text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Division Brandenburg Die Rangers von Admiral Canaris von Bentzien, Hans (eBook)

  • Verlag: EDITION digital
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Division Brandenburg

Bevor Hitlers Wehrmacht fremde Länder überfiel, bereitete ein militärischer Verband den Boden dafür, indem er kriegswichtige Objekte besetzten - mit allen nur denkbaren verbrecherischen Mitteln. Man weiß heute wenig von den berüchtigten "Brandenburgern", die unter Abwehr-General Wilhelm Canaris für dieses heimtückische Vorgehen in Hitlers Blitzkrieg ausgebildet wurden. Ihre Einsätze beruhten auf Tarnung, Täuschung, Sabotage, Terror, Mord; sie wurden geheim gehalten oder später in Landser-Manier heroisiert. Der Autor verfolgt die blutige Spur der nach ihrem ursprünglichen Ausbildungsplatz benannten Einheit. Ihre Wege führen durch ganz Europa, nach Afrika und Asien. Heute gilt ihre zielgerichtete Erstschlagtaktik und Ranger-Manier in Militärkreisen wieder als vorbildlich. Höchste Zeit, an das wahre Gesicht der "Brandenburger" zu erinnern. INHALT: Gibt es denn immer noch keine Ruhe? Tod vor dem Ende Der Admiral Bürgerkrieg in Spanien Die USA - terra incognita Frankreich Die alte Generalität wird ausgeschaltet Operation Otto - Der Anschluss Österreichs Operation Grün - Gegen die Tschechoslowakei Der Fall Weiß - Überfall auf Polen Die Baulehrkompanie zbV 800 Der Fall Gelb - Angriffsvorbereitungen im Westen Weserübung - Unternehmen Nord und Süd Alle Konzentration auf den Westfeldzug. Der Fall Gelb Unternehmen Felix Vom Bataillon zum Regiment 'Brandenburg' Einsatz an der afghanisch-indischen Grenze Operation Ploesti Unternehmen Marita und der Balkanfeldzug Operation 'Barbarossa' Unternehmen Murmanbahn (Lutto) Im Nahen Osten Unternehmen Tiger Die Indische Legion Der Irak als Kampffeld zwischen Engländern und Deutschen Über Nordafrika nach Ägypten (Unternehmen Sonnenblume) Unternehmen Salaam Südrussland und Kaukasus 1942 (Operation Blau) Die Brücke von Bataisk Sonderverband - Division? Der blutige Sommer 1943 Italien steigt aus Auf dem Balkan Verhandlungen Rückzug, immer nur Rückzug Canaris wird ausgeschaltet Noch eine Reorganisation Aufgelöst Belgrad - Mauersee - Neiße

Geboren 1927 in Greifswald. Volksschule, Lehrerausbildung (LBA). Studium zum Dipl.rer.pol. in Jena und Moskau. Verschiedene kulturpolitische Funktionen. Kulturminister 1961 - 1966. Verleger. Rundfunk- und Fernsehmitarbeiter (Leitender Redakteur für Geschichtspublikationen). Zuletzt Generalintendant des Deutschen Fernsehfunks. Autor von Fernsehfilmen, Theaterstücken, Biographien (Elisabeth von Thüringen, Martin Luther, Thomas Müntzer, Friedrich II. von Preußen, Carl August von Hardenberg, Claus Schenk Graf von Stauffenberg) und Sachbüchern zu Fragen der Zeitgeschichte und der Geschichte Brandenburgs. Autobiographie. Wohnhaft in Bad Saarow. Verheiratet, drei Kinder. Er verstarb am 18. Mai 2015.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 379
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956554575
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 637 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Division Brandenburg

'Noch schnell einen Blick auf die Uhr. Es fehlen zwei Minuten an halb drei Uhr. Eine Ewigkeit! Noch einmal und immer wieder gleiten die schweißnassen Hände über die Waffen. Zum x-ten Male überprüfe ich, ob meine MPi entsichert ist, das Magazin richtig steckt, überprüfe die Pistole, die Handgranaten am Koppel. Alles sinnlose Tätigkeiten. Natürlich ist alles in Ordnung und an seinem Platz. Am Leuchtzifferblatt meiner Armbanduhr fliegt der Zeiger auf 2.30 Uhr. Da springt die erste Gruppe auf. Nur einen Augenblick heben sich die dunklen Gestalten gegen den grauen Morgenhimmel ab, dann sind sie wieder im Dunkeln verschwunden, und nur der Schall der schweren Bergschuhe auf der Betonbrücke ist noch zu hören. Mit rasend schlagendem Herzen lauschen wir dem Laufschritt unserer Kameraden, die als erste in die Finsternis, ins Ungewisse stürmen. Immer noch fällt kein Schuss. Jetzt müssen sie gleich drüben sein. Da, jetzt haben die Russen den Angriff erkannt, ein russisches SMG blitzt auf - und noch eines und noch eines. Gleichzeitig schreit Hauptmann Grabert: 'Feuer frei!' Mit einem Schlag setzen sechs deutsche SMGs ein. Wie eine ununterbrochene Feuerkette jagen die Leuchtspurgeschosse hinüber. Es wird gefeuert, was die Rohre halten. Beim ersten Schuss schon sind wir alle aufgesprungen und jagen hinter dem Chef nach. Alle Spannung ist nun gebrochen, und nur ein Gedanke treibt uns vorwärts: so schnell wie möglich über die Brücke hinüber und den Kameraden zu Hilfe! Ohne Hurra-Gebrüll, wie die Infanterie es macht. Das war bei den Brandenburgern nie üblich. Wir stürzen uns immer lautlos auf den Feind. Kaum ein Kommando wird geschrien, jeder von uns weiß, was er zu tun hat. Wir stolpern über Leichen, sind es Russen oder Kameraden? Es bleibt keine Zeit es festzustellen. Einem Sturmwind gleich rasen wir über die Brücke, erreichen ihr Ende. Schon fliegen Handgranaten rechts und links neben die Straße. Aus der Hüfte schießend, den Spaten schwingend, brechen wir wie ein Unwetter in die russischen Stellungen ein und machen ihre Besatzung nieder. Kameraden kommen nach und verbreitern den Brückenkopf nach rechts und nach links. Nun sind beide Einsätze herüben. Jetzt kommt es darauf an, sich, noch ehe es Tag wird, einzugraben, um einen Gegenangriff der Russen abschlagen zu können. Wir werfen die toten Sowjets aus ihren Löchern und graben uns mit Spaten und blutenden Händen in die sumpfige Erde. Der Schweiß rinnt in Bächen von den Stirnen, aber darauf achtet niemand. Hauptmann Grabert springt zu mir und sagt: 'Da schau her, Tschampetro, mir kann nichts mehr passieren, mich hat es schon erwischt' und steckt mir den blutenden Stumpf seines kleinen Fingers der linken Hand unter die Nase. Er glaubt wirklich, dass ihm nichts mehr passieren kann, er macht keinen Witz. Jeder Landser glaubt, hat er erst mal eine verpasst bekommen, dass der Krieg für ihn aus ist. Inzwischen ist es hell geworden, und das Abwehrfeuer der Russen wird heftiger und genauer. Wir liegen an der Brücke, im Schutze einer etwa einen halben Meter hohen Böschung. Nur tief gebückt können wir uns bewegen, aber jetzt, da es hell ist, wagen wir es kaum. Wir sind förmlich an die Brücke festgenagelt. Nur dreihundert Meter ist der Dorfrand von Bataisk entfernt. Dort liegen die Russen hinter einer langen, zwei bis drei Meter hohen Hecke in ausgebauten Stellungen mit SMGs, Granatwerfern und Pak. Nur 300 Meter, aber für uns unüberwindbar, denn es ist ein vollkommen ebenes und sumpfiges Gelände, das keinerlei Deckung bittet. Die Kameraden, die da draußen liegen, haben keine Chance. Glück, wer ein Loch gefunden hat, in das er sich platt drücken kann. Hebt er den Kopf, ist er eine nicht zu verfehlende Zielscheibe, und die russischen Scharfschützen zielen gut. Das Feuer hat nachgelassen. Der Kampf gönnte beiden Seiten eine Verschnaufpause. Die Verwundeten stöhnten oder schrien vor Schmerzen. Wir zogen, zerrten und schoben sie unter die Brücke. Dort sc

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen