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Geoinformatik von Ehlers, Manfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2012
  • Verlag: WBG Academic
eBook (ePUB)
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Geoinformatik

Geoinformatik beschäftigt sich mit dem Wesen und der Funktion geographisch-raumbezogener Information (Geoinformation) und ihrer Bereitstellung in Form von Geodaten. Unterschiedliche Disziplinen benötigen Geoinformationen, um bestimmte Fragestellungen bearbeiten zu können, und Geodaten sind eine wichtige Grundlage für raumbezogene Entscheidungsprozesse. Kein geowissenschaftlicher Studiengang kommt ohne Computerunterstützung aus. An vielen Hochschulen gibt es Studiengänge, die sich speziell der angewandten Geoinformatik widmen. Darüber hinaus erkennen immer mehr Disziplinen die Notwendigkeit von Geoinformationen. Gerade ?Nicht-Geoinformatikern? soll hiermit ein kompakter Überblick über die Konzepte und den gesamten Ablauf der Verarbeitung von Geoinformationen gegeben werden - ausgehend von der Erfassung über Verwaltung und Analyse bis zur Präsentation. Nach der Vermittlung des Grundlagenwissens werden schließlich die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Geoinformatik erläutert. Manfred Ehlers, geb. 1948, ist Direktor des Instituts für Geoinformatik und Fernerkundung an der Universität Osnabrück und Präsident der Gesellschaft für Geoinformatik. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Geoinformatik, Geographische Informationssysteme, Fernerkundung und Digitale Bildverarbeitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 122
    Erscheinungsdatum: 01.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783534728275
    Verlag: WBG Academic
    Größe: 5986 kBytes
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Geoinformatik

2 Begriffe und Definitionen

2.1 Geoinformationen und Geodaten

Bedeutung von Geodaten und Geoinformationen

Die Notwendigkeit des Wandels unserer Gesellschaft von der Industriegesellschaft zur Wissens- und Informationsgesellschaft ist allenthalben bekannt. Wissen auch in Form raumbezogener Informationen (oder kurz: Geoinformationen ) über das staatliche Territorium und seine Ressourcen zu sammeln und zur Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben sowie für wirtschaftliche, politische und auch persönliche Entscheidungsprozesse bereitzustellen, stellt eine wichtige Aufgabe dar. Der Wert von Geoinformationen hat ein hohes Marktpotenzial und der wirtschaftliche Nutzen spiegelt sich bereits heute in vielen Anwendungen wider. Die Bedeutung des "Rohstoffs" für die Geoinformationen - den Geodaten - nimmt daher immer weiter zu und dient als Grundlage für raumbezogene Entscheidungen in Bereichen der Immobilienwirtschaft, Funknetzplanung, Fahrzeugnavigation, Versicherungswirtschaft oder auch der regionalen Planung von Leitungen, Gewerbestandorten und Absatzplanungen in regionalen und überregionalen Bereichen. Bereits in den 1980-er Jahren wurde in einer Untersuchung der Municipality of Burnaby in British Columbia, Kanada, berichtet, dass 80 bis 90 % aller entscheidungsrelevanten Informationen einen Raumbezug besitzen (HUXHOLD, 1991).

Abb. 2-1: Die zentrale Rolle der Geoinformatik in der Integration, Speicherung und Verarbeitung von heterogenen Geodatenquellen (nach EHLERS, 1993)

Die umfangreichen, insbesondere im öffentlichen Bereich aufgebauten Datenbestände (Vermessungs- und Katasterdaten sowie kommunale Geodaten) sind jedoch nicht ausschließlich für die Verwaltung von Interesse, vielmehr ist die Verfügbarkeit öffentlicher Geoinformation zu einem wichtigen Instrument der Standort- und Wirtschaftsförderung geworden. Mit dem Wirtschaftsgut Geoinformation können neue Einnahmequellen erschlossen werden. Dabei spielt zum einen die schnelle und aktuelle Verfügbarkeit von Geodaten eine ähnliche Rolle wie die Verkehrsinfrastruktur für das Transportwesen. Zum anderen ist es erforderlich, Fachleute zum Umgang mit Geoinformationen auszubilden, die die Werkzeuge zum Umgang mit diesen Daten auf wissenschaftlichem Niveau gelernt haben. Dieses Handwerkzeug liefert die Geoinformatik, eine junge und innovative Disziplin, welche die Methodik zum Umgang mit Geoinformation entwickelt. Abb. 2-1 spiegelt die integrative Funktion der Geoinformatik bei der Verarbeitung heterogener Geodatenquellen wider.

EVAP-Modell

So wie die Informatik die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen, darstellt, so ist die Geoinformatik die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Geoinformationen, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Sie bildet damit die gesamte Palette der Eingabe (E), Verwaltung (V), Analyse (A) und Präsentation (P) von Geoinformation als "Computerwissenschaft" ab. Dieses Textbuch wird konsequent dem EVAP-Modell der Geoinformationsverarbeitung folgen (vgl. Kapitel 3 bis 6).

Abb. 2-2: Das Verarbeitungsmodell (EVAP) in der Geoinformatik
2.2 Geoinformatik

Definition

Die Geoinformatik ist die Disziplin zur Entwicklung und Anwendung von Methoden und Konzepten der Informatik zur Lösung raumbezogener Fragestellungen unter besonderer Berücksichtigung des räumlichen Bezugs von Informationen. Die Geoinformatik beschäftigt sich mit der Erhebung

oder Beschaffung, Modellierung, Aufbereitung, Analyse, Präsentation und Verbreitung von Geoinformationen. Sie verkörpert die Schnittstelle zwischen den virtuellen Computerwelten und der realen Welt durch den Raumbezug. Die Geoinformatik is

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