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Der Zweite Weltkrieg von Beevor, Antony (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.08.2014
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)
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Der Zweite Weltkrieg

Vor 75 Jahren, am 1. September 1939, begann der Zweite Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg war der brutalste und folgenschwerste kriegerische Konflikt der Geschichte - mit einem bis dahin ungekannten Maß an Waffengewalt und millionenfachem Sterben bis hin zum Völkermord. Antony Beevor, angesehener britischer Historiker, entwirft ein globales Panorama, das die großen Zusammenhänge dieses Krieges ebenso transparent macht wie die herrschenden politisch-ideologischen Kräfte, das Ursachen und Folgen umfassend und in bisher einmaliger Prägnanz verdeutlicht. Er folgt von Norden nach Süden und von Osten nach Westen jenen Männern, die die Welt in die größte Schlacht der Menschheitsgeschichte getrieben haben. Und er verliert dabei nie jene aus den Augen, für die dieser monströse Krieg unermessliches Leid bedeutete. Auf der Basis aktueller Forschung, bestens recherchiert, empathisch erzählt, hat Beevor das Buch zum prägendsten Ereignis des 20. Jahrhunderts geschrieben.

Antony Beevor, Jahrgang 1946, hat sich mit mehrfach ausgezeichneten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Büchern zur Geschichte einen Namen gemacht: Beevor ist weltweit der erfolgreichste Autor zu historischen Themen. Auf Deutsch sind von ihm erschienen: "Stalingrad" (1999), "Berlin 1945 - Das Ende" (2002), "Die Akte Olga Tschechowa " (2004), "Der Spanische Bürgerkrieg" (2006) und "Ein Schriftsteller im Krieg" (2007).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 976
    Erscheinungsdatum: 11.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641107901
    Verlag: C. Bertelsmann
    Originaltitel: The Second World War
    Größe: 24938kBytes
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Der Zweite Weltkrieg

Einführung

Im Juni 1944 ergab sich ein junger Soldat aus Asien während der Invasion der Alliierten in der Normandie amerikanischen Fallschirmjägern. Die glaubten zuerst, er sei Japaner, tatsächlich aber stammte er aus Korea. Sein Name war Yang Kyungjong.

1938 hatten die Japaner ihn mit achtzehn Jahren zu ihrer Kwantung-Armee eingezogen, die in der Mandschurei stationiert war. Ein Jahr später nahm ihn die Rote Armee nach der Schlacht am Chalchin Gol gefangen und schickte ihn in ein Arbeitslager. Im kritischen Jahr 1942 reihten ihn die sowjetischen Militärbehörden wie Tausende andere Gefangene in ihre Streitkräfte ein. Anfang 1943 wurde er in der Schlacht bei Charkow in der Ukraine von der deutschen Wehrmacht gefangen genommen. Die steckte ihn in eine deutsche Uniform und schickte ihn 1944 mit einem Ostbataillon nach Frankreich, wo er offenbar auf der Halbinsel Cotentin an einem Ort, den die Alliierten "Utah Beach" nannten, den Atlantikwall verstärken helfen sollte. Nach einiger Zeit, die er in einem Gefangenenlager in Großbritannien zubrachte, gelangte er in die USA , wo er seine Vergangenheit für sich behielt. Er ließ sich in Illinois nieder, wo er 1992 verstarb.

In einem Krieg, der über 60 Millionen Menschen das Leben kostete und den ganzen Erdball erfasste, hatte dieser unfreiwillige Veteran der Armeen Japans, der Sowjetunion und Deutschlands ziemlich viel Glück. Und doch ist Yang Kyungjong geradezu ein Musterbeispiel dafür, wie hilflos die meisten gewöhnlichen Sterblichen den übermächtigen Gewalten der Geschichte ausgeliefert waren.

Europa stolperte nicht in diesen Krieg am 1. September 1939. Gewisse Historiker sehen die "Urkatastrophe" im Ersten Weltkrieg und sprechen von einem "Dreißigjährigen Krieg" von 1914 bis 1945. 1 Andere meinen, der "lange Krieg", der mit dem Putsch der Bolschewiki 1917 begann, habe sich als "Europäischer Bürgerkrieg" bis 1945 fortgesetzt oder gar bis zum Untergang des Kommunismus im Jahre 1989 angehalten. 2

Die Geschichte lässt sich jedoch nicht in solche Schemata pressen. Sir Michael Howard argumentiert überzeugend, Hitlers Angriffe gegen Frankreich und Großbritannien im Jahr 1940 seien in vieler Hinsicht eine Fortsetzung des Ersten Weltkriegs gewesen. Auch Gerhard Weinberg erklärt kategorisch, der Krieg, der 1939 mit Hitlers Einmarsch in Polen begann, sei als der Beginn seines Kampfes um das Hauptziel "Lebensraum" im Osten anzusehen. Das mag zutreffen, aber die Revolutionen und Bürgerkriege zwischen 1917 und 1939 haben das Bild kompliziert. So hat zum Beispiel die Linke stets leidenschaftlich die Auffassung vertreten, der Zweite Weltkrieg habe mit dem Spanischen Bürgerkrieg begonnen, während die Rechte behauptet, er sei der Auftakt zu einem Dritten Weltkrieg zwischen dem Kommunismus und der "westlichen Zivilisation" gewesen. Zugleich neigen westliche Historiker dazu, den Japanisch-Chinesischen Krieg von 1937 bis 1945 und dessen Verschmelzung mit dem Weltkrieg zu ignorieren. So mancher Geschichtswissenschaftler aus Asien meint hingegen, der Zweite Weltkrieg habe bereits mit der japanischen Besetzung der Mandschurei im Jahr 1931 begonnen. 3

Über all das lässt sich trefflich streiten, denn der Zweite Weltkrieg stellt eindeutig ein ganzes Knäuel von Konflikten dar. Zumeist handelte es sich um solche zwischen einzelnen Staaten, die jedoch von der internationalen Auseinandersetzung zwischen Links und Rechts durchdrungen und in vielen Fällen sogar dominiert wurden. Daher müssen einige der Umstände näher beleuchtet werden, die zu diesem grausamsten und verheerendsten Gemetzel seit Menschengedenken

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