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Der Held von Uganda von Schneider, Carl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Held von Uganda

Carl Schneider - Der Held von Uganda 'Der Held von Uganda' ist eine Biografie über Alexander Mackay von Carl Schneider. Die Biografie befasst sich mit dem Schotten Alexander Mackay, der für die presbyterianische Kirche im Jahre 1876 nach Afrika ging - zunächst auf Sansibar und ab 1878 in Uganda. Er wird dort noch heute von den Menschen verehrt, da er neben dem christlichen Glauben, den Menschen auch die 'Kunst' der richtigen Landwirtschaft oder auch die Zimmerei lehrte und daher ehrfürchtig Muzunguwa Kazi - der 'weisse Mann der Arbeit' - genannt wurde. Später wurde seine Arbeit in Uganda mehr und mehr gefährlich, da der damalige König alle christlichen Missionare verfolgen lies ... Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte oder gar schon vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren 'normal' war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 27.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959231725
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 661 kBytes
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Der Held von Uganda

Drittes Kapitel - Als Ingenieur in Berlin

Im November 1873 reiste Mackay nach Deutschland, um hier praktisch tätig zu sein und die deutsche Sprache zu lernen. In Berlin-Moabit fand er bald eine gute Anstellung in einer Maschinenfabrik, die später einging. Die Arbeit machte ihm Vergnügen, aber der Umgang mit den ungläubigen Kollegen bereitete ihm manche bittere Stunde. Dass auch dies eine Vorbereitung für ihn war, erkannte er später mit Dank. Der klugen Schwester, die später seine Biographie schrieb, schüttete er brieflich das Herz aus: "Ich lebe hier unter den reinen Heiden. Fast alle sind Gottesleugner und geben das Dasein Gottes nur durch den ständigen Ausruf: 'Ach Gott!' zu. Da es ihnen nicht gelungen ist, mir die Torheit meines Glaubens zu beweisen, fangen sie an, sich in den entsetzlichsten Gotteslästerungen zu gefallen, um ihren Spott über Religion wirksamer an den Mann zu bringen. Man schaudert, wenn man sie hört. Das zwingt mich, so wenig als möglich mit ihnen zu reden. Ich kann also nicht soviel Deutsch sprechen, wie ich möchte."

In seiner Berufsarbeit hatte er großen Segen. Er wurde befördert und als erster Werkführer aus dem Zeichensaal in die Abteilung für Lokomotiven berufen, wo er unter den Arbeitern einen willkommenen Wirkungskreis fand. Der Geist suchender Liebe ließ den Vorgesetzten vor allem an das Seelenheil seiner Untergebenen denken. In seinem Tagebuch seufzt er in dieser Zeit aber oft über innere Dürre und Kraftlosigkeit. Er geht ins Selbstgericht und fragt sich: "Bin ich ein Licht? Ich liege im Sündenschlaf und bin ein untreuer Haushalter. O Herr, vergib mir! O, dass ich die rechten Worte fände, ein Zeugnis abzulegen vom Herrn!" In einem Briefe wiederum: "Eins ist mir vor allem klar geworden: mein Christentum muß lebendig werden."

An der Förderung seines inneren Lebens haben neben den Stürmen im Zeichenbureau noch andere Dinge mitgewirkt und schließlich dazu beigetragen, dass er sich der Mission widmete. Wie Israel in der Wüste ein Elim mit Wasser und Palmen, so fand Mackay im Babel an der Spree eine Oase im Hause des gottseligen Hofpredigers Dr. Baur. Die Predigerfamilie gewann ihn lieb, nahm ihn auf in ihr Haus und hielt ihn wie einen Sohn. Hier pflegte sich allwöchentlich ein Kreis ernster Christen und warmer Missionsfreunde zu einer Bibelbetrachtung zu versammeln, darunter eine Schwester Bismarcks, die Frau von Arnim, Gräfin Hake und Graf und Gräfin Egloffstein. Die letztere interessierte sich sehr für den jungen, frommen Ingenieur und blieb mit ihm später während seiner Kämpfe in Afrika auch in regelmäßigem Briefwechsel. Als er dort gefallen war, schrieb sie an seine Schwester in England: "Bei der unerwarteten, traurigen Nachricht von dem Tode Ihres hochherzigen Bruders rufe ich mir die Zeit ins Gedächtnis, in welcher wir seine Bekanntschaft machten bei Hofprediger Baur, wo wir mit lieben Freunden zusammen die Bibel lasen. Da lernten wir Ihres Bruders Bibelkenntnis wie das warme Interesse schätzen, mit dem er nach der Weisheit trachtete, die Gott denen gibt, die Ihn fürchten und lieben. Er war ein echter Christ und erinnerte uns oft an Miß Havergals Worte:
"Nimm mein Leben, es sei Dein; Laß es Dir geheiligt sein!"
Als er uns sagte, dass es sein Wunsch sei, seinen Beruf mit dem eines Missionars zu verbinden und seinem Heiland in dem dunklen Weltteil zu dienen, waren wir nicht überrascht. Es schien uns so natürlich, dass dieser junge, ernste, charakterfeste Schotte in dem Weinberg des Herrn zu arbeiten begehrte. Ihm war das Leben eine Gabe, die er Jesu darbrachte." Hofprediger Dr. Baur äußert sich ähnlich in der Vorrede zur Biographie, die später die Schwester schrieb, wenn er sagt: "Einem solchen Glauben an Gottes Gnade in Christo, einer solchen Dankbarkeit für die empfangene Gnade, einem solchen Erbarmen mit der seufzenden Kreatur, einer solchen Sehnsucht nach dem Kommen des Gottesreiches,

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