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Die Römer Kultur und Geschichte von Pohanka, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2014
  • Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
eBook (ePUB)
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Die Römer

Die Römer schufen ein Imperium, das länger bestand als jedes andere vor und nach ihm: Ausgehend von einem kleinen Hirtenvolk, das auf den sieben Hügeln Roms lebte, brachten sie ihre Tugenden, ihr Recht, ihre Politik und ihre Armeen zur Herrschaft über die antike Welt. Ihr Verdienst lag in der Schaffung einer ein heitlichen Kultur, die den gesamten Mittelmeerraum und ein Viertel der damals existierenden Menschheit umfasste, und noch heute besteht ihr umfangreiches Vermächtnis fort. So beruht etwa unsere Justiz zum Teil auf den Rechtsvorstellungen der Römer und die lateinische Sprache findet ihren Niederschlag in diversen Fachbegriffen und in der Medizin. In vielen Teilen Europas haben sich zahlreiche Baureste der Römer erhalten, die seit fast 2000 Jahren existieren und noch in unseren Tagen ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Kunst und Architektur sind. Das vorliegende Buch folgt der Geschichte des Römischen Reiches von seinen etruskischen Anfängen bis zum Ende Westroms 476 n. Chr. und gibt neben den geschichtlichen Ereignissen auch einen Einblick in die Alltagskultur, das Rechtswesen, die Literatur und die Gedankenwelt der Römer. Dr. Reinhard Pohanka, geb. 1954, ist Archäologe am Historischen Museum der Stadt Wien. Zahlreiche Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Mittelalter und römische Zeit, über 15 Publikationen, darunter bei marixwissen: Die Herrscher und Gestalten des Mittelalters; Der Amerikanische Bürgerkrieg; Die Völkerwanderung; Dokumente der Freiheit; Das Rittertum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 20.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843802604
    Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
    Serie: marixwissen Bd.61
    Größe: 1169 kBytes
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Die Römer

Der Zweite Punische Krieg (218-201 v. Chr.)

Nach dem Verlust von Sizilien, Sardinien und Korsika hatte sich Karthagos Politik neu zu orientieren, wollte es seine Dominanz über die Seewege im westlichen Mittelmeer aufrechterhalten. Dazu galt es, für das stets unruhige Söldnerheer neue Aufgabengebiete zu suchen, um weitere Aufstände zu vermeiden. Daher begann ab 237 v. Chr. der offizielle Stratege der Karthager, der zuvor in Sizilien erfolgreiche gewesene Hamilkar Barkas (um 270-229 v. Chr), mit der Unterwerfung der iberischen Halbinsel, wohl auch in der Hoffnung, sich hier eine wirtschaftliche Vorrangstellung und eine Machtbasis in einem absehbaren Krieg mit den Römern zu sichern. Der punische Handel konnte hier neue Absatzmärkte erschließen, und zudem deckten die spanischen Silberbergwerke in der Sierra Morena die Kriegskontributionen an die Römer ab. Die Römer beobachteten diese Entwicklung mit Sorge, wohl auch deshalb, weil bekannt war, dass Barkas seinen Schwiegersohn Hasdrubal und besonders seinen Sohn Hannibal mit unversöhnlichem Hass gegen die Römer konditionierte.

Nachdem Hamilkar Barkas bei der Belagerung von Heliko (Elche) gefallen war, übernahm Hasdrubal (270-221 v. Chr.) den Oberbefehl des karthagischen Heeres in Spanien und gründete als Stützpunkt Carthago Nova (Cartagena). Die Römer, die zu diesem Zeitpunkt mit den Kelten Oberitaliens beschäftigt waren, wollten für einige Zeit diese Bedrohung von der Flanke her ausschalten und schlossen 226 v. Chr. mit den Puniern den Ebro-Vertrag, der den Karthagern alles Land westlich des Ebro und den Römern das Land östlich davon zusprach. Als Fehler sollte sich dabei erweisen, dass man die Stadt Saguntum (Sagunto), die mit den Römern verbündet war aber auf karthagischem Gebiet lag, von diesem Vertrag nicht ausgenommen hatte.

Hasdrubal wurde 221 v. Chr. ermordet, und Barkas' Sohn Hannibal (246-183 v. Chr.) trat seine Nachfolge an. Er ordnete Spanien neu und hatte sich dabei auch mit dem Problem Sagunt auseinanderzusetzen, das er für sich beanspruchte obwohl ihm bewusst war, dass die Stadt mit Rom verbündet war. Dennoch wurde Sagunt 219 v. Chr. von ihm erobert, nachdem die Stadt acht Monate auf Entsatz durch die Römer gewartet hatte. Rom scheint das Schicksal von Sagunt nicht besonders beachtet zu haben, erst als im darauffolgenden Jahr Hannibal den Ebro überschritt, verlangten sie in Karthago seine Auslieferung und als diese abgelehnt wurde, erklärten sie den Puniern den Krieg.

Beide Parteien wollten die Auseinandersetzungen in der Offensive beginnen. Die Römer sandten ein Heer unter Konsul T. Sempronius Longus nach Sizilien, um von hier aus in Nordafrika einzufallen, ein zweites Heer unter P. Cornelius Scipio (gest. 211 v. Chr.) sollte Hannibal in Spanien angreifen, wurde aber durch Kämpfe mit den Kelten in Norditalien zurückgehalten.

Die Strategie Hannibals sah vor, mit einem Heer in Norditalien einzufallen, die Bündnissysteme der Römer aufzulösen und sie so politisch, wirtschaftlich und militärisch zu isolieren und damit eine Einmischung Roms in die Außen- und Handelspolitik Karthagos unmöglich zu machen.

Hannibal, der einer der fähigsten Heerführer der Antike war, handelte schnell. Er überschritt 218 v. Chr. mit einem Heer von 50 000 Mann, 10 000 Reitern und 37 Kriegselefanten die Pyrenäen, wich Scipios Heer aus, das den direkten Weg nach Italien an der Rhonemündung versperrte, überschritt an einer bis heute nicht gesicherten Stelle (eventuell dem Mont Cenis oder Col de Montgénevre) die Alpen unter gewaltigen Strapazen und Verlusten (angeblich die Hälfte seines Heeres) und fiel in Oberitalien ein. Bei Turin erreichte er die Poebene und entfaltete im November 218 v. Chr. eine rege diplomatische Tätigkeit, die zahlreiche Keltenstämme in sein Lager brachte.

Rom wurd

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