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Unternehmensanleihen - simplified Hohe Rendite und Risiko perfekt im Griff von Hasler, Peter T. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2013
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Unternehmensanleihen - simplified

Bereits seit Jahrhunderten sind Anleihen zentraler Baustein im Finanzierungsmix von Unternehmen. Insbesondere Bonds kleiner und mittlerer Unternehmen erfreuten sich in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit. Heute weisen sie vielfältige Merkmale auf, wie variable Verzinsung oder eine Index-Orientierung mit Inflationsschutz. Für Sie als Anleger stellt sich daher schnell die Frage: In Anleihen investieren - aber wie? Peter Hasler beantwortet die wichtigen Fragen des Anlageerfolgs: Wie lesen Sie einen Wertpapierprospekt? Müssen Sie auch bei Anleihen diversifizieren und wenn ja, wie stark? Was müssen Sie tun, wenn sich das Rating einer Anleihe verschlechtert? Und wie schützen Sie sich vor schwarzen Schafen? Wie Sie nicht nur die Grundlagen kennenlernen, sondern Risiken erkennen und sich ein Depot aus hochwertigen Anleihen zusammenstellen, zeigt Ihnen Peter Hasler in diesem Buch.

Peter Thilo Hasler, beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Aktien kleiner und mittelständischer Gesellschaften, seit dem Börsenstart der Mittelstandssegmente auch intensiv mit Unternehmensanleihen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 04.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862484850
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Serie: simplified
    Größe: 1557 kBytes
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Unternehmensanleihen - simplified

2 Typische Emittenten von Anleihen

"Knowledge makes a man unfit to be a slave."

Frederick Douglass (1817–1895), US-amerikanischer Vorkämpfer der Sklavenbefreiung und Schriftsteller

Als Emittenten von Anleihen treten verschiedene Institutionen auf, die nach ihrer Finanzkraft und ihrer Bonität unterschieden werden können. Grob gesprochen kann zwischen Unternehmensanleihen, Anleihen von Banken und Anleihen des Staates bzw. öffentlicher Gebietskörperschaften des In- und Auslandes unterschieden werden.
2.1 High-Grade- und High-Yield-Unternehmensanleihen – Erste Wahl und Ramsch

High-Grade-Unternehmensanleihen sind Anleihen mit einem Rating, das besser ist als BBB-. Dieses Rating nennt man Investment-Grade-Rating. Bei ihnen handelt es sich also um Unternehmen mit guter bis sehr guter Kreditwürdigkeit und äußerst geringem Insolvenz- oder Default-Risiko.

Anleihen von Emittenten unterhalb des Investment-Grade-Ratings werden als High-Yield-Bonds, Low-Grade-Bonds oder etwas despektierlich Junk Bonds (auf Deutsch also wörtlich Schrottanleihen) bzw. Ramschanleihen bezeichnet. Der Begriff Junk Bonds stammt aus den 1970er-Jahren und geht auf Unternehmensanleihen zurück, deren Bonität sich so weit verschlechterte, dass sie ihren Investment-Grade-Status verloren. Es sind also ausgesprochene Risikopapiere.

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Als das erste Unternehmen, das Junk Bonds emittierte, gilt Texas International Incorporated, ein Öl- und Gasförderer, der im April 1977 Anleihen mit einem Nominalzins von 11,5 Prozent emittierte.

Innerhalb des High-Yield-Marktes wird zwischen Quality-Junk und -Real-Junk unterschieden. Erstere weisen ein Rating von BB oder B, letztere von CCC oder schlechter auf. Daneben kann zwischen "Fallen Angels" und "Born Junk Bonds" unterschieden werden: Fallen Angels sind Anleihen, deren Bonität sich während der Anleihelaufzeit von Investment Grade auf Speculative Grade verschlechtert hat. Sie sind also im wahrsten Sinne abgestürzte Engel. Hier hat der Investor zwar ursprünglich in ein gutes Anleiherisiko investiert, dieses hat sich jedoch im Lauf der Zeit sukzessive verschlechtert, bis es den Investment-Grade-Status verloren hat und in den Speculative Grade abgerutscht ist. Bei Born Junk Bonds hingegen entscheidet sich der Anleger bewusst für das höhere Anlagerisiko. Er erwirbt Papiere, denen er von Anbeginn keine Höhenflüge zugetraut hat. Er erwartet jedoch, dass der Emittent wirtschaftlich gesundet oder sich zumindest nicht weiter verschlechtert. Streng genommen kann diese Asset-Klasse nochmals unterteilt werden, und zwar in Anleihen von Emittenten mit niedrigem Rating, die definitionsgemäß nur Anleihen mit geringer Bonität begeben können. Auf der anderen Seite gibt es Anleihen von Emittenten mit gutem Rating, die sich jedoch bewusst entscheiden, eine Anleihe niedriger Bonität zu begeben, etwa weil sie angesichts des hohen Kapitalbedarfs keine weiteren bonitätsstarken Anleihen mehr begeben können, sondern typischerweise nachrangige, mezzanine Anleihen emittieren.

Mezzanine-Kapital

oder Mezzanine-Finanzierungen (vom italienischen mezzo = halb) ist der Sammelbegriff für Finanzierungsarten, die in ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltung eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital sind (siehe auch Kap. 7.1)

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Der typische Fall nachrangiger Anleihen ist die Finanzierung einer fremdfinanzierten Übernahme, eines sogenannten Leveraged Buyouts über nachrangige Anleihen. Die Übernahme eines Unternehmens, beispielsweise durch das eigene Management, soll durch

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