, der betreibt auf Dauer eine gefährliche Selbstausbeutung. Besser und vor allem gesünder ist es, auch mal weniger als 100 Prozent zu akzeptieren. Erfahren Sie in diesem Buch, wie Sie im Berufsalltag mehr Zufriedenheit erlangen und sich das Leben leichter machen.

Inhalte:

Die Denkfallen der Perfektionisten: Welche Verhaltensweisen uns krank machen
Risiken und Nebenwirkungen: von A wie Arbeitssucht bis Z wie Zwanghaftigkeit
Erfolgsstrategien gegen Perfektionismus: Wie Sie mehr Toleranz für das Nicht-Perfekte entwickeln
Was nicht weiterhilft: Warum manche Techniken nicht ausreichen, um die Ursachen des Perfektionismus in den Griff zu bekommen

Anja Mumm ist Diplom-Betriebswirtin und war lange Zeit im kaufmännischen Umfeld tätig. Seit vielen Jahren unterstützt sie als systemisch orientierter Business Coach Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung. Ziel ihrer Arbeit ist es vor allem, Kommunikationsbarrieren abzubauen, Kompetenzen auf die Problemlösung zu fokussieren und das Blickfeld für 'Utopien und Unmöglichkeiten' zu öffnen. Anja Mumm verfügt über zahlreiche Zusatzqualifikationen, u.a. ist sie Diplom System Coach, NLP Practitioner und Business Master, NLP-Lehrtrainerin sowie zertifizierte H.B.D.I.-Trainerin und zertifizierte Burn-out-Beraterin. Von 2005 bis 2012 war sie Vorstandssprecherin des Deutschen Coaching Verbands e.V. Seit 2012 ist sie Sprecherin der Zertifizierungskommission des Deutschen Coaching Verbands (DCV) e.V.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 07.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648089965
    Verlag: Haufe Verlag
    Serie: TaschenGuide Bd.288
    Größe: 481kBytes
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Loslassen

Perfektionismus: Risiken und Nebenwirkungen

Wer mit dem Credo lebt, perfekt sein zu müssen, führt ein anstrengendes Leben. Aber nicht nur das: Das Streben nach Perfektion kann dunkle Schattenseiten haben, so vor allem für die Betroffenen selbst.

In diesem Kapitel erfahren Sie u. a., warum Perfektionisten

Probleme gerne auf die lange Bank schieben,

zu Arbeitssucht, Zwangserkrankungen und Burn-out neigen,

ab und an Essstörungen entwickeln,

nicht selten Beziehungsprobleme haben,

in der Regel keine Karriere machen.
"Aufschieberitis"

Einer der am häufigsten genannten dysfunktionalen, also schädlichen Aspekte des Perfektionismus ist die sog. Prokrastination. Darunter wird das Aufschieben von Tätigkeiten verstanden. Übersetzen kann man dieses sperrige Fachwort daher in etwa mit "Aufschieberitis". Dabei bedeutet Aufschieben in diesem Zusammenhang entweder, dass man erst gar nicht mit einer Aufgabe anfängt, oder, dass man sie immer wieder unterbricht. Man hat sich also etwas vorgenommen und weiß auch, dass es erledigt werden muss, macht es dann aber nicht.

Nun werden auch diejenigen, die nicht zum Perfektionismus neigen, hin und wieder von dieser Aufschieberitis befallen. Das gilt vor allem dann, wenn es um Tätigkeiten geht, die nicht auf Platz 1 der Beliebtheitsskala stehen, wie z. B. Fensterputzen, die Steuererklärung, der Besuch beim Arzt. Auch Entscheidungen schiebt der Mensch gerne vor sich her, so vor allem diejenigen, die unangenehme Konsequenzen haben (könnten), wie z. B. der Wohnungs- oder Jobwechsel oder auch die längst fällige Lösung aus einer kaputten Beziehung. Wenn wir nur ab und zu an Aufschieberitits leiden, ist das also ganz normal. Schwierig wird es, wenn sie zum Dauerzustand wird.

Theorien zur Prokrastination gehen davon aus, dass deren Ursachen entweder in der Angst vor dem Versagen, in der Angst vor der (negativen) Bewertung oder eben im Perfektionismus zu suchen sind. Allerdings ist hier vor allem der dysfunktionale Perfektionismus gemeint. Funktionales perfektionistisches Streben mündet eher weniger in Aufschieberitis. Der Grund: Jemand, der an sich hohe Ansprüche stellt und dadurch aus sich selbst heraus, also intrinsisch, leistungsmotiviert ist, geht eher zielstrebig an eine Aufgabe heran und verschiebt sie gar nicht erst nach hinten. Wer sich dagegen gezwungen fühlt, von außen an ihn herangetragene Erwartungen zu erfüllen, die er gleichzeitig als unerreichbar empfindet, nimmt dies als demotivierend wahr. Er verschiebt alles, was damit zu tun hat, und ist dann mittendrin in der Prokrastination.

Meist sind Menschen, die davon betroffen sind, nicht besonders glücklich mit ihrem Verhalten. Sie fühlen sich damit nicht wohl, haben Angst oder gleiten deswegen sogar in eine Depression. Und natürlich sind sie, wenn der Termin immer näher rückt, zusätzlich hohem Stress ausgesetzt, da die aufgeschobene Angelegenheit dann dringend in einer Hauruck-Aktion erledigt werden muss.
Zwanghaftigkeit

Vielleicht haben Sie die Überschrift zu diesem Abschnitt mit einiger Skepsis gelesen und fragen sich, was Perfektionismus mit Zwanghaftigkeit zu tun haben soll. Die Antwort lautet: viel, denn Perfektionismus und Zwangserkrankungen sind eng miteinander verwandt. Eigentlich ist es offensichtlich - es gilt in beiden Fällen, etwas Unangenehmes zu vermeiden. Unangenehmes kann uns in vielen Formen begegnen, so z. B. in Gestalt von

alltäglichen Vorkommnissen, wie Ungewissheit, Kritik oder mangelnder Kontrolle über etwas,

tatsächlichen oder vermeintlichen katastrophalen Ereignissen.

Wenn wir diese Szenarien zu Ende denken, geht es bei ihnen einzig und allein um die Vermeidung und Abwehr von Angst.

In der sog. Internationalen

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