text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Geschichte der Welt Die Welt vor 600 Frühe Zivilisationen

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2017
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Geschichte der Welt Die Welt vor 600

Von der Altsteinzeit bis zur Spätantike reicht das große Panorama, das im ersten Band der Geschichte der Welt entworfen wird – eine grandiose Darstellung von mehr als 2,7 Millionen Jahren Kultur- und Ereignisgeschichte der Menschheit. Sie reicht von den Anfängen der Menschwerdung über den Beginn des Ackerbaus, das Aufblühen der frühen Hochkulturen bis zur Epoche der griechisch-römischen Welt und dem Ende der Gupta-Zeit in Indien, dem Niedergang der Sui-Dynastie in China und dem Aufkommen des Islam. Dieser Band über ferne Zeiten und alte Kulturen der Menschheit liefert den Schlüssel zum Verständnis auch jüngerer Epochen, wurden sie doch nachhaltig von Kulturen geprägt, die bereits untergegangen waren, lange bevor die Schrift erfunden wurde. Die meisterhafte Beschreibung der frühen Zivilisationen erhellt gleichermaßen das schriftlose Dunkel der Frühgeschichte wie den kulturellen Reichtum des Alten Orients, Ägyptens und der Klassischen Antike, aber auch der indischen und ostasiatischen Staatenwelt. Alle Beiträge sind großzügig mit Karten, Plänen, Abbildungen und Zeittafeln ausgestattet. Mit Beiträgen von Hans-Joachim Gehrke, Mark Edward Lewis (übersetzt von Andreas Wirthensohn), Axel Michaels, Hermann Parzinger und Karen Radner Hans-Joachim Gehrke ist Professor emeritus an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Director of Outreach des University College Freiburg. Zuvor war er Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin und Professor für Alte Geschichte an den Universitäten Freiburg, FU Berlin und Würzburg. Er nahm verschiedene Gastprofessuren wahr, u.a. an den Universitäten Zürich und München sowie am Collège de France. Er ist Mitglied verschiedener Akademien und Institute, u.a. der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vornehmlich auf dem Gebiet der griechischen Geschichte, besonders der archaischen und der hellenistischen Zeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1082
    Erscheinungsdatum: 19.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406641114
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Originaltitel: Ancient Civilizations to 600
    Größe: 13939 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Geschichte der Welt Die Welt vor 600

1. ANTIKE WELTGESCHICHTE ALS PROBLEM

Vor etwa 2,7 Millionen Jahren begannen die frühesten Vertreter der Gattung Homo mit den ältesten Artefakten, die die Menschheit hervorgebracht hat, ihre Welt - unsere Welt - zu gestalten. So beginnt auch mit ihnen der erste Band dieser neuen Weltgeschichte. Er endet an der grob festgelegten Grenze um 600 n. Chr.; bereits die runde Zahl verrät den konstruierten Charakter dieser Schwelle. Doch ist sie insofern nicht ganz willkürlich gewählt, als sich jenseits der in diesem Buch vorzustellenden Zivilisationen das Heraufziehen einer neuen Epoche beschreiben lässt - denkt man beispielsweise an die Anfänge des Islam. Für den nahöstlich-europäischen Kulturkreis lässt sich in etwa um diese Zeit das Ende des Altertums ansetzen - auch wenn man sich im Hinblick auf manche Kontinuitäten, wie etwa die Nachhaltigkeit der lateinischen Sprache, grundsätzlich der Problematik und der Offenheit solch einer epochalen Grenzziehung bewusst bleiben muss.[ 1 ]

Wir setzen also tiefer an als Yuval Noah Harari in seinem bemerkenswerten Buch,[ 2 ] der die "cognitive revolution" des Homo sapiens als Ausgangspunkt wählt. Wie bei diesem Autor spielen aber auch in dem vorliegenden Band die mit dem anbrechenden Neolithikum verbundenen Umwälzungen, die sogenannte Neolithische (oder "Landwirtschaftliche") Revolution vor rund 12.000 Jahren, eine große Rolle. Die Zeit danach, in der sich zunehmend komplexere gesellschaftliche Organisationsformen herausbilden und sich damit die Menschheitsgeschichte insgesamt erheblich differenziert, gelangt dann ausführlicher zur Darstellung - sie stellt uns vor ihre eigenen, nicht ganz trivialen Schwierigkeiten. Von ihnen soll zunächst die Rede sein.[ 3 ]

Grundsätzliche Probleme, die sich bei jedem Zugriff auf die Geschichte, in ihrer Erfassung wie ihrer Präsentation, stellen, werden nämlich im Fall einer weltgeschichtlichen Annäherung erheblich verschärft, wenn nicht potenziert - zumal wenn sich der Betrachter weit zurückliegenden Epochen zuwendet. Dies betrifft zunächst die Quellenfrage. Unsere Informationsmöglichkeiten sind gerade im Hinblick auf den in diesem Buch zu erschließenden Zeitraum äußerst beschränkt; zudem sind die wenigen Quellen auch noch ganz unterschiedlicher Natur. Auf schriftliche Zeugnisse können wir erst für die letzten rund fünf Jahrtausende zurückgreifen; sie werden mitunter von Relikten der materiellen Kultur, aber auch von natürlichen Überresten flankiert. Für alle früheren Zeiträume sind wir ausschließlich auf nichtschriftliche Quellen dieser Art angewiesen. Oft genug funktioniert die allein im Hinblick auf den Gebrauch der Schrift etablierte Unterscheidung zwischen dem Prä-Historischen und dem Historischen in dieser Phase der Menschheitsgeschichte nicht. Es zeigt sich vielmehr, dass beides in allerengster Beziehung zueinander steht und dementsprechend ausgewertet werden muss.

Dabei sind unsere Erkenntnismöglichkeiten zudem sehr häufig von Zufälligkeiten der Entdeckungen (vor allem im Falle archäologischer Forschungen) und den Wirkungsabsichten (gerade im Falle von schriftlicher Überlieferung) abhängig. Hinter unseren Quellen, Funden und Befunden stecken also entweder gar keine oder ganz andere Interessen als die des forschenden Historikers: Wir mögen in der Archäologie noch so gezielt prospektieren, wichtige kulturelle Hinterlassenschaften kommen nicht selten dort zum Vorschein, wo aus ganz anderen als wissenschaftlichen Gründen 'ausgegraben' wird - etwa beim Anlegen von Straßen oder beim Bau von Pipelines. Und wenn wir auch die schriftlichen Hinterlassenschaften der Alten noch so rationaler Quellenkritik unter ziehen, so können wir uns doch nicht vollständig der gezielten Lenkung durch monumentale Herrscherinschr

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen