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Wilder Sex Das Liebesleben der Tiere von Bondar, Carin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2016
  • Verlag: WBG Theiss
eBook (ePUB)
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Wilder Sex

Sie denken, Ihr Liebesleben sei kompliziert? Dann werfen Sie einmal einen Blick ins Tierreich. Auch wenn sich die Schritte ?Partner finden - sexuelle Vereinigung - Aufzucht der Jungen? gleichen, läuft dieser Prozess bei Tieren doch um einiges aufregender ab. Oder hatten Sie es schon einmal mit rasiermesserscharfen Geschlechtsteilen, chemischer Kriegsführung und mörderischen Kannibalen bei der Partnersuche zu tun? Und bestimmt sind Sie dabei auch nicht von Raubtieren gejagt worden. Anhand von unzähligen Beispielen macht uns die Autorin mit den unterschiedlichsten Methoden der Tiere vertraut: manchmal witzig, nicht selten gewalttätig und oft überraschend einfallsreich! So entsteht ein umfassendes Bild des tierischen Sexualverhaltens. Lernen Sie die ausgeklügelten Strategien der Tierwelt im Kampf zwischen den Geschlechtern kennen und erfahren Sie, wie ähnlich wir den Tieren in einigen Dingen sind. Dr. Carin Bondar hat in Populationsökologie an der Universität British Columbia (Kanada) promoviert. Sie tritt als Expertin und Moderatorin im Fernsehen auf, etwa in der Sendung 'Stephen Hawking's Brave New World'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 01.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783806233988
    Verlag: WBG Theiss
    Originaltitel: The Nature of Sex
    Größe: 1177 kBytes
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Wilder Sex

15 Teil eins
Das Treffen

Im Allgemeinen gehören im Tierreich zur Paarung immer zwei. Aber haben Sie sich je gefragt, wie uns die effektive Partnersuche eigentlich gelingt? Wie begeben wir uns in Situationen, in denen wir größere Chancen haben, unserem Traummann oder der Traumfrau zu begegnen? In Wirklichkeit ist es häufig anstrengender, einen passenden Partner zu finden, als ihn ins Bett zu bekommen. Es gibt Millionen von Singles in der Welt der Menschen: Über 44 Prozent aller Amerikaner über 18 sind alleinstehend. Ganz zu schweigen von denen, die schon einmal eine Beziehung hatten und inzwischen wieder solo sind - die Scheidungsraten in der westlichen Welt liegen außerordentlich hoch, in manchen Ländern bei bis zu 70 Prozent. Für Menschen ist die Entscheidung, mit wem sie eine Bindung eingehen, von grundlegender Bedeutung, da wir in der Regel weniger Nachkommen produzieren, als unser Körper es physisch zulassen würde, und diese gewöhnlich alle mit demselben Partner zeugen. Die Entscheidung für einen Partner, mit dem wir unsere biologische Identität teilen, hat daher weitreichende Konsequenzen. Soll man es wagen, in einem Online-Datingprofil sein Inneres nach außen zu kehren? Verlässt man sich auf die Wahl von Freunden oder Kollegen, die einen verkuppeln wollen? Es gibt endlos viele Möglichkeiten, wie menschliche Paare sich kennenlernen und zueinanderfinden können, doch das ist noch gar nichts im Vergleich zu den entsprechenden Szenarien im übrigen Tierreich. Denn wer auf Sex aus ist, muss zuerst immer noch mindestens einen willigen Partner finden ...
16 Stimmen der Leidenschaft

Menschenfrauen lassen sich zweifellos davon beeinflussen, wie sinnlich ihr männliches Gegenstück seine Stimme einzusetzen vermag. Eine sexy Radiostimme oder ein schönes Lied können uns selbst ohne den dazugehörigen visuellen Reiz verführen. Genau wie viele andere sexuelle Merkmale bei den unterschiedlichsten Tierarten sind die Lautäußerungen des Männchens eine Möglichkeit, sich Zugang zur Damenwelt zu verschaffen. Viele Weibchen leiten aus dem Gesang eines Männchens Informationen über seine biologische Fitness ab, und zwar nicht selten, ohne den Sänger dabei zu sehen. Wie bei jeder Art von sexuellen Ornamenten gibt es beim Hervorbringen eines Liedes sowohl einfache als auch schwierige Aspekte, wobei sich an den schwierigen Stellen die Spreu vom Weizen trennt. Mit anderen Worten: "Hänschen klein" kann jeder zwitschern, nicht jedoch eine spektakuläre Interpretation von Beethovens Fünfter. Singvogelweibchen können ein Männchen nach Länge, Dialekt, Repertoire und Komplexität seiner Lieder beurteilen. Selbst die Konsistenz bei der Wiederholung ähnlicher Noten oder ein Triller (eine einzelne Silbe wird in rascher Folge wiederholt) fließt in die Gesamtnote mit ein. Alleinstehende Vögel singen in der Regel andere Lieder als Männchen, die sich bereits mit einem Weibchen verpaart haben (hier bitte einen Witz über die traurige Weise des Ex-Junggesellen einfügen). Das ist deswegen nur logisch, weil ein Männchen auf der Suche nach einer Partnerin vorrangig ganz andere Dinge signalisieren muss als eins, das gegenwärtig in festen Händen ist. Gegenwärtig ist dabei der springende Punkt, denn bei den meisten sozial monogamen Vogelarten sind außerpartnerschaftliche Kopulationen eher die Regel als die Ausnahme. Das bedeutet, die Männchen mehrerer Vogelarten verändern ständig ihren Gesang - je nachdem, ob sie mit ihrer besseren Hälfte zu Hause sitzen oder draußen auf der Suche nach einem heißen Abenteuer sind.

Einige Vogelarten beschränken sich nicht auf Paarungsrufe, sondern singen im Duett. In der Regel findet man dieses Verhalten bei sozial monogamen Arten; man nimmt an, dass es die Paarbindung 17 nach außen demonstrieren soll. Im Duett singende Paare verwenden eindeutige Liedcodes, um ausschließlich den Partner anzusprechen, wa

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