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Spione, die die Welt bewegten Von den Pharaonen bis Mata Hari von Reitz, Manfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2012
  • Verlag: WBG Theiss
eBook (ePUB)
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Spione, die die Welt bewegten

Spionage liefert Stoff für unzählige Romane und Spielfilme. Doch die Realität ist oft spannender als jede Fiktion. Spionage ist so alt wie die Menschheit - vermutlich gab sie es schon in der Steinzeit um die besten Jagdgründe. Schon die Pharaonen hatten ihre Geheimdienste, Hannibal bespitzelte die Römer, Richard Löwenherz spionierte in Frankreich, Richelieu ließ heimliche Informanten ermorden und Bismarck schrieb Weltgeschichte mit geheimen Depeschen. Manfred Reitz zeigt in ausgewählten Beispielen, über Jahrtausende hinweg, wie Spionage den Gang der Geschichte entscheidend beeinflusste. Dieses fundierte Sachbuch bietet in lebendigen Texten zugleich Spannung und Lesevergnügen.

Manfred Reitz ist promovierter Fachwissenschaftler und erfolgreicher Sachbuchautor zu historischen Themen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 01.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783806223514
    Verlag: WBG Theiss
    Größe: 2277 kBytes
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Spione, die die Welt bewegten

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Verrat an den Thermopylen - Griechen und Perser

Im Vorderen Orient gelang es dem Perser Kyros in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. sein Volk aus Bauern und Hirten zu vereinen und zu einer schlagkräftigen Nation zu entwickeln. Sein Aufstand gegen den König der Meder, dessen Vasall er war, verlief erfolgreich, und er konnte die Dynastie der Achämeniden gründen. Seine Nachfolger schufen bald das persische Weltreich, das in seinem Zenit vom Mittelmeer bis zum heutigen Indien reichte. Im Gegensatz zu seinen Nachfolgern war Kyros bei den Griechen beliebt, und der Historiker Xenophon beschrieb ihn sogar als einen vollkommenen Herrscher. In der Bibel wird er als der von Gott gesandte Befreier Israels gefeiert und erhielt den Ehrentitel "Gesalbter des Herrn". Der Perserkönig verhielt sind humaner als andere Herrscher seiner Zeit. Er zerstörte nicht die Städte seiner unterworfenen Gegner, ließ keinen unterlegenen Fürsten töten, und es lag ihm auch fern, die Götter der Besiegten zu stürzen. Kyros verlangte nur, dass die unterworfenen Völker an ihn Abgaben leisteten und mit ihm in den Krieg zogen, um sein Reich immer weiter zu vergrößern. Das Perserreich griff den uralten orientalischen Gedanken des friedensstiftenden Weltreiches wieder auf. Dieser besagte, dass nur unter der universellen Herrschaft einer einzigen Macht der Frieden garantiert sei. Bald herrschte der König der Perser über rund 30 fremde Völker und erhob sich zum Großkönig. Sein Reich wurde in Satrapien, d.h. in Verwaltungs- und Militärbezirke, unterteilt. Jeder Satrap war allein gegenüber dem König verantwortlich. Gleichzeitig wurde jeder Satrap durch königliche Kommissare überwacht.

Trotz aller Toleranz war Kyros misstrauisch und bemüht, einen erfolgreichen Geheimdienst aufzubauen. Seine Postkuriere nahmen nicht nur Nachrichten entgegen und leiteten sie weiter, sondern mussten dem König regelmäßig auch Stimmungsberichte über die Bevölkerung liefern; sie waren die "Augen und Ohren" des Herrschers. Die Idee des organisierten Kundschafterdienstes hatte Kyros vermutlich von den Assyrern übernommen und dann weiter perfektioniert. Der griechische Historiker Xenophon berichtete, dass im persischen Reich viele Menschen aus der Aufgabe, "Königsaugen" und "Königsohren" zu sein, ein Geschäft gemacht hatten. Es wurde versucht, jedermann glauben zu machen, dass der König alles höre und sehe. Kyros hatte dazu eine Nachrichtenhierarchie aufgebaut: Ausgewählte Beamte nahmen Meldungen entgegen, deuteten sie und gaben sie an den König weiter. Reitende Kuriere waren nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht unterwegs, so dass pro Tag etwa 250 Kilometer zurückgelegt werden konnten. Sie konnten über ausgebaute Wege mit Raststationen jeden Punkt des Reiches erreichen. Für Privatpersonen war die sehr gut organisierte Staatspost nicht zugänglich. Private Nachrichten mussten deshalb auf anderem Wege transportiert werden. Allerdings lasen dabei Beamte des Staates immer unbemerkt mit.

Nachrichten an den Herrscher wurden manchmal, um sich vor Verrätern zu schützen, getarnt übermittelt. Kyros erhielt einmal eine Information, die im geschickt zugenähten Bauch eines toten Hasen versteckt war. Ein ausgewählter Diener musste dem König mitteilen, dass nur er selbst den Hasen für seine Mahlzeit zubereiten solle. Kyros hielt sich an die Anweisung und fand das Schreiben.

Die Tricks des Darius

Einer der fähigsten Nachfolger von Kyros war Darius I. Er organisierte das Reich neu und schlug zahlreiche Aufstände nieder, wobei auch mit unterschiedlichen geheimen Aktivitäten gearbeitet wurde. Um 520 v. Chr. hatte sich die Stadt Babylon gegen den Großkönig erhoben. Die Stadt war noch aus der Zeit, als sie selbst einmal Großmacht war, hervorragend befestigt und konnte auch nach einer Belagerung von 20 Monaten nicht eingenommen werden. Darius ließ sogar Teile des Euphrat umleiten, um nach geh

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