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Die Medici Die Geschichte meiner Familie von Medici, Lorenzo de' (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.06.2016
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Die Medici

Der Name "Medici" ruft wie kein anderer das prächtige Bild der italienischen Renaissance mit seinen kostbaren Kunstwerken, seinen beeindruckenden Palästen und seinem außerordentlichen Reichtum hervor. Die berühmte Florentiner Familie hat die europäische Kultur maßgeblich geprägt. Lorenzo de' Medici, der letzte Erbe der Dynastie, erzählt in dieser Biografie die faszinierende Geschichte seiner Familie, er beleuchtet ihre bekanntesten Vertreter und deren außergewöhnliche Lebensgeschichten. Geschichten, die nicht sich nicht nur durch Prunk und Wohlstand auszeichnen, sondern immer auch durch Intrigen, Korruption und den skrupellosen Kampf um Macht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 30.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957511560
    Verlag: hockebooks
    Größe: 2565 kBytes
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Die Medici

19.
Die Grossherzöge der Toskana:
Cosimo II. und Cosimo III.

Nach Ferdinandos I. Tod folgte ihm sein Sohn Cosimo II. (1590-1621) auf den Thron, der wiederum die Schwester von Kaiser Ferdinand II., Maria Magdalena von Österreich, heiratete. Er war streng gläubig und steckte einen Großteil seines Vermögens in Schenkungen und Spenden an verschiedene Orden, was eine Stärkung der absoluten Macht und des theokratischen Einflusses nach sich zog. Cosimo II. war der letzte Bankherr der Familie, denn er fand, dass der Handel und die Bankgeschäfte keine würdigen Beschäftigungen für ein herrschendes Staatsoberhaupt seien; er schloss die Bank in der Toskana und die zahlreichen Filialen in anderen europäischen Hauptstädten. Das bewirkte zwar einen leichten Rückgang seiner privaten Einkünfte, aber der Reichtum der Familie war so immens, dass er es kaum bemerkte.

Als Galileo Galilei der Ketzerei beschuldigt wurde, stellte Cosimo ihn unter seinen Schutz; als Dank nannte der Wissenschaftler seine neu entdeckten Jupiter-Satelliten das Mediceische Gestirn . Cosimo stellte Galilei für seine Forschungen eine Villa in Arcetri und gab ihm einen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Florenz.

Am 28. Februar 1621 starb Cosimo II. nach elfjähriger Herrschaft mit nur dreißig Jahren. In seinem Testament verfügte er, dass bei seinem Tod die beiden Großherzoginnen Cristina von Lothringen und Maria Magdalena von Österreich, seine Mutter und seine Frau, die Regentschaft übernehmen sollten, solange der junge Erbe Ferdinando noch minderjährig war.

In das Testament waren eine ganze Reihe von Klauseln eingefügt, die Reichtum und Vermögen der Familie schützen sollten, denn er wusste, dass die beiden Frauen sehr verschwenderisch waren. Beide Großherzoginnen neigten sehr zu Prasserei und Luxus; beiden war zudem eine Frömmelei eigen, die sie zu übertriebenen Schenkungen und Spenden an Konvente und Klöster verleitete. Demzufolge war ihre Herrschaft eine wahre Katastrophe sowohl für das Familienvermögen als auch für das des Staates, denn sie verschwendeten unglaubliche Geldsummen.

Ferdinando II (1610-1670), Sohn und Nachfolger von Cosimo II., wurde wegen seines Fleißes und seiner wissenschaftlichen Tätigkeit der "Weiseste der Fürsten, der Fürst der Weisen" genannt, obwohl er am Ende Galileo Galilei seinem Schicksal überließ. Er heiratete seine Cousine Vittoria della Rovere, Nichte von Ferdinando I., und herrschte fünfzig Jahre lang. Mit seiner Herrschaft begann der Niedergang der Macht in der Toskana einzusetzen, was den Einflussverlust der Medici zur Folge hatte. Andererseits ist ihm das erste Hygienebüro zu verdanken, sowie wirtschaftliche und gesundheitliche Hilfe für die von der Pest gegeißelten Bevölkerung.

Cosimo III. (1642-1723), Sohn und Nachfolger Ferdinandos II., war der sechste Großherzog der Dynastie und glühender Verfechter eines theokratischen Absolutismus. Er heiratete Margarete Louise von Orléans, mit der er drei Kinder hatte: den Großprinzen Ferdinando, der ohne Erben starb, Gian Gastone [100] , siebter und letzter Großherzog der Dynastie, und Anna Maria Luisa [101] , die letzte des großherzoglichen Zweiges. Mit seiner eher mittelmäßigen Politik reduzierte er die Toskana während seiner langen Herrschaft von dreiundfünfzig Jahren zur einfachen Provinz der europäischen Mächte.
20.
Vittoria della Rovere, Grossherzogin der Toskana (1621-1693)

Vittoria della Rovere ist in der Geschichte der Dynastie von keiner besonderen Wichtigkeit, wären da nicht ihre bemerkenswerten Familienbande. Ich muss gestehen, dass ich auch an sie erinnern möchte, weil ich sie täglich auf einem Porträt sehe, das eine ganze Wand im Vorzimmer meines Hauses einnimmt.

Sie wurde 1621 als Tochter des Herzogs von Urbino, Federico della Rovere, und Claudia de' Medici geboren. Als ihre Mutter Claudia mit 19 Jahren Witwe wurde, kehrte sie 1623 in ihren Geburtsort Florenz zur

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