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Weltsichten - Weitsichten Ein Ausblick in die Zukunft der Weltwirtschaft von Rethfeld, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.12.2007
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Weltsichten - Weitsichten

Was bewegt unsere Welt, die sich in einem immer schnelleren Wandel befindet? Technische Veränderungen, weltwirtschaftliche Probleme, globale Umweltzerstörung und politische Umwälzungen lassen das Misstrauen in der Bevölkerung anwachsen. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme der Entwicklungen der letzten 1000 Jahre, geben die Autoren einen hochinteressanten Ausblick in das 21. Jahrhundert: Zwei präzise Szenarien, die den Weg weisen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 31.12.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862485598
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 2269 kBytes
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Weltsichten - Weitsichten

Vorwort

Die meisten Menschen ahnen, dass die Zeiten zunächst vorbei sind, in denen sie voller Optimismus in die Zukunft blicken können. Sie lesen und hören viel darüber, wie es weitergehen soll. Aber kaum etwas passt zusammen.

Der Leser weiß vielleicht noch nicht, dass sich die Welt wellenförmig, in Zyklen oder in Widersprüchen bewegt, aber er ahnt es. Er weiß möglicherweise nicht, wie sehr neue Technologien den Lauf der Weltgeschichte beeinflussen können, aber er ahnt es. Der Leser ahnt auch, dass der Lauf der Geschichte maßgeblich von handfesten Interessen und bestimmten Gesetzmäßigkeiten beeinflusst wird.

In diesem Buch versuchen wir, die vielen losen Gedankenfäden miteinander zu verbinden und die einzelnen Sättigungstendenzen unserer modernen Gesellschaft in einen Gesamtzusammenhang zu stellen, der durch historisches Wissen sowie wissenschaftliche und philosophische Erkenntnisse untermauert wird. Wir entwickeln verschiedene Wege ins 21. Jahrhundert, die unseren Leser anregen sollen, sich mit seiner Zukunft auseinander zu setzen und sich seine eigene Meinung zu bilden.

250 Jahre industrielle Revolution haben ihre Spuren hinterlassen. Wir befinden uns aktuell auf dem Höhepunkt einer wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklung. Die gegenwärtige Misere zeigt einen strukturellen Charakter. Im ersten Teil unseres Buches tragen wir viele Dinge zusammen, die in eine beunruhigend falsche Richtung laufen.

Die Bevölkerung überaltert und schrumpft, die Produktion von Erdöl geht ihrem Höhepunkt entgegen, die globale Erwärmung des Weltklimas führt zur Anhebung der Meeresspiegels und zur Verödung ganzer Landstriche. Die Arbeitslosigkeit steigt hartnäckig; die Folgen der Globalisierung werden auf allen Ebenen sichtbar. Die Globalisierung schafft anscheinend mehr Probleme, als sie zu lösen imstande ist. Sie hat zu einem Wettlauf um preiswerte Arbeitskräfte geführt, deren Verlierer die Arbeitnehmer der Industrieländer sind. Der Widerspruch zwischen Arm und Reich nimmt zu und lässt weiteren Sprengstoff entstehen.

Die Finanzwelt hat die größte Spekulationsblase der menschlichen Geschichte immer noch nicht verdaut, tiefes Misstrauen hat sich breit gemacht. Spekulative Billionenbeträge rasen auf elektronischem Wege ungehindert um die Welt. Die Wirtschaft kämpft mit stagnierenden Märkten und zurückgehender Kaufkraft. Die Entwicklung der Produktivität stößt an Grenzen. Nullwachstum und Rezessionsgefahren belasten. Das Gespenst der Inflation oder wahlweise der Deflation geht um. Die immense öffentliche und private Schuldenlast droht, uns zu erdrücken. Die niedrigsten US-Zinsen seit 40 Jahren vermochten an all dem bisher nichts zu ändern.

Wie bei einem Puzzle fügen sich die gesellschaftlichen Tendenzen in diese Landschaft. Brot und Spiele, lautet das Motto. Das Fernsehen - ursprünglich als Informationsinstrument gedacht - hat sich zu einer gigantischen Unterhaltungsmaschinerie gewandelt und ist bis in die tiefsten Schichten der Bevölkerung vorgedrungen. Wie in Colosseum und Circus Maximus des alten Rom sind die Vorführungen kostenlos - sieht man von TV-Gebühren ab. Fernsehsport wie Fußball und Formel 1 bringen Spannung in den Alltag und bedienen das Aggressionspotenzial. Die Ferienindustrie hat sich zum weltgrößten Wirtschaftszweig entwickelt und befriedigt Wellness- und Wohlfühlinstinkte, die sich im Arbeits- und Alltag aufbauen. Die strukturelle Krise bedroht auch sie. Unterhaltungs- und Ferienindustrie unterliegen schließlich ebenfalls wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten.

Die Lähmung der demokratischen Institutionen ist so offensichtlich, dass

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