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Das Alte Ägypten Von 4000 v. Chr. bis 30 v. Chr. von Kubisch, Sabine (eBook)

  • Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
eBook (ePUB)
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Das Alte Ägypten

Zauberland am Nil: Seit der Entzifferung der Hieroglyphen im Jahr 1822 wurden noch viele große ägyptologische Rätsel gelöst. Dennoch hat das Alte Ägypten, die geheimnisvolle Welt der Pharaonen und Pyramiden, bis heute nichts von der enormen Faszination verloren, mit der es schon die Reisenden der vergangenen Jahrhunderte in seinen Bann zog. Die Basis für die Errungenschaften und kulturellen Meilensteine dieser alten Hochkultur waren der Nil und sein Hochwasser - ohne ihn und ohne die spezifischen geografischen und klimatischen Bedingungen hätte sich Ägypten niemals in der uns bekannten Art und Weise entwickelt. Die Ägyptologin Sabine Kubisch erzählt leicht verständlich und facettenreich die sagenhafte Geschichte Ägyptens von der Steinzeit bis hin zu Kleopatra und gibt spannende Einblicke in alle wesentlichen Bereiche der Hochkultur am Nil. Ein kompakter Führer durch 4000 Jahre Geschichte, durch alle Aspekte von Kultur und Politik, Kunst und Religion. Fundiert, umfassend und anschaulich lebendig. Sabine Kubisch wurde 1972 in Dresden geboren. Sie studierte Ägyptologie, Vorderasiatische und Klassische Archäologie in Heidelberg und schloss das Studium mit der Promotion bei Prof. Jan Assmann ab. Sie war Redaktionsassistentin des Deutschen Archäologischen Institutes, Abteilung Kairo und über viele Jahre in zahlreichen archäologischen Projekten in Ägypten tätig. Während ihrer Grabungstätigkeit hat sie sich auf biografische Inschriften, die Religion und das Priestertum der Ramessidenzeit und die ägyptische Kulturgeschichte im Allgemeinen spezialisiert. Sabine Kubisch lehrt an der Universität Heidelberg und ist Autorin zahlreicher Bücher.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843805582
    Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
    Größe: 18861 kBytes
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Das Alte Ägypten

II. Prolog - die Vorgeschichte

Von Menes, dem ersten König der Ägypter, erzählen die Priester, er habe Memphis durch einen Damm gesichert. Damals strömte der Fluss ganz an dem Sandgebirge entlang nach Libyen. Menes schuf etwa 100 Stadien oberhalb von Memphis durch Dämme die südliche Biegung des Stromes, trocknete das alte Flussbett aus und bewirkte, dass der Fluss mitten zwischen den Bergen in einem Kanal strömte. ... Als Menes, der erste König, das abgedämmte Stück Land trockengelegt hatte, gründete er zunächst darauf diese Stadt, die heute Memphis heißt . (Herodot II, 99)

Die Epochen vor der sogenannten ägyptischen Frühzeit gehören in die prähistorische oder vorgeschichtliche Zeit, das heißt, aus dieser Zeit existieren noch keine schriftliche Aufzeichnungen. Die einzigen unmittelbaren Informationsquellen für historische und kulturelle Fragestellungen sind archäologische Funde und Befunde, allerdings stammen diese zumeist aus dem funerären 4 Bereich. Wenn Bildquellen vorhanden sind, so sind sie zu dieser frühen Zeit nicht eindeutig interpretierbar. All diese Einschränkungen führen dazu, dass sich Rückschlüsse auf nicht-materielle Kulturbereiche wie z. B. die Religion oder die sozialen Strukturen nur schwer und mit größter Vorsicht ziehen lassen.

Seit Beginn der Besiedlung des Niltals (ca. 500 000 v. Chr.) im Paläolithikum wurden nach und nach die Grundlagen für die ägyptische Hochkultur geschaffen, erst in der frühdynastischen Zeit, die etwa den Dynastien 0-2 (3150-2600 v. Chr.) entspricht, wurde der ägyptische "Staat" gegründet. Die politische Struktur im Alten Ägypten wird gemeinhin so bezeichnet, auch wenn die moderne Definition für einen Staat nicht in allen Punkten zutrifft.
Die ältesten Zeugnisse des Menschen im Niltal

Im Detail betrachten wir mit der Geschichte des pharaonischen Ägypten einen Zeitraum von mehr als 3000 Jahren. Die Vorgeschichte der altägyptischen Kultur beginnt jedoch schon sehr viel früher in der Altsteinzeit bzw. dem Paläolithikum (ca. 500 000-10 000 v. Chr.). In dieser Zeit fanden tiefgreifende klimatische Veränderungen statt. Die Landschaft am Nil wurde durch Erosion und Sedimentation überformt, die ihr seine heutige Gestalt verliehen. Durch starke Regenfälle war außerdem das Niltal selbst zunächst nicht zugänglich oder gar bewohnbar. Früheste Spuren menschlichen Lebens finden sich nur in den direkt angrenzenden Wüstenhochländern und den Oasen. Diese Spuren bestehen vor allem aus einfachen Geräten aus Feuerstein, andere menschliche oder strukturelle Überreste finden sich aus dieser Zeit noch nicht. Dies ist mit der Lebensweise dieser Menschen zu begründen: Sie waren nicht sesshaft, lebten als Jäger und Sammler und führten ein Nomadendasein. Erst in der Endphase dieses Zeitalters, im späten Paläolithikum (ca. 25 000-10 000 v. Chr.) begannen sich bestimmte Charakteristika und lokale Eigenheiten einer eigenen Kultur herauszubilden. Es lassen sich nun Bestattungen archäologisch nachweisen und auswerten, es gibt Hinweise auf saisonale Siedlungen und Anfänge von Subsistenzwirtschaft. Die Menschen beobachteten den Wechsel der Jahreszeiten, wanderten zwischen verschiedenen, je nach Jahreszeit günstigen Siedlungsplätzen hin und her und wurden so zu Halbnomaden. Diese partielle Sesshaftigkeit führte zu einem starken Anstieg der Bevölkerungsdichte, die sich in einer größeren Konzentration von Siedlungsplätzen niederschlug. Die Menschen lebten hauptsächlich immer noch vom Jagen und vom Sammeln von Wildpflanzen und -früchten, hinzu kam nun noch der Fischfang. Für uns heute noch sichtbare Belege ihres Lebens sind weiterhin vor allem die Steingeräte, sogenannte Silexwerkzeuge. Diese, durch das Behauen von Feuerstein- oder Obsidianknollen entstandenen, sehr scharfkantigen Abschläge verwendeten die Menschen als Messer, Speer- und Pfeilspitzen, Angelhaken oder Harp

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