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Zwei Eichen und zwei Linden Die Puttkamer: Die Geschichte einer deutschen Adelsfamilie von Puttkamer, Georg-Jescow (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2018
  • Verlag: Westend Verlag
eBook (ePUB)
17,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 01.08.2018 per Download lieferbar

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Zwei Eichen und zwei Linden

Deutsche Geschichte als Familienportrait Über 700 Jahre lang waren die Puttkamer eine der führenden Familien des sogenannten 'ostelbischen Grundbesitzeradels', mit mehr als 300 landwirtschaftlichen Gütern in Hinterpommern. Aber wieso soll das heute noch von Interesse sein? Diese Familiengeschichte schildert die Schicksale, Leistungen und die schwarzen Flecken einer Familie, die untrennbar mit der preußischen und deutschen Geschichte verbunden ist. So war die Ehefrau Otto von Bismarcks eine geborene von Puttkamer. Und von verwegenen Raubrittern und mondänen Künstlergestalten, über Abenteurer und Auswanderer bis hin zum Berliner Polizeipräsidenten und dem Kommandanten der gefürchteten 'Puttkamer-Husaren' führt uns diese unterhaltsam geschriebene Geschichte die unterschiedlichsten Figuren und ihre zeitgeschichtliche Ambivalenz vor Augen, zwischen Glamour und Rückständigkeit, zwischen Glanz und Grauen.

Georg-Jescow von Puttkamer a.d.H. Versin, Jahrgang 1940, geboren in in Stolp/Hinterpommern, floh im Januar 1945 vom elterlichen Gutsbetrieb über Schleswig-Holstein zunächst nach Hamburg. Nach Abschluss einer kaufmännischen Lehre wechselte er später zur Continental AG in Hannover, bei der er zuletzt als Leiter für Marketing und Vertrieb tätig war.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 01.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864896835
    Verlag: Westend Verlag
    Größe: 6672 kBytes
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Zwei Eichen und zwei Linden

Vorwort

Über 700 Jahre lang, vom 13 . bis zum 20 . Jahrhundert, waren die Puttkamer eine der führenden Familien des ostelbischen Grundbesitzeradels. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs besaßen die verschiedenen Zweige der Familie mehr als 300 landwirtschaftliche Güter in Hinterpommern.

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Puttkamer im Zusammenhang mit der allgemeinen Geschichte - in ihren positiven wie in ihren negativen Aspekten. Es schildert die Schicksale, die Leistungen, die Ruhmesblätter und die schwarzen Flecken einer Familie, die zugleich typisch und besonders ist. Typisch ist die untrennbare Verbindung mit der preußischen und deutschen Geschichte - so war die Ehefrau Otto von Bismarcks eine geborene v. Puttkamer. Und wie in vielen anderen Familien findet sich auch bei den Puttkamer während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs die ganze Bandbreite von Mittäterschaft bis Widerstand. Das kollektive Schicksal der Vertreibung schließlich hat die deutsche Nachkriegsgeschichte ebenso geprägt wie die Familiengeschichte der Puttkamer.

Besonders, ja einmalig hingegen sind die Anekdoten und Typen, die diese Familie hervorgebracht hat - von verwegenen Raubrittern und mondänen Künstlergestalten über Auswanderer, Abenteurer und Raketenwissenschaftler bis zum Berliner Polizeipräsidenten und dem Kommandanten der gefürchteten "Puttkamer-Husaren" des Siebenjährigen Krieges.

Wer es darauf anlegte, könnte die Geschichte der Puttkamer und des ostelbischen Adels insgesamt als eine des Niedergangs erzählen. Nach einem letzten Höhepunkt von Wohlstand, Macht und Kultur im 19 . Jahrhundert hat der Adel seine weltliche Macht heute ebenso verloren wie die Kirche - auch wenn manche noch immer gegen diese vergangene Macht kämpfen und nicht anerkennen, welche Rolle der Adel heute spielt, etwa durch ehrenamtliches Engagement und indem er materielle und immaterielle Kulturgüter pflegt. Die traditionelle Lebensweise und das Selbstverständnis des Adels jedenfalls sind den meisten in unserer durch und durch bürgerlichen Gesellschaft fremd geworden. Eine soziale Vorrangstellung erwächst heute nicht mehr aus der familiären Herkunft, sondern, wenn überhaupt, aus Erfolg und Besitz.

Dieses Buch zeigt aber, dass der Abstieg von der herrschaftlichen Stellung des Junkers dem ostelbischen Adel eher gut getan und seine besten Anlagen zum Vorschein gebracht hat. In der Zeit seit 1945 , als die Welt sich endgültig zu Ungunsten des Adels veränderte, reagierten die Puttkamer trotz der Katastrophe der Vertreibung nicht mit Resignation oder mit Dekadenz, sondern mit erstaunlicher Anpassungsfähigkeit. Sie öffneten sich einerseits der "verbürgerlichten" Welt und bewahrten andererseits eine adelige Haltung und die dazugehörigen Gepflogenheiten wie beispielsweise die traditionelle Zugehörigkeit zum Johanniterorden.

Das vorliegende Buch will keine Hagiographie sein, die nur die Sichtweisen der Familie vermittelt. Deshalb hat der Familienverband ganz bewusst mit einem von außen kommenden, politisch in den sozialliberalen 1970 er Jahren geprägten Historiker zusammengearbeitet. Dieser hat die Unterlagen aus dem Familienarchiv und die Überlieferungen über bekannte und unbekannte Puttkamer gesichtet und seine eigenen Schlüsse gezogen. Wo es ihm nötig erschien, waren diese auch kritisch gegenüber Mitgliedern der Familie oder historischen wie aktuellen Gepflogenheiten des Adels. Dies war ihm leichter möglich als Mitgliedern der Familie, die gegenüber ihren Vorfahren zunächst immer Loyalität werden walten lassen. Das Bemühen um den Blick von außen schlägt sich auch in der Schreibhaltung nieder: Nicht " wir Puttkamer", sondern " die Puttkamer" sind das Thema dieses Buchs.

Die Zusammenarbeit zwischen dem liberal-konservativen Autor und dem linksliberalen Co-Autor w

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