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Der HPLC-Experte II So nutze ich meine HPLC / UHPLC optimal!

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2015
  • Verlag: Wiley-VCH
eBook (ePUB)
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Der HPLC-Experte II

Stavros Kromidas wurde nach langjähriger Tätigkeit im Verkauf von Waters Chromatography Inhaber und Geschäftsführer der Novia GmbH, später selbständiger Berater. Der promovierte Chemiker arbeitet seit 1978 auf dem Gebiet der HPLC und hat seit 1984 zahlreiche Trainingskurse und Workshops geleitet. Er ist Autor einer regelmäßigen HPLC-Kolumne in der Zeitschrift "Labo" sowie einer Reihe außerordentlich erfolgreicher Bücher.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 08.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783527687787
    Verlag: Wiley-VCH
    Größe: 5013 kBytes
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Der HPLC-Experte II

1
Wann sollte ich meine UHPLC als UHPLC betreiben?

S. Kromidas

Moderne analytische LC-Anlagen sind ausnahmslos als UHPLC-Anlagen konzipiert. Allerdings werden außerhalb von reinen Forschungslabors höchstens ca. 30-40% der Trennungen an UHPLC-Anlagen unter UHPLC-Bedingungen durchgeführt. Damit sind Drücke oberhalb ca. 800 bar gemeint. In welchen Fällen ist es nun sinnvoll oder sogar notwendig, die vorhandene UHPLC-Anlage tatsächlich unter UHPLC-Bedingungen zu betreiben? Und in welchen Fällen sollte man dagegen die UHPLC-Anlage möglicherweise eher im "klassischen" HPLC-Modus oder lediglich für schnelle HPLC-Trennungen einsetzen? Und: Sollte die nächste LC-Anlage vielleicht doch wieder eine HPLC werden? Genau um solche Entscheidungen geht es in diesem Kapitel. Dazu hilft die Beantwortung zweier Fragen, mit denen wir uns beschäftigen werden. Die erste lautet: "Was benötige ich eigentlich?" Dabei gilt es zu definieren, welche Charakteristika einer HPLC-Methode in genau dieser Situation im Vordergrund stehen, z. B.: kurze Retentionszeiten, zuverlässige Methode, maximale Auflösung/Peakkapazität, niedrige Nachweisgrenze u. Ä. Die zweite Frage ist wesentlich einfacher: "Was vermag die UHPLC mehr als die HPLC?" Anschließend werden wir die Kernfrage diskutieren: "Wie bringe ich meine Anforderungen an die Methode unter Berücksichtigung der realen Laborsituation mit dem Potenzial der UHPLC sinnvoll zusammen?" Bemerkung : Theoretische Hintergründe werden vorausgesetzt, die Prinzipien der HPLC-Optimierung lediglich genannt, jedoch nicht hergeleitet. Hier wird auf die entsprechende Literatur verwiesen (z. B. [1-5]).
1.1 Was möchte ich erreichen und was "kann" die UHPLC?

Was möchte ich erreichen?

Für eine HPLC-Methode wünscht man sich oft mehr als nur ein Attribut, z. B.: "gute" und "schnelle" Trennung. Es sind jedoch vor der Entscheidung für das Methodendesign - die ja auch die Frage nach der Notwendigkeit von UHPLC-Bedingungen beinhaltet - dringend zwei Punkte zu klären. Erstens : Welche sind die Eigenarten der Methode, ferner wie ist das Umfeld? Es geht demnach u. a. um folgende entscheidenden Merkmale: mögliche Belastung der Probe mit Matrix, notwendige Zeit für die Probenvorbereitung oder die manuelle Integration, Erfahrung der Anwender, wechselnde oder gleichbleibende chromatographische Bedingungen, Forschungs- oder Routinelabor etc.? Zweitens : Was ist im konkreten Fall die primäre Anforderung an diese Methode? Das Hauptziel sollte klar identifiziert, ein zweites ggf. ein drittes lediglich als Wunsch angesehen werden, z. B.: "In diesem Fall brauchen wir aus diesem Grund unbedingt maximal mögliche Empfindlichkeit - wenn die Methode dabei auch robust ist, wäre es schön ..." Nachfolgend sind vier typische Anforderungen an eine HPLC-Methode aufgeführt, die wir anschließend genauer betrachten werden:

Gut trennen; das kann zum einen ausreichende Auflösung bedeuten - d. h. Trennung zwischen zwei Peaks, evtl. Trennung von 2-3 relevanten/kritischen Peakpaaren. Oder zum anderen ausreichende Peakkapazität, d. h. Trennung von vielen - allen(?) - evtl. chemisch ähnlichen Komponenten, also möglichst viele Peaks pro Zeiteinheit, s. Abschnitt 1.2.1
Schnell trennen; kurze Retentionszeiten, damit geht häufig auch ein geringer Lösemittelverbrauch einher, s. Abschnitt 1.2.2
Empfindlich messen; Abnahme der Nachweisgrenze, d. h. Verbesserung der relativen Massenempfindlichkeit, s. Abschnitt 1.2.3
Robuste Bedingungen; zuverlässige Methoden, welche zu einer Vermeidung von Wiederholmessungen und zur Minimierung von Geräteausfallzeiten führen, s. Abschnitt 1.2.4 . Was "kann" die UHPLC?

Vereinfacht gesagt ist eine UHPLC-Anlage ein Gerät, welches erstens im Vergleich zu einem HPLC-Gerät ein ca. 10-mal geringeres Totvolumen

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